Organisation: 50-100 Agenten als Ziel, "hoechstens 5" zurueckgezogen (#682-#688)

Die Regel im InstanceSetupGuide war in der Beobachtung richtig und in der
Folgerung falsch: quadratisch steigen die Verbindungen, nicht die Agenten.
Ein Agent, der drei Nachbarn und eine Leitung kennt, kostet gleich viel, ob
die Instanz zehn oder hundert Agenten hat.

docs/Organisation-Konzept.md haelt fest, was heute bei 50 Agenten bricht
(flaches Adressbuch, synchrones send_message, Delegationstiefe 3,
unbegrenzte Parallelitaet, Kappung bei 500, zwei Arbeitsbereiche, ein Brett,
zwei Budgetebenen, eine Freigabe-Warteschlange) und schlaegt die fehlende
Ebene vor: die Einheit.

Zwei davon sind schon heute Fehler und gehoeren sofort behoben (#682).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Richard
2026-09-21 23:14:19 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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+26 -4
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@@ -11,21 +11,43 @@ Bevor eine Instanz erstellt wird, muss klar definiert werden:
| Frage | Beispiel |
|-------|---------|
| Welche Aufgabe(n) soll die Instanz als Ganzes erledigen? | "Social-Media-Monitoring mit automatischer Zusammenfassung" |
| Wie viele Agenten werden benötigt? | 1–5 (mehr = höhere Koordinationskosten) |
| Wie viele Agenten werden benötigt? | So viele, wie es Zuständigkeiten gibt — die Kosten stecken in den Verbindungen, nicht in der Zahl |
| Welche externen Systeme sind beteiligt? | Telegram, E-Mail, Datenbank, APIs |
| Wie hoch ist das Token-Budget pro Tag? | z.B. $1/Tag, $10/Tag |
| Soll die Instanz autonom arbeiten oder manuell getriggert werden? | Cron-Jobs vs. manueller Start |
### Agentenanzahl richtig wählen
> **Geändert am 2026-09-21.** Hier stand: „Mehr als 5 Agenten — kritisch hinterfragen,
> Koordinationsoverhead steigt quadratisch." Die Beobachtung stimmt, die Folgerung war
> falsch. Quadratisch steigen die **Verbindungen**, nicht die Agenten. Eine Instanz, die
> einen Onlinehandel betreibt, braucht Einkauf, Buchhaltung, Marketing und Logistik mit je
> mehreren Agenten — fünf reichen dafür nicht annähernd. Das Ziel von ClawdDotNet sind
> 50 bis 100 Agenten, die geordnet zusammenarbeiten. Die Begründung und was dafür fehlt:
> [Organisation-Konzept](Organisation-Konzept.md).
| Szenario | Empfehlung |
|----------|-----------|
| Eine klar abgegrenzte Aufgabe | 1 Agent |
| Aufgabe mit getrennten Zuständigkeiten (z.B. Recherche + Bericht) | 2–3 Agenten |
| Komplexes System mit Koordination | 3–5 Agenten, davon 1 Koordinator |
| Mehr als 5 Agenten | Kritisch hinterfragen — Koordinationsoverhead steigt quadratisch |
| Ein Fachgebiet mit mehreren Teilaufgaben | So viele Agenten wie Teilaufgaben, plus eine Leitung |
| Mehrere Fachgebiete | Je Gebiet eine Einheit mit eigener Leitung; die Leitungen reden miteinander, die Mitglieder nicht |
**Faustregel:** Jeder Agent, der mit einem anderen kommuniziert, kostet Token auf beiden Seiten. Zwei Agenten, die jeweils 3 Nachrichten austauschen = 6 LLM-Runs.
**Die Faustregel gilt weiter, aber sie zielt auf etwas anderes:** Jede Nachricht zwischen
zwei Agenten kostet auf beiden Seiten einen Lauf. Zwei Agenten, die drei Nachrichten
tauschen, sind sechs Läufe. Teuer wird also nicht der elfte Agent, sondern der elfte
Agent, der **jeden** anderen ansprechen darf.
Deshalb ist die eigentliche Entwurfsfrage nicht „wie viele Agenten?", sondern **„wer muss
mit wem reden?"** Ein Agent, der drei Nachbarn und eine Leitung kennt, kostet gleich viel,
ob die Instanz zehn oder hundert Agenten hat. Ein Agent, der eine Liste aller hundert
bekommt, kostet bei jedem Blick in diese Liste.
Bis die Strukturen aus dem [Organisation-Konzept](Organisation-Konzept.md) gebaut sind,
ist das Adressbuch flach: `list_agents` zeigt jedem Agenten alle anderen. Bei mehr als
etwa zehn Agenten heißt das, `AgentComm` nur den Agenten zu geben, die es wirklich
brauchen — und den übrigen die Zusammenarbeit über das Taskboard zu geben, das keine
Gegenseite wachhält.
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