fix(client): Schluessel raus aus argv, Wartezeit einstellbar, Packager sperrt

Fuenf von sechs Befunden einer externen Integration. Der sechste - unsignierte
Lizenzurteile - ist bestaetigt, aber bewusst nicht Teil dieses Commits.

1. Lizenzschluessel stand in der Kommandozeile
   Der Agent nahm --license-key nur als Argument und las keine
   Umgebungsvariablen. "ps" zeigt argv jedem Benutzer der Maschine - exakt die
   Begruendung, mit der UPGRADE.md §5 den Crontab-Weg verwirft. Damit nahm das
   SDK einen bereits geloesten Sicherheitsbefund zurueck.
   Der Agent liest jetzt DC_LICENSE_KEY, DC_DOWNLOAD_USER und
   DC_DOWNLOAD_PASSWORD, Umgebung vor Argument. LaunchUpdateAgent uebergibt
   den Schluessel nicht mehr als Argument, sondern setzt die Variable auf dem
   eigenen Prozess: das Kind erbt den Umgebungsblock, danach wird sie wieder
   entfernt. Das funktioniert auch mit UseShellExecute=true, wo sich
   ProcessStartInfo.Environment nicht setzen laesst.

2. --wait-timeout war nicht durchgereicht
   Der Agent kannte den Parameter, LaunchUpdateAgent hatte keinen dafuer - es
   galten fest 60 Sekunden. Eine Anwendung, die allein fuer host.StopAsync 30
   Sekunden braucht, kommt damit gefaehrlich nah an die Grenze. Neu:
   waitTimeoutSeconds. Ausserdem ist im Quelltext und in der Doku jetzt
   festgehalten, dass exitCurrentApp:true ueber Environment.Exit(0) laeuft und
   damit finally-Bloecke und IHostApplicationLifetime uebergeht - bei offenem
   Zustand die falsche Wahl.

3. ILicensePrompt war tot
   Der Konstruktor nahm es entgegen, legte es in _prompt ab und benutzte es
   nirgends. Wer darauf eine headless-Story aufbaute, baute auf Sand. Neu:
   EnsureLicensedAsync() - zwischengespeicherten Schluessel nehmen, sonst
   fragen, pruefen, bei Ablehnung erneut fragen. allowPrompt:false lehnt ohne
   Cache ab, statt auf eine Eingabe zu warten, die im Dienst nie kommt. Ein
   voruebergehender Netzfehler fuehrt nicht zur erneuten Abfrage - der
   Schluessel ist ja nicht falsch.

4. Der Packager warnte nur
   Er bricht jetzt ab. Anlass war ein echter API-Schluessel in einem
   oeffentlich abrufbaren Paket - und die Warnung war damals ausgerechnet
   unterdrueckt, weil die Datei auf der preserve-Liste stand.
   Zwei Stufen: Dateiname (appsettings.Local.json, master.key, *.pfx, *.db,
   server_settings.xml) und Inhalt (gefuelltes Password=, sk-, ghp_,
   dc_master_, AKIA, private Schluessel). Die Inhaltspruefung findet auch
   Dateien mit unverdaechtigem Namen.
   Platzhalter loesen bewusst nicht aus: "sk-DEIN-SCHLUESSEL-HIER" haette
   sonst jede ausgelieferte Vorlage blockiert, und --allow-secrets waere nach
   einer Woche Gewohnheit. Beim Erproben zuerst genau in diese Falle gelaufen.

5. BuildInfo.targets war nur per Pfad-Import zu haben
   Die Anleitung empfahl einen <Import> ins Nachbar-Repository - das setzt
   voraus, dass beide Arbeitskopien nebeneinander liegen und in derselben
   Fassung stehen. Das Client-Projekt ist jetzt packbar und legt das Target
   unter build/ ins Paket, wo NuGet es selbst importiert.

Ausserdem: Unauthorized wurde nur im statischen Zweig erkannt, im API-Zweig
kam ein 401 als gewoehnlicher HTTP-Fehler an.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Deploymentcenter Bot
2026-08-14 13:47:55 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent e01a608c08
commit 1967b49ad7
7 changed files with 510 additions and 21 deletions
+76 -8
View File
@@ -164,16 +164,28 @@ ein Dienst-Manager den Neustart übernimmt.
### B. MSBuild BuildInfo Generierung
Binde das `Deploymentcenter.BuildInfo.targets` Script in deine `.csproj` ein, damit Version, UTC-Build-Datum und Git Commit-Hash automatisch zur Übersetzungszeit generiert werden:
Version, UTC-Build-Datum und Git-Commit entstehen automatisch zur
Übersetzungszeit. **Seit Version 2.5 genügt dafür der Paketverweis:**
```xml
<PropertyGroup>
<Version>1.4.3</Version>
</PropertyGroup>
<Import Project="..\Deploymentcenter.Client\Deploymentcenter.BuildInfo.targets" />
<ItemGroup>
<PackageReference Include="Deploymentcenter.Client" Version="2.5.0" />
</ItemGroup>
```
Das Targets-File liegt im Paket unter `build/` und wird von NuGet selbst
importiert — ein `<Import>` von Hand entfällt.
> **Der bisherige Weg koppelte zwei Repositories.** Die Anleitung empfahl
> `<Import Project="..\Deploymentcenter.Client\Deploymentcenter.BuildInfo.targets" />`
> — das setzt voraus, dass beide Arbeitskopien nebeneinander liegen und in
> derselben Fassung stehen. Wer nur das Paket bezieht, hatte das Target nicht.
> Der Import per Pfad funktioniert weiterhin, ist aber nicht mehr nötig.
Die Klasse entsteht im Namensraum deines Projekts (`$(RootNamespace)`), nicht im
SDK. Du erreichst sie also ohne `using`:
@@ -360,8 +372,27 @@ Die Muster sind jetzt echte Globs:
| `wwwroot/**/*.css` | auch in Unterverzeichnissen |
| `appsettings*.json` | `appsettings.json`, `appsettings.Production.json`, … |
Der Packager warnt zusätzlich von sich aus, wenn eine Datei nach Zugangsdaten
aussieht und auf keiner der beiden Listen steht.
### Der Packager bricht bei Zugangsdaten ab
Seit Version 2.5 nicht mehr nur eine Warnung. Anlass war ein echter
API-Schlüssel, der so in ein öffentlich abrufbares Paket geriet — und die
Warnung wurde damals ausgerechnet unterdrückt, weil die Datei auf der
`preserve`-Liste stand.
| Stufe | Findet |
|---|---|
| Dateiname | `appsettings.Local.json`, `secrets.json`, `master.key`, `*.pfx`, `*.db`, `server_settings.xml`, … |
| Inhalt | gefüllte `Password=`-Felder, `sk-…`, `ghp_…`, `dc_master_…`, `AKIA…`, private Schlüssel |
Die Inhaltsprüfung findet auch Dateien mit unverdächtigem Namen. Platzhalter
wie `sk-DEIN-SCHLUESSEL-HIER` oder `Password=changeme` lösen **nicht** aus —
sonst würde jede ausgelieferte Vorlage den Build blockieren, und
`--allow-secrets` wäre nach einer Woche Gewohnheit.
**Der Zugangsschutz macht das nicht harmlos.** Ein Schlüssel im Paket ist dann
für jeden Lizenznehmer lesbar statt für alle — besser, aber immer noch falsch.
Notausgang für bewusste Fälle: `--allow-secrets`.
### Versionsgegenprobe
@@ -678,14 +709,51 @@ UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
licenseKey: meineLizenz); // reicht --license-key an den Agenten durch
```
Auf der Kommandozeile:
Auf der Kommandozeile**bevorzugt über die Umgebung**:
```bash
update-agent --project myapp --action update --license-key XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
DC_LICENSE_KEY=XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX \
update-agent --project myapp --action update
```
Ersatzweise `--download-user` und `--download-password` für ein
Installationskonto — das nutzt der Installer bei der Erstinstallation.
`--license-key` gibt es weiterhin, ist aber die schlechtere Wahl: Was in `argv`
steht, zeigt `ps` jedem Benutzer der Maschine. Aus genau diesem Grund verwirft
[UPGRADE.md §5](./UPGRADE.md#5-cron-für-den-watchdog-evaluator-einrichten) den
Weg, den Shared Key im Crontab zu hinterlegen — für einen Lizenzschlüssel gilt
dasselbe. Umgebungsvariablen haben Vorrang vor den Argumenten.
`LaunchUpdateAgent` übergibt den Schlüssel deshalb **nicht** als Argument: Es
setzt `DC_LICENSE_KEY` auf dem eigenen Prozess, der Agent erbt den
Umgebungsblock beim Start, und danach wird die Variable wieder entfernt.
Ersatzweise `DC_DOWNLOAD_USER` und `DC_DOWNLOAD_PASSWORD` (oder
`--download-user` / `--download-password`) für ein Installationskonto — das
nutzt der Installer bei der Erstinstallation.
### Wartezeit beim Übergeben
`LaunchUpdateAgent` gibt dem Agenten mit, wie lange er auf das Ende der
Anwendung warten soll. Vorgabe sind 60 Sekunden:
```csharp
UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
agentPath: agentPath,
projectId: "myapp",
licenseKey: meineLizenz,
waitTimeoutSeconds: 180, // reicht auch für ein langsames StopAsync
exitCurrentApp: false); // siehe unten
```
Läuft die Zeit ab, **bricht der Agent ab, ohne etwas zu verändern** — sicher,
aber eben auch kein Update. Wer allein für `host.StopAsync` 30 Sekunden
braucht, sollte den Wert heraufsetzen.
> **`exitCurrentApp: true` beendet den Prozess mit `Environment.Exit(0)`.**
> Laufende `finally`-Blöcke anderer Threads, `IHostApplicationLifetime` und
> Destruktoren kommen dann nicht mehr zum Zug. Für eine Anwendung mit offenem
> Zustand — Positionen, Transaktionen, ungeschriebene Puffer — ist das die
> falsche Wahl. Dort `exitCurrentApp: false` setzen und anschließend den
> eigenen geordneten Weg gehen; der Agent wartet ohnehin auf das Prozessende.
`UpdateCheckResult.Unauthorized` ist bewusst von einem gewöhnlichen Fehler
getrennt. Ohne diese Unterscheidung sieht ein abgelaufener Vertrag aus wie eine