Anleitung fuer den Umbau zur reinen WebUI und Englisch komplett (#764); Desktop eingefroren

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Richard
2026-10-02 11:24:27 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
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@@ -153,7 +153,8 @@ Umstellung des Bestands ist ein eigenes Vorhaben mit niedriger Priorität.
| Dokument | Wofür |
|---|---|
| [docs/Oberflaechen-Leitfaden.md](docs/Oberflaechen-Leitfaden.md) | Arbeiten an `ClawdDotNet.Desktop` — Pflichtlektüre vor jeder Abgabe |
| [docs/Oberflaechen-Leitfaden.md](docs/Oberflaechen-Leitfaden.md) | **Eingefroren seit 2026-10-02:** Die Avalonia-Oberfläche wird nicht mehr gepflegt und zur Hülle um die WebUI umgebaut (#764). Neue Funktionen nur in API + WebUI |
| [docs/umsetzungsplaene/WebUI-Only-und-Englisch.md](docs/umsetzungsplaene/WebUI-Only-und-Englisch.md) | Der Umbau zur reinen WebUI und die Englisch-Komplettierung (#764) |
| [docs/WebUI-Leitfaden.md](docs/WebUI-Leitfaden.md) | Arbeiten an der Weboberfläche (`ClawdDotNet.Web`, #494) — Schichtschnitt, API-Fläche, Sicherheitsvorgaben |
| [docs/ToolDevelopmentGuide.md](docs/ToolDevelopmentGuide.md) | Ein neues Agenten-Tool bauen |
| [docs/Teststrategie.md](docs/Teststrategie.md) | Was wie getestet wird |
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# WebUI als einzige Oberfläche — und Englisch komplett
Auftrag für einen eigenen Agenten. Beschlossen am 2026-10-02 (Mensch). Roadmap-Eintrag im
Deploymentcenter: **#764** (Themenbereich UI). Teil davon: #661 (Englisch als Hauptsprache).
**Lies das ganz, bevor du die erste Datei anfasst.** Die Stufen bauen aufeinander auf, und
mehrere Grenzen in Abschnitt 2 sind keine Stilfragen, sondern Datenverlust oder
Sicherheitslücken, wenn man sie übersieht.
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## 1 — Worum es geht
1. **Eine Oberfläche statt zwei.** Gepflegt wird nur noch die WebUI
(`src/ClawdDotNet.Manager.Web/wwwroot/`), getragen vom Instanzmanager. Die Avalonia-Fenster
in `src/ClawdDotNet.Desktop/Views` verschwinden. Übrig bleibt eine **Hülle**, die den
Manager startet und die WebUI zeigt.
2. **Englisch komplett.** Seit #661 (2026-09-19) entsteht Neues auf Englisch, Texte kommen aus
Sprachpaketen (`wwwroot/i18n/en.json`, `de.json`). Der Bestand ist noch gemischt. Dieser
Auftrag räumt ihn auf: Bezeichner, Kommentare und Oberflächentexte auf Englisch, jeder
sichtbare Text über einen Sprachschlüssel, Deutsch nur noch als Sprachpaket.
**Warum:** Jede Funktion zweimal zu bauen kostet, die Desktop-Oberfläche hat keine
Testabdeckung, und der Zielbetrieb (Linux, 24/7) läuft ohnehin über Manager und WebUI. Seit
0.1.17 kennt die Desktop-Oberfläche Einheiten, Stichproben, Abstimmungen, Vorlagen, Trigger,
MCP-Server und Automatisierung nicht mehr — die Lücke ist schon da.
---
## 2 — Was nicht passieren darf
| Grenze | Warum |
|---|---|
| **Die Programmdatei `ClawdDotNet` bleibt.** `Program.cs`, `CommandLine.cs`, `HeadlessRun.cs`, `McpBridgeRun.cs` bleiben lauffähig | Sie ist der Instanzprozess (`--headless --managed --instance …`, so startet der Manager jede Instanz) und die MCP-Brücke. Fällt sie weg, startet keine Instanz mehr |
| **Gespeicherte Namen nicht umbenennen** — ohne Migration und Test mit einer alten Datei | Sonst sind Einstellungen, Rechte oder Datenbanken nach dem Update leer oder kaputt. Siehe Abschnitt 6 |
| **Begründungskommentare übersetzen, nie löschen** | Sie erklären, *warum* etwas so ist (oft ein Vorfall). Ein früherer Umbau durch ein Flash-Modell hat sie stillschweigend entfernt. Übersetzen: ja. Kürzen auf „was der Code tut“: nein |
| **Texte, die ein Modell liest, nicht nebenbei umformulieren** | Werkzeugbeschreibungen, `ToolResult`-Meldungen, Rahmen um Fremdinhalt (`UntrustedContent`), Systemhinweise — das sind Prompts. Übersetzen ändert das Verhalten der Agenten. Eigene Stufe, eigener Test auf der VM (Stufe 4d) |
| **Sicherheitsstellen nicht anfassen**, außer in Stufe 2 und nur wie dort beschrieben | `AccessToken.cs`, `TokenGate.cs`, `McpTransport.cs`, alles unter `Security/`, `ConfigSecrets`, Lizenzprüfung |
| **Kein `innerHTML`, kein Paketmanager, keine neuen CDN-Abhängigkeiten** in der WebUI | Siehe [WebUI-Leitfaden](../WebUI-Leitfaden.md) |
| **Radius 0, App-Akzent `var(--accent)`, keine zugeklappten Ebenen** | Hausstil, Entscheidung 2026-09-24 |
| **Nur pushen, wenn alle vier Suiten grün sind** — unter Windows **und** Linux | Siehe [Teststrategie](../Teststrategie.md); Linux auf der Test-VM |
---
## 3 — Die Stufen
Jede Stufe ist ein eigener Branch und ein eigener Merge. Nach jeder Stufe: Suiten grün,
Kommentar am Roadmap-Eintrag (`dc_comment`), dann die nächste.
### Stufe 0 — Bestandsaufnahme (Flash: ja)
Lege eine Tabelle an (in dieser Datei, Abschnitt 7): **jede Funktion der Desktop-Oberfläche**
und ob die WebUI sie hat. Quelle sind die Fenster in `src/ClawdDotNet.Desktop/Views`:
`AddAgentWindow`, `AddJobWindow`, `AddServiceWindow`, `AgentChatsPageView`, `AgentsPageView`,
`BackupPageView`, `ChatPageView`, `InfoPageView`, `InstancePickerWindow`, `LicenseWindow`,
`LogPageView`, `MainWindow`, `RestoreBackupWindow`, `SettingsPageView`, `TasksPageView`,
`TextEditorWindow`, `TokenUsagePageView`, `ToolSettingsView`.
Verdächtig, nur im Desktop zu stehen — besonders genau prüfen:
- Erstinstallation und **Lizenz** (`LicenseWindow`)
- **Wiederherstellungs-Passphrase** des Schlüsselbunds (im Start-Log steht die Warnung „kein
Wiederherstellungsfach“ — wo setzt man sie heute?)
- Instanz anlegen / wählen (`InstancePickerWindow`)
- Sicherung zurückspielen (`RestoreBackupWindow`)
- Dateiauswahl-Dialoge, Texteditor für Identity/Soul (`TextEditorWindow`)
Ergebnis: Liste „fehlt in der WebUI“. Nichts bauen in dieser Stufe.
### Stufe 1 — Lücken der WebUI schließen (Flash: ja für reine Ansichten, nein sobald C# nötig ist)
Für jede Zeile aus Stufe 0 mit „fehlt“: zuerst prüfen, ob die API den Endpunkt hat.
- **Hat sie ihn:** Ansicht bauen, Texte in beide Sprachpakete.
- **Hat sie ihn nicht:** Endpunkt in `src/ClawdDotNet.Web/Endpoints` (Instanz) oder
`src/ClawdDotNet.Manager.Web/Endpoints.cs` (Manager), Fachlogik in `ClawdDotNet.App`
(nie im Endpunkt), mit Test in `tests/ClawdDotNet.Web.Tests` oder `App.Tests`.
Lizenz und Schlüsselbund sind Sicherheitsstellen → starkes Modell.
### Stufe 2 — Die Hülle (Flash: nein)
Empfehlung (vom Menschen noch zu bestätigen, bevor du anfängst — frage im Roadmap-Eintrag):
**Starter mit Systembrowser** statt eingebettetem Browser.
- Startet den Instanzmanager, wenn er nicht läuft (unter Linux ist das der systemd-Dienst
`clawddotnet-manager.service` — nicht doppelt starten).
- Öffnet die WebUI im Standardbrowser, angemeldet über einen **Einmal-Link**: der Manager
erzeugt auf Anfrage über seinen lokalen Socket (nicht über TCP) einen Zufallswert, gültig
einmal und höchstens 60 Sekunden; die WebUI tauscht ihn gegen das Sitzungstoken. Das Token
selbst steht nie in einer Adresse.
- Taskleistensymbol mit Zustand (läuft / gestoppt / Fehler) und „WebUI öffnen“.
- Begründung: keine neue Abhängigkeit (ein eingebetteter Browser braucht unter Linux
WebKitGTK als Systempaket), am wenigsten Code.
Der Einmal-Link ist eine neue Anmeldeart — Test für: zweimal benutzt, zu spät benutzt, über
TCP statt Socket angefordert. Alle drei müssen scheitern.
### Stufe 3 — Avalonia-Fenster entfernen (Flash: mit Vorsicht)
- `Views/`, `Controls/`, `Converters/`, ViewModels der Fenster, `App.axaml` — weg.
- Avalonia-Pakete aus der `.csproj`, soweit die Hülle sie nicht braucht.
- `Program.cs`: ohne `--headless`/`--managed`/MCP-Brücke startet künftig die Hülle.
- `deploy/publish.py` und das Paket prüfen: Was fällt weg, was muss dabei bleiben? Ein
Probepaket mit `--dry-run` bauen und auf der VM `--headless` starten.
- `docs/Oberflaechen-Leitfaden.md` → nach `docs/archiv/`, Verweise in `CLAUDE.md` anpassen.
### Stufe 4 — Englisch komplett
| Teil | Was | Flash? |
|---|---|---|
| **4a** | WebUI: jeder sichtbare Text über `t("…")`, Schlüssel in `en.json` **und** `de.json`. Heute stehen noch Umlaut-Texte direkt in `.js`-Dateien | ja |
| **4b** | WebUI: deutsche Bezeichner in JS (`erstelleElement`, `zeigeMeldung`, `lade` …, 28 Dateien) und CSS-Klassen (`karte`, `schaltflaeche`, `gedaempft` …, ~49) auf Englisch. Mechanisch, aber groß: **eine Umbenennung je Commit**, danach jede Ansicht im Browser öffnen | ja, in kleinen Schritten |
| **4c** | C#: Kommentare und nicht gespeicherte Bezeichner (Klassen, Methoden, Variablen) in ~167 Dateien. `StagingAktion`, `Vorgabe`, `Rahmen`, `Werkzeugrechte` … Öffentliche Namen ändern bricht Aufrufer — nach jedem Schritt bauen und testen | ja, dateiweise |
| **4d** | C#: **Texte, die Modelle lesen** — Werkzeugbeschreibungen, Fehlermeldungen an Agenten, Systemhinweise (~23 Werkzeugdateien, ~20 Meldungen). Danach eine Nacht Testinstanz auf der VM und Audit-Vergleich: arbeiten die Agenten wie vorher? | **nein** |
| **4e** | API-Pfade: `/api/verwaltung`, `/api/instanz`, `/instanzen`, `/hooks/{instanz}` → englisch. Das bricht Absender von außen (n8n, Claude Code über MCP). Alte Pfade eine Version lang als Umleitung behalten | nein |
Prüfung der Sprachpakete nach jeder Stufe:
```
python -c "import json;e=json.load(open('src/ClawdDotNet.Manager.Web/wwwroot/i18n/en.json',encoding='utf-8'));d=json.load(open('src/ClawdDotNet.Manager.Web/wwwroot/i18n/de.json',encoding='utf-8'));print(set(e)^set(d) or 'gleich')"
```
Besser: als Test in `tests/ClawdDotNet.Web.Tests` anlegen, dann prüft ihn jeder Lauf.
---
## 4 — Wer was macht
Der Mensch fragte, ob ein Gemini Flash genügt. Antwort: **für etwa zwei Drittel ja** — für
Stufe 0, 1 (reine Ansichten), 3 und 4a–4c, wenn diese Datei mitgegeben wird und jede Stufe
vor dem Merge von einem starken Modell gegengelesen wird. **Nicht** für Stufe 2 (neue
Anmeldeart), 4d (Prompts) und 4e (Pfade nach außen) und nicht für Lizenz/Schlüsselbund in
Stufe 1.
Gegenlesen heißt mindestens: `git diff --stat` auf unerwartet große Löschungen prüfen; nach
gelöschten Kommentarblöcken suchen (`git diff | grep '^-\s*//'`); Sprachpakete gleich; alle
vier Suiten grün auf Windows und Linux.
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## 5 — Fertig ist es, wenn
- `src/ClawdDotNet.Desktop` keine Avalonia-Fenster mehr enthält und die Hülle unter Windows
und Linux die WebUI angemeldet öffnet
- jede Funktion aus der Tabelle in Abschnitt 7 in der WebUI erreichbar ist
- `grep -rn "[äöüÄÖÜß]" src --include=*.cs --include=*.js --include=*.css` nur noch
Treffer in `i18n/de.json`-Inhalten, Testdaten und Kommentaren mit Zitaten liefert
- die Testinstanz auf der VM eine Nacht mit der neuen Fassung läuft und das Audit keine
neuen Fehlerbilder zeigt
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## 6 — Gespeicherte Namen: nicht umbenennen
Diese Namen stehen in Dateien und Datenbanken bestehender Installationen. Eine Umbenennung
braucht eine Migration (alt lesen, neu schreiben) **und** einen Test mit einer alten Datei.
Im Zweifel: deutsch lassen und im Code mit einem englischen Namen kapseln.
| Wo | Beispiele |
|---|---|
| Werkzeugeinstellungen der Agenten (`AgentSettings.json`, `Tools.<Name>`) | `erlaubt`, `verboten` (Datenbank-/Werkzeugrechte), `sharedAccessLevel`, … |
| Tabellen in `state.db` (`SqliteStorage.cs`) | `Dauerfreigaben`, Spalten aller Tabellen |
| Audit-Einträge, `Source`-Werte, `DecidedBy`-Präfixe | werden gelesen und ausgewertet |
| Aufgabendateien (Frontmatter), Taskboard-Felder | `onlyWhenMarketOpen`, `require_approval` … |
| `manager.json`, `InstanceSettings.json` (PascalCase-Altbestand) | Schlüssel exakt so lassen |
| Sprachschlüssel selbst | sind schon englisch — gut so |
---
## 7 — Bestandsaufnahme (Stufe 0 füllt das aus)
| Desktop-Funktion | Fenster | In der WebUI? | Endpunkt vorhanden? | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| | | | | |