Instanzmanager Stufe 2: Kestrel auf dem Socket, Instanz kopflos (#528)

Eine Instanz ist jetzt ohne Port ansprechbar. InstanceEndpoint liefert die
Adresse: unter Linux <Instanz>/manager.sock, unter Windows eine Named Pipe,
deren Name aus einem SHA-256-Fingerabdruck des Instanzpfades entsteht. Zwei
Instanzen bekommen damit zwangslaeufig zwei Adressen, ohne dass jemand
etwas vergeben muss - genau der Unterschied zur Vorbelegung 7001, um die
sich zwei Instanzen stillschweigend streiten.

Der Socket ist immer da, auch ohne Weboberflaeche. Er gehoert nicht zu
#494, sondern ist die Steuerflaeche der Instanz: webUiEnabled schaltet den
TCP-Zugang, nicht den Socket. WebUiHost heisst deshalb jetzt
InstanceHttpHost - ein Kestrel, zwei Zugaenge.

Ueber TCP gilt Token-Pflicht, ueber den Socket nicht: Dort steht die Grenze
am Dateisystem (0600 unter Linux, CurrentUserOnly bei der Named Pipe,
explizit gesetzt statt auf die Vorgabe vertraut). Wer die Socketdatei
oeffnen darf, sieht ohnehin in das Verzeichnis, in dem alles liegt, was ein
Token schuetzen wuerde.

Woran die beiden Zugaenge auseinandergehalten werden, ist der Punkt, an dem
ein Irrtum teuer waere. Bei Socket-Verbindungen stehen in
HttpContext.Connection keine IP-Adressen - daraus zu schliessen "keine IP,
also Socket" waere eine Vermutung an der Stelle, an der ein Torwaechter
steht, und sie irrt in die falsche Richtung: Im Zweifel liesse sie eine
TCP-Anfrage ohne Token durch. Der Socket-Zuhoerer haengt deshalb jeder
Verbindung selbst eine Marke an (LocalTransport, Verbindungs-
Zwischenschicht ueber ListenOptions.Use); wo sie fehlt, gilt Token-Pflicht.

Ein belegter Port kostet nur noch die Weboberflaeche. Vorher gab TryStart
in dem Fall null zurueck und die ganze HTTP-Flaeche war weg. Seit dem
Socket ist das die falsche Rangfolge: Ihn zu verlieren, weil eine zweite
Instanz laeuft, hiesse die Instanz unerreichbar zu machen - in genau dem
Fall, fuer den es den Manager gibt.

Kopfloser Betrieb ueber --headless --instance <Pfad>. Die Verzweigung sitzt
in Program.Main vor BuildAvaloniaApp, damit auf einem Server ohne
Bildschirmsitzung kein Fenstersystem angefasst wird. Gefragt wird nichts:
Instanz aus dem Argument, Lizenz ueber das bereits vorhandene
NonInteractiveLicensePrompt, Telegram-Anmeldung aus.

Nachgemessen, nicht angenommen: Kopflose Instanz auf Instance-Test
gestartet, kein Fenster, und eine rohe HTTP/1.1-Anfrage aus einem fremden
Prozess (PowerShell, direkt auf die Pipe) bekam 200 OK auf /api/info, ohne
Token. Das ist die Abnahmebedingung fuer Stufe 2.

Korrektur zur eigenen Ankuendigung: webServerPort entfaellt nicht mit
Stufe 2, sondern mit Stufe 4. Solange kein Manager die Weboberflaeche
traegt, hiesse Wegnehmen, sie ersatzlos abzuschalten.

Zwei Luecken bleiben offen und gehoeren auf die Linux-Testmaschine: Die
Socketdatei-Faelle sind unter Windows gegenstandslos und werden dort mit
sichtbarer Begruendung uebersprungen - der Unix-Domain-Socket selbst ist
auf der Entwicklungsmaschine also ungeprueft, obwohl er die Zielplattform
ist. Und das geordnete Ende auf SIGTERM liess sich hier nicht ausloesen:
Windows kennt das Signal fuer einen fensterlosen Prozess nicht.

Build ohne Warnungen, 714 Tests gruen, 8 uebersprungen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Richard
2026-09-08 22:08:23 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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14 changed files with 903 additions and 273 deletions
+23 -7
View File
@@ -3,6 +3,7 @@ using ClawdDotNet.App;
using ClawdDotNet.App.Services;
using ClawdDotNet.App.Settings;
using ClawdDotNet.Core.Config;
using ClawdDotNet.Core.Instances;
using ClawdDotNet.Core.Tools;
using Microsoft.Extensions.Logging.Abstractions;
using Shouldly;
@@ -80,7 +81,7 @@ public sealed class ShutdownTests : IDisposable
var port = FreierPort();
await using var host = NeuerHost(port);
var web = WebUiHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance);
var web = InstanceHttpHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance);
web.ShouldNotBeNull();
using var client = new HttpClient { Timeout = TimeSpan.FromSeconds(30) };
@@ -113,7 +114,7 @@ public sealed class ShutdownTests : IDisposable
var port = FreierPort();
await using var host = NeuerHost(port);
var web = WebUiHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance);
var web = InstanceHttpHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance);
web.ShouldNotBeNull();
var uhr = Stopwatch.StartNew();
@@ -123,19 +124,34 @@ public sealed class ShutdownTests : IDisposable
uhr.Elapsed.ShouldBeLessThan(Grenze);
}
/// <summary>
/// Ein belegter Port kostet die Weboberfläche, nicht die Instanz.
///
/// <para>Vorher gab <c>TryStart</c> hier <c>null</c> zurück, und damit war die
/// gesamte HTTP-Fläche weg. Seit der Socket dazugehört, ist das die falsche
/// Rangfolge: Über ihn wird der Instanzmanager die Instanz erreichen, und ihn wegen
/// eines belegten Ports zu verlieren hieße, die Instanz unerreichbar zu machen, weil
/// eine zweite schon läuft — also genau in dem Fall, für den es den Manager
/// gibt.</para>
/// </summary>
[Fact]
public void Ein_belegter_Port_haelt_die_Anwendung_nicht_auf()
public async Task Ein_belegter_Port_kostet_nur_die_Weboberflaeche()
{
var port = FreierPort();
using var blockierer = new System.Net.Sockets.TcpListener(System.Net.IPAddress.Loopback, port);
blockierer.Start();
var host = NeuerHost(port);
await using var host = NeuerHost(port);
// Kein Wurf, sondern null: Ein Fenster, das nicht aufgeht, weil ein Webserver
// keine Adresse bekommt, waere genau dann im Weg, wenn man es braucht.
WebUiHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance).ShouldBeNull();
await using var web = InstanceHttpHost.TryStart(host, NullLoggerFactory.Instance);
web.ShouldNotBeNull();
web!.Url.ShouldBeNull("Die Weboberfläche konnte nicht binden — das gehört gesagt.");
// Der Socket traegt trotzdem.
using var client = InstanceEndpoint.CreateClient(host.InstancePath);
(await client.GetAsync("/api/info")).EnsureSuccessStatusCode();
}
public void Dispose()