Der Stand lag ueber eine Bestandsaufnahme, drei Konzeptpapiere, vier Umsetzungsplaene und zwei Deploymentcenter-Dokumente verteilt - jedes mit eigener Reihenfolge, teils widersprueglich. Alle offenen Punkte daraus sind in docs/Roadmap.md zusammengefuehrt. Aufbau der neuen Roadmap - Statusvokabular: erledigt / beschlossen-offen / Entscheidung noetig / zurueckgestellt / Idee. Damit steht das Geparkte sichtbar drin, statt in einem Konzeptpapier zu verschwinden. - Herkunft-Spalte traegt das alte Kuerzel (S4, K2, B9, T4, F-A1, C1, DC1), damit die archivierten Papiere auffindbar bleiben, ohne sie zu lesen. - Abschnitt 1 Reihenfolge, 2 offene Entscheidungen, 3 die Vorhaben nach Bereich, 4 Ideenspeicher, 5 Chronik des Erledigten, 6 Modell-Einstufung, 7 Herkunftskarte. Was dabei sichtbar wurde - Neun Entscheidungen blockieren Arbeit, ohne dass sie Aufwand kosten - allen voran Matrix oder Rocket.Chat. Sie stehen jetzt gesammelt in Abschnitt 2 statt verstreut in den Diskussionsteilen der Konzepte. - B8 (keine Tiefenbegrenzung bei AgentComm) ist unveraendert offen. Das ist keine Theorie: A haelt sein Gate, waehrend es auf B wartet - ruft B nun A, warten beide bis zum Timeout. Der Testfall A13 dafuer fehlt bis heute. - Die vier Umsetzungsplaene vom 2026-08-05 sind alle unumgesetzt und waren in keiner Roadmap verzeichnet. Archiv Sechs Dokumente ziehen nach docs/archiv/: Bestandsaufnahme, Konzepte Backup/Finanz/Analyse, Linux-Portierung-Analyse, Lizenz-HardwareId-v2 (gegenstandslos - LicenseLabrador ist ersetzt), Deploymentcenter-Review und der 2.4-Integrationsplan. Sie bleiben als Begruendung lesbar, werden aber nicht mehr fortgeschrieben; das README ordnet jedes einzeln ein und warnt, dass ihre Quelltext-Verweise ins Leere gehen koennen. Bauplan bleibt Bauplan Taskboard, Audit, Staging, Memory, Agentenkommunikation, RocketChat und Deploymentcenter-Integration bleiben in docs/ - sie sind die Detailvorgabe fuer die Umsetzung, nicht Vorhabenlisten. Jedes bekommt oben eine Zeile, die seine Rolle und den Umsetzungsstand nennt und auf die Roadmap zeigt. Dasselbe fuer die vier Umsetzungsplaene: die Reihenfolge gilt in der Roadmap, nicht im Plan. Nebenbei repariert: Taskboard-Konzept und Teststrategie verwiesen auf AgentScheduler und ToolJobScheduler, die seit der Scanner-Konsolidierung geloescht sind. Alle Dokument-Verweise in docs/ sind geprueft. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
6.5 KiB
Umsetzungsplan: AgentEditor härten (Personalverwaltung)
Stand 2026-08-23: beschlossen, noch nicht gebaut. Einordnung siehe Roadmap 3.2 (nach AgentInspector) — die Reihenfolge gilt dort, dieses Dokument ist der Bauplan.
Stand: 2026-08-05 Ziel: Änderungen an Identity und Soul im laufenden Betrieb bleiben möglich, werden aber freigabepflichtig, nachvollziehbar und rücknehmbar. Reihenfolge: Nach AgentInspector. Kein neues Tool — Härtung des bestehenden
AgentEditorTool.
1. Ausgangslage
Das gewünschte „HR-Tool" existiert bereits:
src/ClawdDotNet.Tools.AgentEditor/AgentEditorTool.cs
| Aktion | Verhalten |
|---|---|
list_agents |
Übersicht inkl. Tools, HasIdentity, HasSoul, IsSelf |
read_identity / read_soul |
Datei lesen |
update_identity / update_soul |
Datei schreiben, vorher .bak_<zeitstempel> |
create_agent |
Grundstruktur mit Identity und Soul |
Bereits richtig gelöst: keine AgentSettings.json, keine Chat-Daten,
zeitgestempelte Backups statt Überschreiben, und die Tool-Zuweisung bleibt dem
Menschen vorbehalten.
Ebenfalls bestätigt: Ein Neustart des Agenten ist nötig. Identity und Soul
werden beim Laden in AgentConfig eingelesen
(src/ClawdDotNet.Core/Config/AgentConfig.cs:20,27); einen Reload-Pfad gibt es
nicht. Die Annahme aus der Ideensammlung stimmt also — „anhalten und neu
starten" ist der vorgesehene Weg, kein Fehler.
2. Die drei offenen Lücken
2.1 Keine menschliche Freigabe
PermissionGate (src/ClawdDotNet.Core/Security/PermissionGate.cs) prüft
genau eine Sache:
public bool IsAllowed(string agentId, string toolName, AgentConfig agentConfig)
=> agentConfig.Tools.ContainsKey(toolName);
Wer das Tool hat, darf alles damit. Ein Agent mit AgentEditor kann die
Persönlichkeit jedes anderen Agenten der Instanz umschreiben — unbeaufsichtigt,
zwischen zwei Ticks eines Cron-Jobs.
Die Ideensammlung formuliert den Anspruch anders: Änderungen sollen auf menschliche Anweisung erfolgen. Genau diese Kopplung fehlt.
Lösung — vorhandene Infrastruktur nutzen, nichts neu bauen.
src/ClawdDotNet.Core/Staging/ enthält bereits die vollständige Kette:
StagingPolicy entscheidet je Tool.Aktion, StagingGate fängt den Aufruf
ab, StagingService bietet ApproveAsync/RejectAsync mit decidedBy.
Es genügt, die Regeln zu ergänzen:
["AgentEditor.update_identity"] = StagingDecision.Approve,
["AgentEditor.update_soul"] = StagingDecision.Approve,
["AgentEditor.create_agent"] = StagingDecision.Approve,
Lesende Aktionen bleiben Auto — Staging soll schützen, nicht lähmen (so
begründet es der Kommentar an DefaultRules bereits selbst). Damit wandert
jede Persönlichkeitsänderung in die Freigabeliste, und der Mensch entscheidet.
Das ist zugleich die wörtliche Umsetzung von „auf menschliche Anweisung".
2.2 Selbstbearbeitung ist möglich
HandleListAgents liefert IsSelf bereits mit — ausgewertet wird es nirgends.
Ein Agent kann seine eigene Soul umschreiben: die Datei, die sein Verhalten,
seine Grenzen und seine Vorsicht definiert.
Das ist keine hypothetische Gefahr. Ein Agent, der in einer Schleife feststeckt und „hilfsbereit" sein will, kann sich selbst die Einschränkung wegschreiben, an der er scheitert.
Lösung: update_identity/update_soul mit agentId == context.AgentId
werden abgelehnt — mit einer Begründung, die dem LLM den richtigen Weg zeigt
(„Änderungen an der eigenen Identity/Soul nimmt der Mensch vor; formuliere
deinen Änderungswunsch stattdessen als Vorschlag"). Konfigurierbar über
allowSelfEdit (Default false), damit der Betreiber die Wahl behält.
2.3 Kein Audit, kein Rückweg
Die .bak_-Dateien sind ein guter Anfang, aber:
- sie zeigen nicht, wer die Änderung veranlasst hat,
- es gibt keine Aktion, um sie zurückzuspielen — das ist Handarbeit im Explorer,
- die Antwort ans LLM enthält keinen Diff, also sieht auch der Mensch im Chatverlauf nicht, was sich geändert hat.
Lösung: Audit-Eintrag über die vorhandene IAuditRepository, restore-
Aktion, und ein knapper Diff (geänderte Zeilen, nicht der Volltext) in der
Rückmeldung.
3. Umsetzungsschritte
Slice 1 — Freigabe und Selbstschutz
- Drei Regeln in
StagingPolicy.DefaultRulesergänzen allowSelfEditinAgentEditorToolSettings(Models/ToolSettingsViewModels.cs:498), Defaultfalse- Selbstbearbeitungs-Prüfung in
HandleUpdateFileAsync - Tests: Selbstbearbeitung abgelehnt, mit
allowSelfEdit = trueerlaubt, Staging-Entscheidung je Aktion korrekt aufgelöst
Slice 2 — Nachvollziehbarkeit
- Diff in der Rückmeldung (geänderte Zeilen mit
+/-, gekappt) - Audit-Eintrag je Änderung: Ziel-Agent, Datei, Backup-Name
list_backups-Aktion: vorhandene.bak_-Stände eines Agentenrestore-Aktion: Stand zurückspielen (erzeugt seinerseits ein Backup, damit auch ein Restore rücknehmbar bleibt) — ebenfallsApprove
Slice 3 — Betriebstauglichkeit
- Hinweis in der Erfolgsmeldung: „Wirksam nach Stop/Start des Agenten" (heute fehlt er — der Agent hält die Änderung sonst für sofort aktiv)
frm_InstanceManager: Neustart eines einzelnen Agenten anbieten, falls dafür heute die ganze Instanz neu gestartet werden muss- Aufräumen:
FindAgentDirectorydurch den gemeinsamenAgentDirectoryResolveraus dem AgentInspector-Plan ersetzen .bak_-Dateien in die Aufbewahrungslogik einbeziehen (sie wachsen sonst unbegrenzt) — Menge je Agent begrenzen, z. B. 20 Stände
4. Bewusst nicht umgesetzt
Hot-Reload von Identity/Soul. Technisch machbar, aber ein Agent, der mitten in einem Lauf seine Persönlichkeit wechselt, produziert einen Konversationsverlauf, dessen erste Hälfte einer anderen Rolle gehorcht als die zweite. Der Neustart ist hier die ehrlichere Grenze — und ohnehin der Weg, den die Ideensammlung selbst vorschlägt.
5. Abnahmekriterien
update_soullandet in der Freigabeliste und wird erst nach menschlicher Bestätigung ausgeführt;read_soulläuft weiterhin ohne Rückfrage durch.- Ein Agent kann seine eigene Soul nicht ändern.
- Nach einer Änderung ist im Audit ersichtlich: wer, wann, an wem, welche Datei.
restorestellt einen früheren Stand wieder her und legt dabei selbst ein Backup an.- Die Rückmeldung an den Agenten nennt ausdrücklich, dass die Änderung erst nach einem Neustart greift.