Sicherungen mit dem Lizenzschluessel verschluesselt, optional per FTP (#530)

Eine Sicherung des Managers ist jetzt als Ganzes mit dem Lizenzschluessel
verschluesselt. Beim Zurueckspielen wird der eigene Schluessel probiert; passt er
nicht, fragt die Oberflaeche nach dem Lizenzschluessel der Quellinstallation.

Der Lizenzschluessel ist der eine Wert, den jede Installation ohnehin hat, und er
liegt im Manager, nicht neben den Archiven. Damit faellt der Grund weg, aus dem die
taegliche Sicherung bisher keine Zugangsdaten enthielt: Eine Passphrase haette
gespeichert werden muessen, und neben den Sicherungen waere sie wirkungslos
gewesen. Jetzt reisen die Zugangsdaten mit, und eine Sicherung uebersteht den
Maschinenwechsel ohne Passphrase.

LicenseBackupCipher: eigener Behaelter .clawdbak. Kopf mit Schluesselprobe, das
Manifest als eigener Abschnitt, das ZIP in 1-MiB-Stuecken mit AES-256-GCM und
Endmarke. PBKDF2 aus Lizenzschluessel und festem Salt, der Schluessel normiert.
Kein RAR (braucht das lizenzpflichtige Herstellerprogramm), kein ZIP mit Kennwort
(kann .NET nicht schreiben, ZipCrypto ist gebrochen, und mit abgeleitetem
Schluessel braechte 7-Zip-Vertraeglichkeit nichts).

Zurueckspielen: Die Schluesselprobe laeuft VOR dem Anhalten der Instanz. Passt
der Schluessel nicht, antwortet der Endpunkt mit 422 und dem Code fremde_lizenz,
und ein Fenster verlangt den Schluessel der Quelle.

ManagerBackups: Gefuehrte Instanzen sichern sich nicht mehr selbst, weil nur der
Manager den Schluessel hat; er liest ihre Einstellungen aus InstanceSettings.json.
Einmal am Tag auch ueber einen Neustart des Managers hinweg. Ohne Lizenzschluessel
wird nichts gesichert, auch nicht ersatzweise unverschluesselt.

FTP (FluentFTP, schon im Loesungsbaum): TLS wo angeboten, requireTls erzwingt es;
Upload unter .part-Namen und danach umbenannt; Aufraeumen auf dem Server je
Instanz; ein gescheiterter Upload laesst die lokale Sicherung stehen. Das
Kennwort liegt verschluesselt in manager.json und geht nie an die Oberflaeche.

Welche Datei zu welcher Instanz gehoert, entscheidet ein Zeitstempel nach dem
Namen und nicht das Praefix - Test und Test_2 werden nicht mehr verwechselt.

Grenze, bewusst und dokumentiert (Konzept 9.10): Wer Lizenzschluessel und Archiv
hat, hat die Zugangsdaten. Der Schluessel ist dem Hersteller bekannt und gilt fuer
alle Instanzen einer Installation.

Nicht ueber die Oberflaeche abgenommen: Fenster fuer die fremde Lizenz und FTP
gegen einen echten Server stehen als Block H in #537.

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Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Richard
2026-09-11 11:03:25 +02:00
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+78 -4
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@@ -269,10 +269,8 @@ Produktions- und eine Testinstanz nebeneinander betreiben.
## 7 — Noch zu klären
**Sicherungen im Manager — zurückgestellt** (2026-09-08, #530). Erst soll der Rest
laufen. Die gemeinsame Aufbewahrung ist mit Stufe 1 ohnehin erledigt, der
verbleibende Gewinn ist damit kleiner als anfangs gedacht: Es bliebe, auch von
einer Instanz sichern zu können, die gerade nicht läuft.
**Sicherungen im Manager — gebaut** (2026-09-11, #530): verschlüsselt mit dem
Lizenzschlüssel, auf Wunsch per FTP hinaus. Siehe Abschnitt 9.10.
**Eine Sache ist daran aber schon entschieden:** Zurückspielen heißt, in ein
Instanzverzeichnis zu schreiben, und das darf **ausschließlich bei inaktiver
@@ -957,3 +955,79 @@ bestätigt:
| `--managed` + gültige Unterschrift | Instanz kommt hoch, meldet ihren Named Pipe |
| Unterschrift für ein anderes Verzeichnis | „Lizenz erforderlich" |
| Gültige Unterschrift, Ablauf hochgedreht | „Lizenz erforderlich" |
### 9.10 Sicherungen: verschlüsselt mit dem Lizenzschlüssel
Entschieden am 2026-09-11, als bewusste Vereinfachung gegenüber dem Schlüsselbund aus #190.
**Die Vorgabe.** Eine Sicherung wird mit dem Lizenzschlüssel des Managers und einem festen
Salt aus dem Code verschlüsselt. Beim Zurückspielen versucht der Manager den eigenen
Schlüssel; passt er nicht, fragt ein Fenster nach dem Lizenzschlüssel der Quellinstallation.
Die ganze Sicherung liegt als ein verschlüsseltes Archiv vor, auf Wunsch zusätzlich per FTP
hinaus.
**Warum das trägt.** Der Lizenzschlüssel ist der eine Wert, den jede Installation ohnehin hat
und den ihr Betreiber ohnehin kennt — und er liegt im Manager, nicht neben den Archiven.
Damit fällt der Grund weg, aus dem die tägliche Sicherung bisher **keine** Zugangsdaten
enthielt: Eine Passphrase hätte gespeichert werden müssen, und neben den Sicherungen
abgelegt wäre sie wirkungslos gewesen. Jetzt reisen die Zugangsdaten mit, und eine Sicherung
übersteht den Maschinenwechsel ohne Passphrase.
**Zwei Abweichungen von der Vorgabe, beide erzwungen:**
| Vorgabe | Umgesetzt | Warum |
|---|---|---|
| RAR | nicht möglich | RAR zu schreiben braucht das lizenzpflichtige Programm des Herstellers |
| verschlüsseltes ZIP | eigener Behälter `.clawdbak` | .NET kann kein ZIP mit Kennwort schreiben, und das verbreitete ZipCrypto ist gebrochen. Weil der Schlüssel ohnehin abgeleitet wird, ließe sich ein solches ZIP auch mit 7-Zip nicht öffnen — die Verträglichkeit brächte nichts |
Der Behälter: Kopf mit Kennung, Fassung und einer **Schlüsselprobe**; das Manifest als eigener
Abschnitt; das ZIP in Stücken zu 1 MiB, jedes mit AES-256-GCM und eigener Nonce, das letzte
mit Endmarke. Die Stückelung, weil AES-GCM in einem Zug alles im Speicher bräuchte. Das
Manifest vorn, damit die Übersicht nicht jedes Archiv ganz entschlüsseln muss. Die Endmarke,
damit ein abgeschnittenes Archiv auffällt. Und die Schlüsselprobe, damit „fremder Schlüssel"
von „beschädigt" zu unterscheiden ist, **bevor** etwas angehalten wird.
**Was das aushält und was nicht — ausdrücklich.** Wer Lizenzschlüssel und Archiv hat, hat
alle Zugangsdaten darin. Der Schlüssel ist dem Hersteller bekannt, und er gilt für alle
Instanzen einer Installation. Das ist die Abwägung, nicht ein Versehen: Ein Archiv auf einem
FTP-Server oder einem USB-Stick soll niemandem nützen, der es nur findet — aufhalten soll es
nicht jemanden, der Schlüssel und Absicht mitbringt.
**Die Reihenfolge beim Zurückspielen.** Erst die Schlüsselprobe, dann das Anhalten. Wer
anhält und danach merkt, dass der Schlüssel nicht passt, hat eine laufende Instanz für nichts
gestoppt. Passt er nicht, antwortet der Endpunkt mit **422** und dem Code `fremde_lizenz`,
und die Oberfläche öffnet das Fenster für den Schlüssel der Quelle. Groß- und Kleinschreibung
und Leerzeichen spielen dabei keine Rolle — dort tippt ein Mensch einen fremden Schlüssel ab.
**Geführte Instanzen sichern sich nicht mehr selbst.** Nur der Manager hat den
Lizenzschlüssel. Liefen beide, lägen jeden Tag zwei Archive im Ordner, eines davon
unverschlüsselt und ohne Zugangsdaten. Die Einstellungen — Schalter, Uhrzeit, Aufbewahrung,
Zielordner — bleiben in der `InstanceSettings.json`; der Manager liest sie. Einmal am Tag
heißt dabei auch über einen Neustart des Managers hinweg: Eine Datei von heute, die nach der
eingestellten Uhrzeit entstanden ist, gilt als erledigt.
**Ohne Lizenzschlüssel im Manager wird nichts gesichert** — nicht ersatzweise unverschlüsselt.
Das steht beim Start als Warnung im Protokoll.
**FTP.** Hochgeladen wird unter einem vorläufigen Namen und erst danach umbenannt: Eine halbe
Datei unter richtigem Namen würde beim Aufräumen als gültige Sicherung mitgezählt, während
eine vollständige dafür gelöscht wird. Auf dem Server wird je Instanz aufgeräumt, sonst füllt
ein automatischer Upload ihn, bis ausgerechnet die jüngste Sicherung scheitert. TLS wird
genommen, wo der Server es anbietet, und lässt sich mit `requireTls` erzwingen; Zertifikate
werden nicht geprüft, weil eigene FTP-Server meist selbstsignierte haben. Ein gescheiterter
Upload lässt die lokale Sicherung stehen und steht in der Meldung. Das FTP-Kennwort liegt
verschlüsselt in `manager.json` und geht nie an die Oberfläche zurück.
**Ein Präfix ist keine Grenze.** Welche Datei zu welcher Instanz gehört, entscheidet ein
Zeitstempel unmittelbar nach dem Namen, nicht der Anfang des Namens. Sonst zählte `Test` die
Archive von `Test_2` mit und würfe beim Aufräumen fremde weg (siehe 1.2).
**Und der Schlüsselbund aus #190?** Er bleibt, verliert aber seine Rolle für Sicherungen:
Dafür ist jetzt der Lizenzschlüssel da. Das Wiederherstellungsfach ist nur noch für den Fall
nötig, dass eine laufende Installation ihr Maschinenfach verliert, ohne dass eine Sicherung
im Spiel ist. Die Naht für #180 bleibt davon unberührt.
**Nicht über die Oberfläche abgenommen.** Behälter, Sicherungsdienst und der Rundlauf über
einen Maschinenwechsel sind mit Tests belegt; der Weg durch die Weboberfläche — das Fenster
für den fremden Schlüssel, der FTP-Upload gegen einen echten Server — noch nicht. Beides steht
in #537.
+5 -9
View File
@@ -388,15 +388,11 @@ Steht vor #190, weil die Antwort das Backend bestimmt, das dort gebaut wird.
> einem Umzug die Passphrase, und beide führen zu **demselben** Schlüssel. Alle
> `enc:v2`-Werte bleiben lesbar, nichts muss neu eingetragen werden.
>
> **Zwei Wege, die sich ähneln und nicht dasselbe sind** — das ist die Stelle, an der
> man beim Lesen falsch abbiegt:
>
> | | Sicherung mit Passphrase (`BackupService`) | Wiederherstellungsfach (`SecretKeyRing`) |
> |---|---|---|
> | Was umgeschlüsselt wird | jeder **Wert** einzeln, in das Archiv hinein | der **Hauptschlüssel**, in der Schlüsseldatei |
> | Wofür | eine Instanz auf eine andere Maschine bringen | eine bestehende Installation weiterbenutzen, wenn das Maschinenfach nicht mehr aufgeht |
> | Wann entschieden | beim Ziehen der Sicherung | einmal, vorher |
> | Ohne Menschen | nein, die Passphrase gehört zur Sicherung | ja, über `CLAWD_SECRET_PASSPHRASE` |
> **Sicherungen laufen seit dem 2026-09-11 nicht mehr über diesen Bund**, sondern über
> den Lizenzschlüssel des Managers (Instanzmanager-Konzept, Abschnitt 9.10). Eine Sicherung
> übersteht den Maschinenwechsel damit ohne Passphrase. Das Wiederherstellungsfach bleibt
> für den selteneren Fall, dass eine laufende Installation ihr Maschinenfach verliert, ohne
> dass eine Sicherung im Spiel ist.
>
> **Was noch fehlt, ist genau #180:** Womit das Maschinenfach unter Linux gefüllt wird.
> Bis dahin greift dort `file` — dieselbe Schutzstufe wie vorher, aber sie steht jetzt