Drei Dinge, die beim ersten Lauf des Installers auf einer Linux-Maschine auffielen. 1. Die Release-Ablage wies Administratorkonten ab. ReleaseGuard nahm nur die Rolle 'installer' in die .htpasswd auf, waehrend Installskripte und Agent ausdruecklich sagten, ein Administratorkonto tue es auch: Anmeldung und Katalog gelangen, erst der Download endete mit 401 - und die Meldung sprach von abgelaufenen Lizenzen, die es bei einer Erstinstallation gar nicht geben kann. Adminkonten zaehlen jetzt zu den Installationskonten. FORMAT_VERSION auf 3, damit reconcile() die Dateien sofort neu schreibt statt erst beim naechsten turnusmaessigen Lauf; ein neu angelegtes Konto landet ausserdem unabhaengig von seiner Rolle sofort darin. Bei einem 401 mit Benutzerzugangsdaten nennt der Client jetzt Konto und zugangsberechtigte Rollen, und der Agent bricht ab, statt ueber die API weiterzusuchen und dieselbe Meldung ein paar Schritte spaeter ein zweites Mal zu zeigen. 2. Der Installer prueft die .NET-Laufzeit. Bisher endete eine gelungene Installation auf einer Maschine ohne .NET mit einer Anwendung, die sich nicht starten laesst - und die Fehlersuche begann beim Deploymentcenter, weil das der letzte bewusste Schritt war. Gelesen wird die runtimeconfig.json der Anwendung und mit "dotnet --list-runtimes" verglichen; fehlt etwas, nennt der Installer den Installationsbefehl fuer diese Plattform. Eigenstaendig veroeffentlichte Pakete werden nicht bemaengelt, rollForward wird beachtet. 3. Die Ueberwachung der Maschine entsteht im Installer. Zwei Fragen - Name im Dashboard und ob eingeplant werden soll - statt fuenf Schritten in der Oberflaeche an einem anderen Rechner. Monitor, Token mit genau watchdog:ping, Skript, Dateirechte, ein Heartbeat zur Probe und der Cron-Eintrag bzw. die geplante Aufgabe entstehen daraus. Fuer Maschinen ohne Installation: --action monitor. Die Agent-Skripte werden jetzt in src/Modules/Watchdog/AgentScript.php erzeugt - von Oberflaeche und Installer gemeinsam - und melden Last, Speicher, Plattenbelegung und Laufzeit mit, statt nur "status: ok". Beim Ausfuehren fielen zwei Fehler auf, die dort behoben sind: df -P verrutscht bei Geraetenamen mit Leerzeichen (gezaehlt wird jetzt von hinten), und ohne LC_ALL=C erzeugt awk auf einem deutschen System "12,5" und damit kaputtes JSON. Neu: POST /api/setup/v1/agent. SDK 2.6.0 mit SetupClient.RequestWatchdogAgentAsync(). Die OpenAPI-Beschreibung des neuen Endpunkts bleibt zunaechst aussen vor: public/api/openapi.php traegt gerade auch fremde, noch nicht committete Aenderungen aus einer parallel laufenden Arbeit. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Umstellung auf Version 2.0 — Ablaufplan
Diese Fassung enthält Sicherheitskorrekturen, die das Verhalten der Schnittstellen ändern. Bitte in dieser Reihenfolge vorgehen.
Version 2.1 ergänzt Korrekturen im .NET-SDK und ein neues Feld am Heartbeat. Sie erfordert keine Konfigurationsänderung, aber eine Datenbankmigration und ein Nachziehen der Clients: §14 Umstellung auf 2.1.
Version 2.2 überarbeitet den UpdateService grundlegend: Plattform-Dimension, signierte Releases, Staging-Swap mit Rollback und geschützte Konfigurationsdateien. Vor dem nächsten Release einzuspielen — §15 Umstellung auf 2.2.
Version 2.4 stellt die Release-Ablage hinter einen Zugangsschutz. Reihenfolge beachten: erst das SDK ausliefern, dann scharfschalten — sonst bekommen bestehende Installationen keine Updates mehr. §16 Umstellung auf 2.4.
1. Vor dem Deployment: Zugangsdaten wechseln
Serverdaten.txt, config/config.php, config/.htpasswd und
scripts/deploy_config.json lagen im Git-Repository. Sie sind jetzt per
.gitignore ausgeschlossen und aus dem Index entfernt — die Git-Historie
enthält sie aber weiterhin. Alle betroffenen Zugangsdaten sind daher als
kompromittiert zu behandeln:
- MySQL-Passwort ändern, danach in
config/config.phpeintragen - FTP-Passwort ändern, danach in
scripts/deploy_config.jsoneintragen .htpasswd-Passwort fürdeployneu setzen- Git-Token
eb429575…widerrufen und neu ausstellen - Admin-Passwort im WebUI ändern (die alte Fassung setzte es bei jedem
Aufruf von
install_db.phpaufAdmin1337!Admin1337!zurück — jeder im Internet konnte das auslösen)
Wenn die Historie bereinigt werden soll, geht das mit
git filter-repo. Das schreibt
alle Commit-Hashes um; bei einem Repository mit mehreren Nutzern vorher abstimmen.
2. Konfiguration ergänzen
config/config.php braucht drei neue Schlüssel unter security. Die
mitgelieferte Datei enthält bereits erzeugte Werte; für eine neue Installation:
cp config/config.example.php config/config.php
openssl rand -hex 32 # je einmal für shared_key, webhook_key, license_key
| Schlüssel | Zweck |
|---|---|
security.shared_key |
Server-zu-Server-Aufrufe: Evaluator-Cron, Migration, Deaktivierung |
security.webhook_key |
HMAC-Signatur ausgehender Webhooks |
security.license_key |
Signatur der Offline-Lizenzdateien (.lic) |
app.debug |
Auf Produktivsystemen false — steuert, ob Exception-Texte ausgeliefert werden |
Der bisherige
shared_key(DC_MASTER_SECURE_TOKEN_2026_x98f) stand im Repository und wurde ersetzt. Wer ihn irgendwo eingetragen hat — etwa für/api/license/v1/deactivate— muss den neuen Wert nachziehen.
3. Deployment
python scripts/deploy.py
Das Skript überträgt unter anderem die neuen Verzeichnisse var/ (Logs) und
die zusätzlichen .htaccess-Dateien in config/, src/ und sql/.
4. Migration ausführen
Im WebUI anmelden, dann System → DB-Migration → Migration jetzt ausführen.
Alternativ über die Kommandozeile:
php public/install_db.php
Oder mit dem Shared Key:
curl -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>" https://dc.mhdf.de/install_db.php
Die Migration ist additiv und legt an bzw. korrigiert:
dc_migrations— vermerkt angewendete Versionen, damit nichts doppelt läuftdc_login_attempts— Drosselung fehlgeschlagener Anmeldungendc_webhooks— ausgehende Benachrichtigungen- Bugtracker: Claim/Lease,
client_ref,dedup_key, Code-Kontextfelder, Indizes - Watchdog:
last_state_change_utc,down_since_utc, Zustandunknown - Reparatur von Migration 005 — deren Spalten (
push_id,target_agent,tags) fehlten bisher auf Datenbanken, die aus Migration 004 stammen. Die alte Fassung nutzte dynamisches SQL, dessen Semikolons in String-Literalen vom damaligen Installer als Statement-Ende gelesen wurden; die Fehler wurden stillschweigend verschluckt. - Reparatur der Token-Hashes — die Validierung vergleicht jetzt nur noch den SHA-256-Hash. Die geseedeten Beispiel-Tokens trugen Hashes, die nicht zu ihrem Klartext passten; sie werden korrigiert, damit bestehende Tokens weiterhin funktionieren.
5. Cron für den Watchdog-Evaluator einrichten
Ohne diesen Schritt sind die Monitor-Zustände wertlos. Der Evaluator fehlte bisher vollständig — der Zustand änderte sich nur beim Eintreffen eines Heartbeats, ein ausgefallener Server blieb dauerhaft grün.
Empfohlen: interner Aufruf (seit 2.1)
* * * * * /usr/bin/php /pfad/zum/deploymentcenter/cli/tick.php --quiet
Das entspricht dem früheren watchdog/cli/tick.php. Gegenüber dem HTTP-Weg:
- Kein Schlüssel im Crontab.
pszeigt die Argumente laufender Prozesse jedem Nutzer der Maschine — bei einemcurl -H "Authorization: Bearer …"also auch den Shared Key. - Keine Abhängigkeit von Webserver, TLS oder DNS. Der Evaluator läuft auch dann, wenn der Webserver klemmt — also gerade dann, wenn das Erkennen von Ausfällen wichtig ist.
- Keine überlappenden Läufe. Das Skript sperrt sich per
flockselbst; ein langsamer Vorlauf führt nicht zu doppelten Alarmen.
--quiet gibt nur bei Zustandswechseln und Fehlern etwas aus — sonst erzeugt
ein minütlicher Job 1440 Cron-Mails am Tag. Rückgabewerte: 0 erfolgreich,
1 Fehler, 2 übersprungen (es lief bereits ein Tick).
Alternativ: über die Schnittstelle
Sinnvoll, wenn der Cron auf einer anderen Maschine läuft als die Anwendung:
* * * * * curl -fsS -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>" https://dc.mhdf.de/api/watchdog/v1/evaluate > /dev/null
Beide Wege rufen denselben Code auf und schreiben denselben Lauf-Vermerk in
watchdog_cron_jobs — nur einen von beiden einrichten.
Solange der Job fehlt, zeigt das WebUI oben einen Warnhinweis mit einer Schaltfläche für einen einmaligen Lauf.
6. Agenten-Tokens ausstellen
Die Ingest-Endpunkte verlangen jetzt zwingend ein Token.
- WebUI → Token-Verwaltung → Master-Token erstellen
- Scopes wählen (für einen Coding-Agenten:
bugtracker:report,bugtracker:read,bugtracker:manage) - Master-Token einmalig kopieren und auf dem Agenten-Rechner als
DC_TOKENhinterlegen — oder den Agenten per/api/tokens/v1/provisionein eigenes Sub-Token ziehen lassen
7. Bestehende Integrationen anpassen
| Betroffen | Was zu tun ist |
|---|---|
Aufrufe von /api/bugtracker/v1/report ohne Token |
Token-Header ergänzen |
Aufrufe von /api/bugtracker/v1/projects ohne Token |
Token-Header ergänzen |
| Skripte, die Releases veröffentlichen | Token mit updateservice:publish ergänzen |
| Auswertung der Antworten | Neues Format: {"status":"success",…} bzw. {"status":"error","error":{"code":…}} |
Watchdog-Agenten mit wd_live_…-Token |
Laufen unverändert weiter |
Clients, die /api/updateservice/v1/check aufrufen |
Unverändert, weiterhin ohne Token |
Clients, die /api/license/v1/validate aufrufen |
Unverändert, weiterhin ohne Token |
8. Zeitzonen
Datenbankzeitstempel liegen jetzt durchgängig in UTC; das WebUI rechnet für
die Anzeige in app.timezone (Europe/Berlin) um. Vorhandene Datensätze wurden
in Serverzeit geschrieben und erscheinen daher einmalig um den Zeitzonenversatz
verschoben. Für Monitoring-Daten ist das ohne Bedeutung, für den Audit-Log
gegebenenfalls beachten.
9. Prüfen, ob alles läuft
curl https://dc.mhdf.de/api/health -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>"
Erwartet wird "healthy": true, eine leere schema.pending-Liste und ein
checks.evaluator.ok von true.
Zusätzlich stichprobenartig im WebUI prüfen:
- Anmeldung funktioniert
- Projekt anlegen und wieder löschen
- Monitor bearbeiten — das Feld Betriebssystem bleibt nach dem Speichern erhalten (wurde zuvor bei jedem Speichern geleert)
- Bugtracker: „🔍 Details" öffnet den Dialog, „✔" öffnet den Lösen-Dialog (dessen HTML fehlte bisher komplett)
- Token widerrufen und löschen (warf zuvor
HY093) - Lizenz-Aktivierung freigeben (warf zuvor
Class "Audit" not found) - Nach dem Speichern F5 drücken — es entsteht kein zweiter Eintrag mehr
10. Fehler-Stream (Migration 007)
Neu ist eine eigene Schnittstelle für Laufzeitfehler, gedacht für den globalen Exception-Handler einer Anwendung:
POST /api/errors/v1/report
Gespeichert wird in derselben Tabelle wie der Bugtracker — ein zweiter Speicher wäre nur ein zweiter Ort, an dem man suchen müsste. Die Trennung von Rauschen und Signal leisten stattdessen Ignore-Regeln.
Bekannte, harmlose Fehler stummschalten
Im WebUI unter Bugtracker → 🔇 Ignore-Regeln. Ein Treffer bedeutet nicht „wegwerfen": Der Fehler wird weiterhin erfasst und hochgezählt, bleibt aber aus der Übersicht heraus und löst keine Benachrichtigung aus.
Der Zähler ist dabei der eigentliche Zweck. Zu jeder Regel lässt sich eine Alarmschwelle hinterlegen — dass ein bekannter Fehler auftritt, ist normal; dass er plötzlich hundertmal so oft auftritt, bedeutet, dass sich etwas geändert hat.
Eine deaktivierte Vorlage für den Duplicate-Entry-Fall liegt bereits vor; sie lässt sich im WebUI anpassen und einschalten.
Gruppierung
Veränderliche Anteile werden beim Zusammenfassen ausgeblendet: Werte in
Anführungszeichen, die Ziffern enthalten, Speicheradressen, GUIDs, Zeitstempel
und Zeilennummern. Duplicate entry 'MKT-88213' und Duplicate entry 'AA-1'
landen damit in einer Gruppe — ein anderer Unique-Key dagegen nicht.
Hinweis: Migration 007 ändert die Berechnung des Gruppenschlüssels. Bereits erfasste Einträge behalten ihren alten Schlüssel; ein erneut auftretender Fehler legt daher einmalig eine neue Gruppe an. Danach ist der Zustand wieder konsistent.
11. Metrik-Verlauf und Health-Checks
Numerische Werte aus dem Heartbeat-Feld metrics werden jetzt mit Zeitstempel
abgelegt (Aufbewahrung 14 Tage) und lassen sich über
GET /api/watchdog/v1/metrics abfragen. Zuvor wurde metrics_json bei jedem
Heartbeat überschrieben — es gab immer nur den letzten Moment.
Zusätzlich kann eine Anwendung ihren Gesundheitszustand selbst mitschicken:
{ "source": "polytrader-worker", "status": "ok", "interval": 60,
"checks": {
"db": { "ok": true },
"market_feed": { "ok": false, "message": "Letzter Tick vor 14 min" }
} }
Das Deploymentcenter interpretiert die Namen nicht — es liest nur ok und
message. Schlägt eine Prüfung fehl, wird ein als ok gemeldeter Heartbeat auf
warning herabgestuft. Es müssen keine Ports geöffnet werden, der Weg ist
ausgehend.
Neu sind außerdem die Statuswerte stopped und maintenance. Ohne sie erzeugte
jedes geplante Herunterfahren wenige Minuten später einen Fehlalarm — es gab
schlicht keinen Weg, ein beabsichtigtes Ende mitzuteilen:
{ "source": "polytrader-worker", "status": "stopped",
"message": "Dienst planmäßig beendet" }
Der Evaluator lässt solche Monitore in Ruhe, bis wieder ein normaler Heartbeat eintrifft.
12. Abhängigkeitsbewusste Alarmierung
Fällt ein Monitor aus, für den parent_source gesetzt ist, und ist der
übergeordnete Monitor selbst unten, wird der Alarm für das Kind unterdrückt.
Der Zustand bleibt im Dashboard sichtbar.
Vorher erzeugte ein ausgefallener Hypervisor mit zwölf VMs dreizehn Meldungen für ein Problem.
Damit das greift, muss die Hierarchie gepflegt sein — im WebUI unter WatchDog → System-Hierarchie über das Feld Übergeordnete Entität.
13. Optional: Webhooks
Ereignisgesteuerte Benachrichtigung statt Polling. Ziel direkt in der Datenbank eintragen:
INSERT INTO dc_webhooks (name, url, project_slug, events, secret, enabled)
VALUES ('Telegram Alarm', 'https://n8n.example.com/webhook/dc',
NULL, 'bug.critical,monitor.down', 'geheimnis', 1);
Verfügbare Ereignisse: bug.created, bug.critical, bug.resolved,
feature.created, monitor.down, monitor.recovered, release.published,
oder * für alle.
Jede Zustellung trägt eine Signatur:
X-DC-Timestamp: 1754563200
X-DC-Signature: sha256=<hex(hmac_sha256(secret, timestamp + "." + body))>
Nach 20 Fehlversuchen in Folge deaktiviert sich ein Webhook selbst.
14. Umstellung auf 2.1
Diese Fassung korrigiert Fehler im .NET-SDK, ergänzt ein Feld am Heartbeat und vervollständigt die OpenAPI-Beschreibung. Keine Konfigurationsänderung nötig.
14.1 Serverseitig
- Migration 008 ausführen (Spalte
app_versioninwatchdog_monitors). Läuft wie die übrigen über den Migrator, siehe §4. /api/openapi.jsonabrufen und prüfen, dass die Lizenz-Endpunkte und/api/watchdog/v1/event,/events,/statusjetzt enthalten sind.
Bestehende Agenten laufen unverändert weiter; alle neuen Felder sind optional.
14.2 Clientseitig (Deploymentcenter.Client)
Die folgenden Änderungen betreffen jede bestehende Integration:
| Änderung | Was zu tun ist |
|---|---|
unknown_error entfällt |
Wer diesen Status abfängt, prüft stattdessen IsTransient |
| Cache-Rückfall bei jedem HTTP-Fehler | Eigene Behelfslösungen für 429/5xx können entfallen |
cache_ttl_hours wird ausgewertet |
Offline-Gnadenfrist prüfen: Vorgabe je Projekt im WebUI |
app_version ist Parameter |
LicenseClient.DefaultAppVersion beim Start setzen |
X-Watchdog-Key entfällt bei DeactivateAsync |
Nur noch Authorization: Bearer |
BuildInfo.targets erzeugt in $(RootNamespace) |
Import ist jetzt möglich; ggf. using entfernen |
| API-Rückfall der Update-Prüfung liefert vollständige Daten | Eigene Umgehungen können entfallen |
Ausführlich: LICENSE_INTEGRATION_GUIDE §6 und UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE §2B/§2C.
14.3 Cache-Schema
state.dat trägt jetzt Schema 3. Schema 2 wird weiterhin gelesen — ein
SDK-Wechsel erzwingt keine erneute Online-Prüfung. Ein Rückschritt auf ein
älteres SDK dagegen schon: das kennt Schema 3 nicht und behandelt den Cache als
Fehltreffer.
15. Umstellung auf 2.2
Diese Fassung behebt eine Reihe von Fehlern im Update-Weg, die zusammengenommen verhindert haben, dass für mehr als eine Plattform ausgeliefert werden konnte — und die im Fehlerfall halb aktualisierte Installationen hinterließen.
Diese Umstellung gehört vor das nächste Release, nicht danach.
15.1 Was sich ändert
| Bereich | Vorher | Jetzt |
|---|---|---|
| Plattformen | nicht vorhanden — win-x64 und linux-x64 überschrieben sich |
eigene Dimension platform, getrennte Ablage |
| Konfigurationsdateien | wurden beim Update überschrieben | preservePatterns schützt sie |
| Ausschlussmuster | nur *.endung und exakte Namen |
echte Globs (**, *, ?) |
| Abbruch beim Anwenden | halb aktualisierte Installation | Backup, automatischer Rollback |
| Entfernte Dateien | blieben für immer liegen | werden aufgeräumt |
| Agent im Paket | überschrieb sich selbst | wird zur Seite gelegt und ersetzt |
| Übergabe an den Agenten | Wettlauf, kein Neustart | PID-Handschlag und --restart |
| Versionsangabe | ungeprüft | wird gegen die Assembly gehalten |
| Paketherkunft | nur SHA256 aus derselben Quelle | RSA-Signatur des Servers |
manifest_json |
Spalte blieb immer leer | wird befüllt, API ist vollwertiger Rückfall |
15.2 Serverseitig
- Migration 009 ausführen (
platform,manifest_signature, neuer Unique-Key). Additiv; bestehende Releases erhaltenplatform = 'any'und bleiben für alle Clients erreichbar. - Signierschlüssel erzeugen und in
config/config.phpeintragen:
openssl genrsa -out /etc/dc/release-signing.pem 2048
chmod 600 /etc/dc/release-signing.pem
chown www-data:www-data /etc/dc/release-signing.pem
'release_private_key' => dc_env('DC_RELEASE_SIGNING_KEY', '/etc/dc/release-signing.pem'),
- Prüfen, dass der öffentliche Schlüssel ausgeliefert wird:
curl https://dc.mhdf.de/api/updateservice/v1/pubkey
Bewusst RSA und kein HMAC. Bei einem HMAC braucht der Prüfende denselben geheimen Schlüssel wie der Signierende. Der Agent läuft auf fremden Systemen; ein dort hinterlegter Schlüssel ließe sich auslesen und zum Signieren beliebiger Pakete verwenden — die Signatur wäre wertlos. Beim Lizenzmodul geht HMAC auf, weil dort der Server prüft.
Ohne Schlüssel bleibt alles funktionsfähig; Releases sind dann unsigniert, und der Agent weist bei jedem Update darauf hin.
15.3 Packager
packager.config.jsonumpreservePatternsergänzen (Vorlage inpackager.config.example.json).- Prüfen, welche Konfigurationsdateien im Publish-Verzeichnis liegen.
Der Packager warnt jetzt von sich aus vor Dateien, die nach Zugangsdaten
aussehen und weder ausgeschlossen noch geschützt sind. Diese Warnung ernst
nehmen: eine
settings.jsonmit Datenbankpasswort, die bisher mitgeliefert wurde, hat beim Update die Konfiguration jedes Zielsystems überschrieben. - Aufrufe um
--platformergänzen:
pack-and-deploy --project myapp --version 1.4.3 --channel prod \
--platform win-x64 \
--publish-dir ./bin/Release/net8.0/win-x64/publish
Ohne --platform versucht der Packager, die Kennung aus dem Publish-Pfad
abzuleiten. Gelingt das nicht, gilt das Release als plattformunabhängig und es
erscheint eine Warnung.
- Die Version wird jetzt gegen die Hauptassembly geprüft. Weicht sie ab,
bricht der Vorgang ab. Das ist der Fall, in dem
<Version>nur in einem der beteiligten Projekte steht — der Wert gehört in dieDirectory.Build.props, damit alle denselben tragen. Notausgang für bewusste Abweichungen:--ignore-version-mismatch.
15.4 Clientseitig
UpdateClient.CheckForUpdateAsync hat einen zusätzlichen Parameter platform
vor dem CancellationToken. Wer den Token bisher positionell übergeben hat,
bekommt einen Übersetzungsfehler — kein stilles Fehlverhalten.
Der Aufruf des Agenten sollte umgestellt werden:
var agentPath = UpdateClient.ResolveAgentPath(); // plattformrichtiger Name
if (agentPath != null && checkResult.UpdateAvailable)
{
UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
agentPath: agentPath,
projectId: "myapp",
channel: "prod",
currentVersion: BuildInfo.Version, // für Ziele ohne manifest.json
exitCurrentApp: true); // Neustart und PID-Handschlag
// sind jetzt Vorgabe
}
| Änderung | Wirkung |
|---|---|
ResolveAgentPath() |
Findet update-agent bzw. update-agent.exe — ein fest verdrahteter .exe-Name wird unter Linux nie gefunden |
--restart wird übergeben |
Die Anwendung startet nach dem Update wieder. Bisher blieb sie einfach zu |
--wait-for-pid wird übergeben |
Der Agent wartet auf das Ende der Anwendung, statt über gesperrte Dateien zu kopieren |
--platform wird übergeben |
Es kann kein Paket einer fremden Plattform mehr gezogen werden |
15.5 Den Agenten aus dem Paket nehmen
Liegt update-agent im Publish-Verzeichnis, wandert er ins Paket und wird beim
Update mit ausgeliefert. Das ist zulässig — der Agent legt seine laufende Datei
inzwischen zur Seite und ersetzt sie —, aber es lohnt sich, bewusst zu
entscheiden:
- Mitliefern: Der Agent aktualisiert sich selbst mit. Die alte Fassung bleibt
als
update-agent.exe.dc-oldliegen und wird beim nächsten Start entfernt. - Ausschließen:
"update-agent*"inexcludePatterns. Dann wird der Agent getrennt gepflegt.
15.6 Prüfen
curl "https://dc.mhdf.de/api/updateservice/v1/check?product=myapp&version=0.0.0&channel=prod&platform=win-x64"liefert das Windows-Paket, mitplatform=linux-x64das Linux-Paket.- Ohne
platformkommen ausschließlich Releases mitplatform=any. Das ist Absicht: ein Client, der seine Kennung nicht nennt, soll lieber kein Update bekommen als das falsche. - Im WebUI zeigt die Release-Übersicht eine Spalte Plattform und kennzeichnet unsignierte Releases.
- Ein Update auf einem Testsystem:
appsettings.jsonbehält danach die eingerichteten Werte, und eine Datei, die es im neuen Release nicht mehr gibt, ist verschwunden.
16. Umstellung auf 2.4
Die Release-Ablage liegt jetzt hinter HTTP-Basic-Auth. Zugang hat, wer einen gültigen Lizenzschlüssel für das Produkt besitzt — oder ein Installationskonto.
Ausführlich: UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE §5A
16.1 Reihenfolge — das ist der kritische Teil
Erst ausliefern, dann scharfschalten. Der Zugangsschutz sperrt jede Anwendung aus, die noch mit dem alten SDK gebaut ist: Sie schickt keine Zugangsdaten und bekommt ab dem Moment nur noch 401. Andersherum sperrst du deine eigene Installationsbasis aus.
- SDK auf 2.4 heben und
licenseKeyanCheckForUpdateAsyncundLaunchUpdateAgentübergeben. - Ein Release mit dem neuen SDK bauen und veröffentlichen.
- Warten, bis die Installationen dieses Release gezogen haben.
- Erst dann den Schutz erzeugen — WebUI → UpdateService → 🔒 Zugangsschutz → Zugangsschutz jetzt neu erzeugen.
Läuft cli/tick.php als Cron, erzeugt es den Schutz beim ersten Lauf nach dem
Deployment von selbst. Wer die Reihenfolge einhalten will, spielt den
Serverteil also erst dann ein, wenn Schritt 3 erledigt ist.
Neue Produkte: die Reihenfolge oben gilt für sie nicht.
ReleaseGuardüberspringt Verzeichnisse, die es nicht gibt — für ein Produkt ohne Release ist/releases/<slug>/schlicht nicht vorhanden und damit auch nicht geschützt. Das Verzeichnis entsteht erst mit dem ersten Upload, und der nächstetick.php-Lauf legt den Schutz darin an.Es gibt also kein Zeitfenster, in dem sich ein noch ungeschütztes Release herunterladen ließe, um dann das SDK nachzuziehen. Der erste ausgelieferte Build muss die Zugangsdaten bereits mitbringen — sonst fällt die Tür hinter ihm zu.
Für Neuprodukte lautet die Reihenfolge daher schlicht: SDK 2.4 einbinden,
licenseKeyübergeben, dann das erste Release veröffentlichen.
16.2 Was wo eingetragen wird
Je Produktverzeichnis eine .htpasswd mit den aktiven, nicht abgelaufenen
Lizenzen dieses Produkts (Benutzername = Passwort = Schlüssel) und allen
Installationskonten. Bestehende Lizenzen werden dabei automatisch übernommen —
es ist nichts von Hand nachzutragen.
16.3 Neue Aufrufe
update-agent --project myapp --action update \
--license-key XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
# Erstinstallation: der Installer fragt die Zugangsdaten ab und benutzt sie
# auch für den Paketabruf. Der Installer-Download selbst bleibt offen.
wget -qO- https://dc.mhdf.de/installer/install.sh | sh
./update-agent --action install
16.4 Prüfen
- Selbsttest im WebUI unter UpdateService → 🔒 Zugangsschutz — er ruft die eigene Paket-Adresse ohne Zugangsdaten ab und erwartet 401. Die Anzeige „GESCHÜTZT" allein beweist nichts: Sie prüft nur, ob die Dateien existieren, nicht ob der Server sie auswertet.
curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/prod/<rid>/<version>/package.tar.gz→ 401- Mit
-u "$(printf 'lic_%s' "$(printf %s "<schlüssel>" | sha256sum | cut -c1-16)"):<schlüssel>"→ 200 (Benutzername ist die Ableitung, nicht der Schlüssel — siehe §5A) curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/.htpasswd→ 403https://dc.mhdf.de/installer/update-agent-linux-x64→ 200, weiterhin offen- Eine Lizenz widerrufen und erneut mit ihr laden → 401
16.5 Wenn etwas klemmt
Ein 401 im Client heißt Lizenz, nicht Netzwerk. UpdateCheckResult.Unauthorized
unterscheidet beides; der Agent gibt UNAUTHORIZED: … aus und liefert
Rückgabewert 2.
Zum Abschalten die erzeugten .htaccess-Dateien in den Produktverzeichnissen
löschen. Sie entstehen beim nächsten Auslöser neu.