feat(updateservice): Plattform-Dimension, signierte Releases, Update mit Rollback

Behebt eine Reihe zusammenhaengender Fehler im Update-Weg, die zusammen
verhindert haben, fuer mehr als eine Plattform auszuliefern - und die im
Fehlerfall halb aktualisierte Installationen hinterliessen.

Server
- Migration 009: Spalte platform samt neuem Unique-Key. Zuvor verdraengte das
  zuletzt veroeffentlichte Paket alle anderen Plattformen derselben Version,
  weil ON DUPLICATE KEY auf (slug, version, channel) griff. Ein Linux-System
  zog sich damit das Windows-Paket.
- Aufloesungsregel: je Version das plattformgenaue Paket, sonst das
  plattformunabhaengige. Ein Client ohne Plattformangabe sieht ausschliesslich
  'any' - lieber kein Update als das falsche.
- manifest_json wird endlich befuellt; die Spalte blieb bisher immer leer,
  wodurch die API nie der Rueckfall sein konnte, als der sie gedacht war.
- Releases werden serverseitig mit RSA-SHA256 signiert, neuer Endpunkt
  /api/updateservice/v1/pubkey. Bewusst kein HMAC: der Pruefende laeuft auf
  fremden Systemen und darf den Signierschluessel nicht besitzen.

Packager
- Bricht ab, statt die Versionshistorie zu verlieren. Schlug das Lesen der
  bestehenden latest.json fehl, ersetzte ein leeres catch die komplette
  Historie durch einen einzigen Eintrag - ohne jede Meldung.
- Echte Glob-Muster. Zuvor trafen "logs/**" und "scratch/**" aus der
  mitgelieferten Beispielkonfiguration nie zu.
- preservePatterns: Konfigurationsvorlagen werden ausgeliefert, ersetzen am
  Ziel aber keine vorhandene Datei. Eine settings.json mit Zugangsdaten
  ueberschrieb bisher beim Update die Konfiguration jedes Zielsystems.
- Warnt vor Dateien, die nach Zugangsdaten aussehen und auf keiner Liste stehen.
- Prueft --version gegen die Hauptassembly. Eine Abweichung fuehrte zu einer
  Endlosschleife: Clients aktualisieren, melden weiter die alte Version,
  halten das Release erneut fuer neu.
- --platform mit Ableitung aus dem Publish-Pfad.

Agent
- Anwenden mit Plan, Backup und vollstaendigem Rollback. Die Stelle war als
  "Atomic Replace with Backup" kommentiert und war eine Kopierschleife.
- Verwaiste Dateien werden entfernt, aber nur solche aus dem Manifest der
  Vorversion. Was nicht aus einem Release stammt, bleibt liegen.
- Das laufende Agent-Binary wird zur Seite gelegt statt ueberschrieben.
- API-Rueckfall in FetchManifestAsync; bisher nur im SDK vorhanden, weshalb
  die Anwendung "Update verfuegbar" und der Agent "kein Release" sagen konnte.
- Installierte Version aus --current-version oder manifest.json statt des
  Textes "Unbekannt", der als 0 gelesen wurde und jede Version neuer erscheinen
  liess. Reparatur funktioniert damit auch ohne manifest.json.
- Setzt das Ausfuehrungsbit fuer Linux-Pakete, die unter Windows gebaut wurden.

SDK
- ResolveAgentPath() liefert den plattformrichtigen Namen; ein fest verdrahtetes
  "update-agent.exe" wird unter Linux nie gefunden.
- LaunchUpdateAgent uebergibt jetzt --restart (wurde nie uebergeben, die
  Anwendung blieb nach dem Update zu), --wait-for-pid (kein Wettlauf mehr mit
  dem Herunterfahren) und --platform.

Enthaelt ausserdem die bislang nicht committete Arbeit an Watchdog, Lizenz-
Client und cli/tick.php samt Migration 008; die betroffenen Dateien liessen
sich nicht getrennt stagen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Deploymentcenter Bot
2026-08-09 19:56:35 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 5f9b0c5596
commit 2388b5abe1
37 changed files with 5498 additions and 491 deletions
@@ -0,0 +1,55 @@
-- Migration 009: Plattform-Dimension im UpdateService
--
-- Additive Migration. Der Migrator toleriert 1050/1060/1061/1062/1091.
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Fuer welche Plattform gilt dieses Release?
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Der UpdateService kannte Produkt, Kanal und Version - aber keine Plattform.
-- Seit fuer mehrere Laufzeitkennungen gebaut wird (win-x64, linux-x64, ...)
-- landeten beide Pakete im selben Kanal unter derselben Version und
-- ueberschrieben sich gegenseitig; ein Linux-System zog sich das
-- Windows-Paket. Behelfe waren getrennte Produkt-Slugs oder zweckentfremdete
-- Kanaele - beides trug nicht weit.
--
-- 'any' ist der Wert fuer plattformunabhaengige Releases und zugleich der
-- Bestandsschutz: alles, was vor dieser Migration veroeffentlicht wurde, gilt
-- weiterhin fuer jeden Client, der keine Plattform mitschickt.
ALTER TABLE updateservice_releases
ADD COLUMN platform VARCHAR(32) NOT NULL DEFAULT 'any' AFTER channel;
-- Die Eindeutigkeit muss die Plattform einschliessen, sonst verdraengt das
-- zuletzt veroeffentlichte Paket einer Version alle anderen Plattformen
-- derselben Version (ON DUPLICATE KEY UPDATE greift auf dem alten Schluessel).
ALTER TABLE updateservice_releases
DROP INDEX uq_prod_ver_chan;
ALTER TABLE updateservice_releases
ADD UNIQUE KEY uq_prod_ver_chan_plat (product_slug, version, channel, platform);
-- Die Abfrage lautet immer "Produkt + Kanal + passende Plattform".
ALTER TABLE updateservice_releases
ADD KEY ix_us_lookup (product_slug, channel, platform);
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Signatur des Releases
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Der SHA256 eines Pakets stammt aus derselben Quelle wie das Paket selbst.
-- Das schuetzt gegen Uebertragungsfehler, nicht gegen einen manipulierten
-- Webroot oder gestohlene FTP-Zugangsdaten - ausgerechnet auf dem Pfad, der
-- fremden Code ausfuehrt.
--
-- Bewusst KEIN HMAC: Bei einem HMAC braucht der Pruefende denselben
-- geheimen Schluessel wie der Signierende. Der Agent laeuft auf fremden
-- Systemen; ein dort hinterlegter Schluessel koennte gestohlen und zum
-- Signieren beliebiger Pakete benutzt werden - die Signatur waere wertlos.
-- Beim Lizenzmodul geht HMAC auf, weil dort der Server prueft.
--
-- Stattdessen RSA-SHA256: der Server signiert mit dem privaten Schluessel
-- (security.release_private_key), der Agent prueft mit dem oeffentlichen aus
-- /api/updateservice/v1/pubkey. Base64 einer 2048-bit-Signatur sind 344
-- Zeichen, daher TEXT und nicht VARCHAR(64).
--
-- Optional: Releases ohne Signatur bleiben installierbar, der Agent warnt.
ALTER TABLE updateservice_releases
ADD COLUMN manifest_signature TEXT NULL AFTER manifest_json;