File.WriteAllText kuerzt die Zieldatei zuerst auf null und fuellt sie dann. Bricht
der Vorgang dazwischen ab, ist der alte Inhalt weg und der neue unvollstaendig.
Das ist im Betrieb bereits eingetreten: In der Instanz TradingTeam lag eine
TokenUsage.json.corrupt_..., die die Fehlerbehandlung beiseitegelegt hatte. Der
Verbrauch bis dahin war verloren.
AtomicFile schreibt in eine Nebendatei, erzwingt das Schreiben auf die Platte und
ersetzt dann. Umgestellt sind ChatHistory, ChatContext, alle Instanz- und
Agentenkonfigurationen, Identity und Soul, die App-Einstellungen sowie der
Stock-Index.
Zum Ersetzen wurde das Windows-Verhalten gemessen statt vermutet. Mit einem Leser,
der die Zieldatei geoeffnet haelt:
Freigabe des Lesers File.Move File.Replace
Read scheitert scheitert
ReadWrite scheitert scheitert
ReadWrite | Delete scheitert funktioniert
File.Move verlangt die Zieldatei exklusiv und scheitert deshalb immer, sobald
jemand sie geoeffnet hat. Daher File.Replace — und ein Lesehelfer
AtomicFile.ReadAllText, der das Loeschen freigibt, damit unsere eigenen Leser
keinen Schreiber blockieren. Die Leser in InstanceDirectoryManager und beim Laden
der Chatverlaeufe nutzen ihn jetzt.
Zusaetzlich ein Schloss je Zieldatei: Zwei gleichzeitige Schreibvorgaenge auf
dieselbe Datei sind ohnehin ein Rennen, ohne Serialisierung scheitern sie aber
zusaetzlich mit "Zugriff verweigert". Fuer fremde Leser wie Virenscanner bleibt
eine Wiederholung mit Wartezeit.
366 Tests gruen (218 Core, 148 Tools).
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
OpenRouter-Schluessel, Datenbank-Verbindungszeichenfolgen samt Passwort,
Mail-Zugangsdaten und das Telegram-2FA-Passwort lagen im Klartext in
AgentSettings.json und InstanceSettings.json. Wer die Dateien lesen konnte — ein
Backup, eine Dateifreigabe, ein versehentlicher Commit — hatte alle Zugaenge.
SecretProtector nutzt DPAPI im Benutzerkontext: Die Werte lassen sich nur vom
selben Windows-Benutzer auf demselben Rechner lesen. Das schuetzt gegen
Weitergabe der Datei, nicht gegen einen Angreifer, der bereits als dieser
Benutzer laeuft — fuer einen lokal laufenden Dienst die angemessene Stufe.
Verschluesselte Werte tragen ein Praefix. Dadurch bleibt Klartext aus bestehenden
Konfigurationen lesbar und wird beim naechsten Speichern automatisch uebernommen;
vorhandene Installationen laufen ohne Zutun weiter.
Ein Wert, der sich nicht entschluesseln laesst — etwa nach Benutzer- oder
Rechnerwechsel — wird gemeldet statt stillschweigend als Klartext
durchgereicht. Sonst ginge ein unbrauchbarer Schluessel an die API und der
Fehler waere schwer zuzuordnen.
ConfigSecrets entscheidet anhand der Feldnamen, welche Werte betroffen sind. Das
ist noetig, weil die Tool-Konfiguration ein freies Woerterbuch ist. Beim Speichern
werden die Werte nur fuer den Schreibvorgang verschluesselt und danach wieder
entschluesselt, damit die laufende Instanz weiterarbeiten kann.
309 Tests gruen (161 Core, 148 Tools).
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
Zweiter Teil von B4. Die Preise standen fest im Code — eine Tabelle mit einer
Handvoll Modelle, die bereits veraltet war. Ausgerechnet das Standardmodell der
Agenten fehlte darin, und CalculateCost gab fuer unbekannte Modelle
stillschweigend 0 zurueck. Die Kostenanzeige war damit nicht bloss ungenau,
sondern blind: Sie meldete 0 Euro, waehrend echte Kosten anfielen.
ModelInfo traegt jetzt die Preisangaben aus dem /models-Endpunkt. OpenRouter
liefert sie als Text und pro einzelnem Token; die Umrechnung auf eine Million
Token laeuft ueber InvariantCulture, sonst wuerde eine deutsche Systemsprache
0.000003 als drei lesen.
Halbe Angaben werden verworfen: Ein Modell, bei dem nur der Eingabepreis
vorliegt, ergaebe eine plausibel aussehende, aber falsche Summe.
ModelPricingCatalog haelt die Preise und liefert eine Kostenschaetzung, die
ausweist, ob sie belastbar ist. Der Statusdienst laedt den Katalog beim Start und
markiert Laeufe ohne Preisangabe sichtbar — in der Zeile mit einem Warnzeichen,
im Tooltip mit den betroffenen Modellnamen und dem Hinweis, dass die Summe
unvollstaendig ist.
284 Tests gruen (136 Core, 148 Tools).
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
B1 — Die Compaction behielt blind die letzten 6 Nachrichten. Fiel diese Grenze
mitten in eine Tool-Sequenz, entstand eine tool-Antwort ohne zugehoerigen
assistant-tool_call; die API lehnt das mit HTTP 400 ab. FindSafeTailStart
verschiebt die Grenze jetzt rueckwaerts auf eine Blockgrenze.
B14 — Bei Konversationen mit hoechstens 6 Nachrichten enthielt der Tail auch die
system-Nachricht, die anschliessend ein zweites Mal angehaengt wurde. Ergebnis
war ein doppelter System-Prompt und eine duplizierte Konversation — die
Compaction vergroesserte den Kontext, statt ihn zu verkleinern. Der Tail beginnt
nun grundsaetzlich hinter dem System-Prompt; liegt davor nichts Nennenswertes,
wird die Kompaktierung uebersprungen. Gefunden durch den Property-Test.
Nebeneffekt: Zusammengefasst wird nur noch der Teil, der tatsaechlich wegfaellt.
Der Tail bleibt woertlich erhalten und musste bisher doppelt bezahlt werden.
B3 — maxTokens zaehlte kumulativ ueber alle Schritte, wurde aber wie eine
Kontextgrenze konfiguriert. Da jeder Schritt den vollen Kontext erneut sendet,
brach ein Chat mit 20k Kontext nach vier Schritten ab. Aufgeteilt in
maxCumulativeTokens (Kostenbudget, Default 500k) und maxContextTokens
(Kontextgroesse). Alte Konfigurationen werden beim Laden migriert, die
Fehlermeldungen unterscheiden jetzt Schritt- und Kostenlimit.
Alle 31 Tests gruen.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>