# Deploymentcenter — Lizenzsystem Integration für KI-Agenten > **Zielgruppe**: KI-Agenten & Softwareentwickler > **Gültig ab**: Hardware-ID v2, Deploymentcenter 2.0 > **Plattformen**: Windows, Linux (inkl. systemd und Docker), macOS > **⚠️ Änderungen in Version 2.0** > - `/api/license/v1/validate` bleibt **unverändert** und ohne Token erreichbar. > Ausgelieferte Clients laufen ohne Anpassung weiter. > - `/api/license/v1/deactivate` verlangt weiterhin Authentifizierung — aber mit > dem **neu erzeugten** `shared_key`. Der alte Wert lag im Repository und wurde > ersetzt; wer ihn irgendwo eingetragen hat, muss nachziehen. > - Die Signatur der Offline-Lizenzdateien heißt jetzt ehrlich HMAC-SHA256 statt > irreführend `ED25519_SIG_`. Der frühere „Server Public Key" im WebUI war frei > erfunden und wurde entfernt. > > Umstellungsschritte: **[UPGRADE.md](./UPGRADE.md)** > **⚠️ Änderungen in Version 2.1 — betreffen jede bestehende Integration** > - **Ein HTTP-Fehler ist kein Lizenzurteil mehr.** `ValidateAsync` fällt jetzt > bei jedem erfolglosen Aufruf auf den Offline-Cache zurück, nicht nur bei > einer Exception. Der Status `unknown_error` entfällt, siehe **[§6](#6-fehlerfälle-richtig-behandeln)**. > - **`cache_ttl_hours` wird ausgewertet.** Die Offline-Gnadenfrist ist damit > tatsächlich begrenzt, siehe **[§3](#3-zustandsspeicher-statestorecs--cache-härtung)**. > - `ValidateAsync` nimmt `appVersion` und einen `CancellationToken` entgegen. > - Neu: `LicenseClient.TryGetCachedKey()` und `RevalidateAsync()`. > - `DeactivateAsync` sendet den Schlüssel nur noch als `Authorization: Bearer`. > Der zusätzliche `X-Watchdog-Key` ist entfallen. > - Standard-Zeitgrenze von 15 s statt 100 s. --- ## 0. Antwortformat — bitte beachten Die Lizenz-Endpunkte antworten **ohne** den `status`/`error`-Umschlag der übrigen Deploymentcenter-API. Das Feld `status` auf oberster Ebene trägt den **Lizenzzustand**: ```json { "type": "validation_result", "status": "valid", "issued_at": 1786435199, "expires_at": 1817971199, "cache_ttl_hours": 168, "hardware_id": "2:win:a765bd47...", "license_key": "XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX", "nonce": "der übergebene Wert", "endpoints": { "validate": "/api/license/v1/validate", "deactivate": "/api/license/v1/deactivate" }, "message": "License is valid" } ``` | `status` | Bedeutung | |---|---| | `valid` | Lizenz gültig, Aktivierung eingetragen | | `not_found` | Projekt oder Schlüssel unbekannt | | `revoked` | Lizenz widerrufen **oder diese Hardware gesperrt** | | `suspended` | Lizenz vorübergehend ausgesetzt | | `expired` | Ablaufdatum überschritten | | `activation_limit` | Maximale Anzahl Aktivierungen erreicht | > Diese Sonderstellung ist bewusst: Ein Umschlag mit `status: "success"` würde > von jedem bestehenden Client als „nicht valid" gelesen — sämtliche Lizenzen > gälten schlagartig als ungültig. Wer eine eigene Anbindung schreibt, muss > `status` also **von der obersten Ebene** lesen, nicht aus einem `result`-Objekt. --- ## 1. Architektur & Konzepte Das Lizenzsystem von Deploymentcenter schützt Anwendungen über eine Kombination aus serverseitiger Validierung, plattformunabhängiger Hardware-ID v2 und einem gehärteten lokalen Cache (`LLS2` format with AES-GCM encryption). ### 1.1 Hardware-ID v2 Format Format: `2::<64-Hex-Zeichen>` Beispiele: - `2:win:9f3ab7c1...` (Windows, `HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Cryptography\MachineGuid`) - `2:lin:41e0d5aa...` (Linux, `/etc/machine-id`) - `2:lin:7c9182ff...` (Linux/Container via Umgebungsvariable `DEPLOYMENTCENTER_HWID`) ### 1.2 Hash-Berechnung (KEIN MachineName im Hash) `sha256("LicenseLabrador-HWID-v2" + "\n" + plattform + "\n" + quelle + "\n" + rohwert)` > **WICHTIG**: Der Rechnername steckt **nicht** im Hash. Ein Umbenennen der Maschine verändert die Hardware-ID nicht und verbraucht keine zusätzlichen Aktivierungsplätze. ### 1.3 Quellen-Priorisierung je Plattform #### Windows: 1. `HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Cryptography\MachineGuid` (`machine-guid`) 2. Verkettete physische MAC-Adressen (`mac`) 3. Erzeugte Schlüsseldatei `machine.key` im StorageDirectory (`keyfile`) #### Linux: 1. `/etc/machine-id` (`machine-id`) — muss plausibel sein (Länge >= 16, nicht `uninitialized`, nicht nur Nullen). 2. `/var/lib/dbus/machine-id` (`dbus-machine-id`) 3. `/sys/class/dmi/id/product_uuid` (`dmi-uuid`) 4. Verkettete physische MAC-Adressen (`mac`) 5. Erzeugte Schlüsseldatei `machine.key` (`keyfile`) #### Container / Headless Overrides: Wenn `DEPLOYMENTCENTER_HWID` oder `LICENSELABRADOR_HWID` gesetzt ist, gewinnt diese Variable Plattform-weit (`override`). --- ## 2. Einbindung in C# (.NET Core / .NET 8+) Verwende das NuGet-Paket/Projekt `Deploymentcenter.Client` (Multi-Targeting `netstandard2.0;net8.0`). ### 2.1 Initialisierung und Standard-Validierung ```csharp using System; using System.Threading.Tasks; using Deploymentcenter.Client; public class Program { private static readonly string ServerUrl = "https://dc.mhdf.de"; private static readonly string ProductSlug = "myapp"; // In dc_projects hinterlegter Slug public static async Task Main(string[] args) { // 1. CLI Schalter für Headless/Admin-Operationen abfangen if (args.Length > 0 && args[0] == "--license-status") { var hwInfo = HardwareId.GetHardwareId(ProductSlug); Console.WriteLine($"HWID v2: {hwInfo.HardwareId} ({hwInfo.HwidSource})"); return; } // 2. LicenseClient instanziieren var client = new LicenseClient(); string licenseKey = "LLAB1-98A72-B3C4D-5E6F7-89012"; // 3. Online-Validierung durchführen LicenseValidationResult res = await client.ValidateAsync( ProductSlug, licenseKey, ServerUrl, appVersion: BuildInfo.Version); if (res.IsValid) { Console.WriteLine($"[✔] Lizenz gültig! (Status: {res.Status}, Cached: {res.IsCached})"); } else if (res.IsTransient) { // Kein Urteil, nur keine Verbindung. Weiterlaufen lassen. Console.WriteLine($"[!] Lizenz vorerst nicht prüfbar: {res.Message}"); } else { Console.WriteLine($"[✖] Lizenz ungültig: {res.Message}"); Environment.Exit(1); } } } ``` ### 2.2 Signatur ```csharp Task ValidateAsync( string productSlug, string licenseKey, string serverBaseUrl, string? appVersion = null, CancellationToken cancellationToken = default); ``` `appVersion` landet in der Aktivierungsliste des WebUI. Ohne Angabe greift `LicenseClient.DefaultAppVersion` und danach die Version der Startassembly. Einmal beim Start setzen genügt: ```csharp LicenseClient.DefaultAppVersion = BuildInfo.Version; ``` > Vorher stand hier fest `"1.0.0"`. In der Verwaltungsansicht trug dadurch jede > Installation dieselbe Version, obwohl die Spalte `app_version` dafür da ist. ### 2.3 Ergebnisfelder | Feld | Bedeutung | |---|---| | `IsValid` | Darf die Anwendung laufen? | | `Status` | `valid`, `valid_offline`, `revoked`, `expired`, `not_found`, `activation_limit`, `suspended`, `cache_expired`, `clock_rollback`, `server_unavailable` | | `IsTransient` | **Neu.** Wahr, wenn kein Urteil vorliegt, sondern nur die Verbindung scheiterte | | `IsCached` | Ergebnis stammt aus dem Offline-Cache | | `ExpiresAt` | Ablauf der Lizenz (Unix-Zeit) | | `CacheExpiresAt` | **Neu.** Ende der Offline-Gnadenfrist (Unix-Zeit) | ### 2.4 Zwischengespeicherten Schlüssel lesen ```csharp // Für --license-status: was liegt lokal vor? string? key = LicenseClient.TryGetCachedKey(ProductSlug); LocalCacheData? state = LicenseClient.TryGetCachedState(ProductSlug); // Erneut prüfen, ohne den Schlüssel selbst vorhalten zu müssen var res = await client.RevalidateAsync(ProductSlug, ServerUrl); ``` `ValidateAsync` legt den Schlüssel bei erfolgreicher Prüfung selbst im verschlüsselten Cache ab — eine eigene Ablage braucht es dafür nicht. --- ## 3. Zustandsspeicher (`StateStore.cs`) & Cache-Härtung - **Format**: File Envelope mit Magic `"LLS2"`, 12-Byte Nonce, AES-256-GCM Ciphertext und 16-Byte GCM Tag. - **Schlüsselableitung**: HKDF-SHA256 aus `HardwareId` + `ProductSlug`. - **Windows**: DPAPI-Zusatzhülle um AES-GCM Payload. - **Linux**: Dateirechte `0600` (`chmod 600 state.dat`). - **Sicherheitsvorgabe**: Kein Klartext-Rückfall! Beschädigte oder manipulierte Cache-Dateien werden strikt als Cache-Fehltreffer behandelt. ### 3.1 Offline-Gnadenfrist Der Server meldet in jeder Antwort `cache_ttl_hours` — den projektspezifischen Wert aus `dc_projects.default_cache_ttl_hours`, den du im WebUI unter **Projekte** einstellst. Der Client trägt daraus `CacheExpiresAt` in den Cache ein: **frühestens** die TTL, spätestens der Ablauf der Lizenz selbst. > Vorher wurde das Feld ignoriert und stattdessen das Ablaufdatum der Lizenz als > Cache-Ablauf eingetragen. Bei einer Lizenz bis 2040 war die Frist ohne > Serverkontakt damit praktisch unbegrenzt — die Einstellung im WebUI blieb > wirkungslos. Wer eine eigene Anbindung schreibt: `cache_ttl_hours` auswerten, nicht durch `expires_at` ersetzen. ### 3.2 Schema-Stand des Caches `state.dat` trägt jetzt Schema 3 (zusätzlich `CacheExpiresAt`, `CacheTtlHours`). Schema 2 wird weiterhin gelesen; die Frist wird dort aus `IssuedAt` plus der Standard-TTL von 168 h abgeleitet. Ein SDK-Wechsel erzwingt also **keine** Online-Prüfung. ### 3.3 Migration fremder Cache-Dateien Eine Datei ohne `LLS2`-Kopf wird nur übernommen, wenn ihr `ProductSlug` zu diesem Produkt passt und sie einen Lizenzschlüssel enthält. > Vorher wurde beliebiges JSON nach `LocalCacheData` deserialisiert und sofort > zurückgeschrieben. Passte kein einziges Feld, entstand ein Standardobjekt, das > die ursprüngliche Datei überschrieb. Da LicenseLabrador denselben Pfad und > Dateinamen verwendet — `GetStorageDirectory` berücksichtigt eigens > `LICENSELABRADOR_STORAGE_DIR` —, zerstörte das dessen Cache still. --- ## 4. Kopfloser Betrieb (Headless Services / systemd) > **Diese Schalter baut deine Anwendung selbst** — das SDK bringt keine > CLI mit. Es liefert die Bausteine dafür; die folgende Empfehlung ist eine > Konvention, damit alle Dienste gleich zu bedienen sind. ```bash # Status der Hardware-ID und des lokalen Caches ausgeben my-service --license-status # Lizenzschlüssel festlegen & aktivieren my-service --license-set-key LLAB1-98A72-B3C4D-5E6F7-89012 # Aktivierung für diesen Host aufheben (Freigabe am Server) my-service --license-deactivate ``` Umsetzung mit den Bausteinen des SDK: ```csharp var client = new LicenseClient(); switch (args[0]) { case "--license-status": { var hw = HardwareId.GetHardwareId(ProductSlug); var state = LicenseClient.TryGetCachedState(ProductSlug); Console.WriteLine($"HWID v2: {hw.HardwareId} ({hw.HwidSource})"); Console.WriteLine($"Schlüssel: {LicenseClient.TryGetCachedKey(ProductSlug) ?? "keiner"}"); Console.WriteLine($"Cache: {(state == null ? "leer" : state.Status)}"); if (state != null && state.CacheExpiresAt > 0) { var until = DateTimeOffset.FromUnixTimeSeconds(state.CacheExpiresAt); Console.WriteLine($"Offline noch bis: {until:u}"); } return 0; } case "--license-set-key": // ValidateAsync legt den Schlüssel bei Erfolg selbst im Cache ab. var res = await client.ValidateAsync(ProductSlug, args[1], ServerUrl); Console.WriteLine(res.Message); return res.IsValid ? 0 : 1; case "--license-deactivate": string? key = LicenseClient.TryGetCachedKey(ProductSlug); if (key == null) { Console.Error.WriteLine("Kein Schlüssel hinterlegt."); return 1; } bool ok = await client.DeactivateAsync( ProductSlug, key, ServerUrl, Environment.GetEnvironmentVariable("DC_SHARED_KEY") ?? ""); return ok ? 0 : 1; } ``` > `TryGetCachedKey` und `TryGetCachedState` sind neu in 2.1. Vorher gab es > keinen Weg, den Schlüssel aus dem eigenen Cache zu lesen — jede Anwendung > musste ihn ein zweites Mal selbst ablegen oder direkt `StateStore.Load()` > aufrufen. ### Deaktivierung braucht Authentifizierung `/api/license/v1/deactivate` gibt einen Aktivierungsplatz frei und ist deshalb geschützt — sonst könnte jeder fremde Installationen abmelden. Der Aufruf verlangt den `shared_key` aus `config/config.php`: ```csharp // Der Schlüssel gehört auf den Administrationsrechner, nicht in die // ausgelieferte Anwendung. var client = new LicenseClient(); bool released = await client.DeactivateAsync( productSlug: "myapp", licenseKey: "LLAB1-98A72-B3C4D-5E6F7-89012", serverBaseUrl: "https://dc.mhdf.de", authToken: Environment.GetEnvironmentVariable("DC_SHARED_KEY")); ``` ```bash curl -X POST https://dc.mhdf.de/api/license/v1/deactivate \ -H "Authorization: Bearer $DC_SHARED_KEY" \ -H "Content-Type: application/json" \ -d '{"product":"myapp","license_key":"XXXXX-...","hardware_id":"2:win:a765..."}' ``` Alternativ genügt für Einzelfälle der Knopf **Freigeben** in der Hardware-Liste des WebUI — das ist der übliche Weg und braucht keinen Schlüssel im Feld. > **Nur noch `Authorization: Bearer`.** Frühere SDK-Fassungen schickten denselben > Wert zusätzlich als `X-Watchdog-Key`. Der Name führte in die Irre — hier gehört > der `shared_key` hin, kein Watchdog-Token — und der Server prüft > `X-Watchdog-Key` **vor** `Authorization`. Ein dort versehentlich eingetragenes > Watchdog-Token hätte das richtige Bearer-Token stillschweigend verdrängt und > zu einem unerklärlichen 401 geführt. --- ## 5. Migration v1 → v2 ohne Platzverlust Wenn ein bestehender Windows-Client auf Hardware-ID v2 aktualisiert wird: - Der Client schickt `hardware_id` (v2) **und** `legacy_hardware_id` (v1) mit. - Der Server findet die alte Aktivierung unter `legacy_hardware_id` und zieht den Datenbank-Eintrag lautlos auf v2 um. - Es wird kein zusätzlicher Aktivierungsplatz verbraucht! --- ## 6. Fehlerfälle richtig behandeln **Nur ein gelesenes Urteil ist ein Urteil.** Ein HTTP-Fehler sagt nichts über die Lizenz aus — er sagt, dass die Frage nicht beantwortet wurde. `ValidateAsync` fällt deshalb bei **jedem** erfolglosen Aufruf auf den Offline-Cache zurück: Netzfehler, Zeitüberschreitung, `429`, `5xx`, und auch bei einer erfolgreichen Antwort, die sich nicht auswerten lässt (etwa der Fehlerseite eines Proxys mit Statuscode 200). ```csharp var res = await client.ValidateAsync(ProductSlug, key, ServerUrl); if (res.IsValid) { // valid oder valid_offline — weiterarbeiten } else if (res.IsTransient) { // server_unavailable, cache_expired: kein Urteil, nur keine Auskunft. // Warnen, weiterlaufen lassen, später erneut prüfen. logger.Warn(res.Message); } else { // revoked, expired, not_found, activation_limit, suspended, clock_rollback // Das ist ein Urteil. Jetzt darf beendet werden. Environment.Exit(1); } ``` ### Wenn Beenden die gefährlichere Option ist `Environment.Exit(1)` ist die richtige Antwort für ein Werkzeug, das man einfach nicht mehr benutzen darf. Für ein System, das **offene Verpflichtungen verwaltet**, ist es die falsche: Ein Handelssystem mit offenen Positionen, eine Maschinensteuerung im Zyklus, ein Dienst mitten in einer Transaktion — die dürfen bei einer abgelaufenen Lizenz nicht einfach aufhören. Der Schaden aus dem abrupten Ende wäre größer als der aus dem Weiterlaufen. Die brauchbare Antwort ist **Sperrbetrieb statt Abbruch**: Was neue Verpflichtungen eingeht, wird abgeschaltet; was bestehende abwickelt, läuft weiter. ```csharp if (!res.IsValid && !res.IsTransient) { logger.Error("Lizenz ungültig: {0}. Wechsle in den Sperrbetrieb.", res.Message); // Was neue Verpflichtungen eingeht: aus. strategyEngine.StopOpeningPositions(); scheduler.PauseNewJobs(); // Was bestehende abwickelt: bleibt an. // - Risikoüberwachung // - Schließen offener Positionen // - Ordnungsgemäßes Herunterfahren, wenn nichts mehr offen ist riskManager.KeepRunning(); notifier.Alert("Lizenz abgelaufen - Sperrbetrieb. Keine neuen Positionen."); } ``` Wer diesen Weg geht, sollte zwei Dinge festhalten: **wann** aus dem Sperrbetrieb ein Ende wird (etwa sobald keine Position mehr offen ist), und **dass der Zustand sichtbar ist** — ein Sperrbetrieb, den niemand bemerkt, ist ein stiller Ausfall. Der Offline-Cache federt das übrigens schon ab: Eine kurzzeitig nicht erreichbare Prüfung führt gar nicht erst hierher, dafür ist `IsTransient` da. Hier geht es um das echte Urteil. | Status | `IsTransient` | Bedeutung | |---|---|---| | `valid` | – | Vom Server bestätigt | | `valid_offline` | – | Aus dem Cache, Gnadenfrist läuft noch | | `server_unavailable` | **ja** | Keine Verbindung **und** kein brauchbarer Cache | | `cache_expired` | **ja** | Gnadenfrist abgelaufen, Server weiterhin stumm | | `revoked`, `expired`, `not_found`, `activation_limit`, `suspended` | nein | Endgültig | | `clock_rollback` | nein | Systemuhr zurückgedreht, Online-Prüfung nötig | > **Was sich geändert hat:** Der Cache-Zweig lag zuvor ausschließlich im > `catch`. Ein `429` oder `500` wirft aber keine Exception — die Prüfung fiel aus > dem Erfolgszweig heraus und endete als `unknown_error`, **ohne den Cache auch > nur zu befragen**. Ein Server-Schluckauf entzog damit die Lizenz, ein gezogenes > Netzkabel nicht. Der Status `unknown_error` existiert nicht mehr. ### Ratenbegrenzung `/validate` ist auf 120 Anfragen pro Minute und IP begrenzt. Darüber kommt `429` mit `{"status":"error","error":{"code":"rate_limited"}}` — hier greift ausnahmsweise das Umschlagformat, weil die Drosselung vor der Lizenzlogik zuschlägt. Hinter einem NAT mit vielen Installationen ist das erreichbar. Der Client verwendet in diesem Fall den lokalen Cache und versucht es später erneut. ### Zeitgrenze Der intern erzeugte `HttpClient` hat jetzt 15 s statt der 100 s des .NET-Standards — sonst stand eine Anwendung beim Start bis zu anderthalb Minuten still, wenn der Server nicht antwortete. Ein selbst übergebener `HttpClient` wird nicht verändert; dessen Zeitgrenze verantwortet der Aufrufer.