Im Logverzeichnis der Test-VM lagen neben 2026-09-03.jsonl auch 1405-06-12.jsonl
und 2569-09-03.jsonl - dieselben Tage im Sonnen-Hidschra- und im buddhistischen
Kalender. Eine interpolierte Zeichenkette formatiert mit CurrentCulture, und die
bringt ihren Kalender mit. Betroffen waren beide Schreibpfade des LoggingService
und die Lesestelle im DossierService, die denselben Namen wieder zusammensetzt.
CA1305 greift hier nicht: die Regel sieht string.Format und ToString, nicht die
interpolierte Form. Die .editorconfig deckt diesen Fall also nicht ab.
FormattableString.Invariant an allen drei Stellen, dazu ein Regressionstest ueber
fa-IR, th-TH und de-DE - mit Gegenbeweis, dass die naive Form tatsaechlich
abweicht, damit der Test nicht eines Tages unbemerkt trivial wird.
Ausserdem: Verweise auf die Bugtracker-Nummern richtiggestellt (488/489).
461 Tests gruen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Am geschlossenen Markt gemessen: IBKR nimmt eine Order an und merkt sie fuer
die naechste Eroeffnung vor. Dazu schickt es Code 399 - eine Mitteilung, deren
Text mit "Warning" beginnt. Der Adapter las jede Meldung aus dem Fehler-Callback
als Ablehnung, meldete "Order abgelehnt", und das Kapitalmodell gab die Bindung
frei. Auf dem Testkonto lagen dadurch 67 Orders ueber 306 BAS, 140 SAP und 43 ALV
beim Broker, vorgemerkt fuer Montag 09:00, ohne eine einzige Reservierung dahinter.
OrderResult kannte nur "erfolgreich" und "gescheitert". Der haeufigste Fall
passte in keines von beiden. Es gibt jetzt einen dritten Ausgang - Working:
abgesendet, Ausgang offen. Die Trennlinie ist, ob BEWIESEN ist, dass beim Broker
nichts liegt; ohne Beweis bleibt das Kapital gebunden. Eine Bindung, die zu lange
steht, kostet Spielraum und faellt auf. Eine, die zu frueh verschwindet, kostet
Geld und faellt nicht auf.
- 399/404 sind Ordermeldungen, keine Ablehnungen; nur 201/202/203 u. a. beenden
eine Order beweisbar. Ein Verbindungsabbruch beendet unsere Sicht, nicht die Order.
- IsDeadStatus ist enger als IsTerminalStatus: "Inactive" ist kein Beweis.
- ExecutionService haelt die Bindung bei Working (MarkSubmittedAsync statt
CancelReservationAsync) und journalisiert Pending/OrderWorking statt Failed.
- Neu lesbar: das Orderbuch des Brokers (reqAllOpenOrders) samt Storno.
--open-orders stellt Orderbuch und eigene Bindungen gegenueber,
--cancel-order <ID>|all --confirm nimmt zurueck (Sammelstorno nur im Paper-Modus).
- Der Wiederanlauf-Abgleich lief bisher gegen eine leere Orderliste und haette
ab jetzt jede gesunde Bindung in Quarantaene gestellt. Er sitzt jetzt im
ReservationWatchdogWorker, hinter dem Beweis, dass der Broker antwortet.
457 Tests gruen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Zwei Maengel, sichtbar geworden beim Pruefen der vier Tabellen nach dem
Order-Nachweis (#293).
core_trade_history.Symbol war varchar(20) und traegt seit der
Optionserweiterung den Instrumentenschluessel statt des Ticker-Symbols.
"MSFT|20260918|P|302.5" sind 21 Zeichen - gekuerzt auf
"MSFT|20260918|P|302." liest sich das als Strike 302. Ein still
verfaelschter Eintrag in der Handelshistorie ist schlimmer als gar
keiner. Jetzt 64 wie core_position.ContractKey.
MarkSubmittedAsync rief niemand auf: im synchronen Pfad gibt es keinen
beobachtbaren Zeitpunkt zwischen Absenden und Endstatus. BrokerOrderId
blieb dadurch leer, und der Abgleich beim Neustart haette keine Bindung
einer Order zuordnen koennen - genau die Aufgabe, fuer die die Spalte da
ist. Die ID wird jetzt beim Abschluss festgehalten.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Beim ersten erfolgreichen Order-Nachweis (#293) gegen das Paper-Konto
lief die Order auf die falsche Notierung: geprueft, bepreist und
reserviert wurde SAP:EUR (XETRA, 188,74 EUR), ausgefuehrt wurde die
SAP-ADR in New York zu 216,68 USD. Das USD-Guthaben rutschte dadurch von
-3.751 auf -4.185 - also genau der Margin-Kredit, den Schicht C
verhindern soll, aufgenommen an der Sicherung vorbei.
Ursache: ExecutionService baute die OrderRequest aus Einzelfeldern und
setzte Currency nicht; die Eigenschaft fiel still auf USD zurueck. Es
gab keine Fehlermeldung, und die Buecher wiesen anschliessend eine
EUR-Position aus, die es beim Broker nie gab.
Behebung nicht durch Nachtragen der Zuweisung, sondern baulich:
OrderRequest.For(instrument, ...) uebertraegt die Identitaet
vollstaendig. Wer die Felder einzeln setzt, baut ein zweites, halb
ausgefuelltes Instrument - das darf im Orderpfad nicht mehr moeglich
sein.
Zwei Regressionstests, die genau diesen Fall fangen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Ohne Waehrung wird jeder Kontrakt als USD gesucht: ein Wert, der nur in
EUR notiert, ist dann "nicht aufloesbar", und die Ursache steht
nirgends. Beim Order-Nachweis gegen MIGA:EUR genau so aufgetreten - die
Kontraktaufloesung fuer die ORDER war bereits waehrungsfaehig, die fuer
den KURS nicht, und damit brach die Kette eine Stufe vorher ab.
Dieselbe Aenderung ist die Voraussetzung fuer Optionskurse (#299): ohne
Kontraktangaben laesst sich eine Option ueberhaupt nicht abfragen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Das OptionsWheel setzt auf Dingen auf, die es im Core nicht gab. Diese
Sitzung baut sie.
#298 Optionen als Instrument. InstrumentKind/OptionSpec und ein
druckbarer Instrumentenschluessel ("AAPL|20260918|C|150"); TradeSignal
und OrderRequest tragen ein optionales OptionSpec, ohne das sich der
Aktienpfad unveraendert verhaelt. Position.Notional rechnet ab jetzt mit
der Kontraktgroesse - vorher war jede Option um Faktor 100 zu klein
bewertet und damit jedes Risikolimit wirkungslos, lautlos und in die
gefaehrliche Richtung. Daneben neu BoundCapital: ein Short Put bindet
Strike x Kontraktgroesse, nicht die vereinnahmte Praemie.
#300 sell-to-open. Jeder Auftrag zerfaellt in einen schliessenden und
einen eroeffnenden Teil; der schliessende wird von keinem Limit
verhindert - auch nicht vom Kaufstopp, denn ein Rueckkauf baut eine
Verpflichtung ab. Deckungspruefung im Core, nicht im Modul: Short Call
nur mit freien Aktien, Short Put nur mit reservierbarem Bargeld.
#302-#305 Kapital- und Buchmodell. Buecher mit reservierten Namen und
Eigentumsregeln, Pool mit Caps und Headroom, Margin-Sperre in vier
Schichten, core_reservation mit Lebenszyklus, Frist, Idempotenz ueber
(SignalId, ContractKey) und Quarantaene beim Start.
#309/#310 Modul OptionsWheel: ow_-Schema mit fuenf Tabellen,
Zustandsautomat, StrikeSelector, RollDecider, PremiumMath - vollstaendig
ohne Broker testbar. Der Handelsbetrieb bleibt gesperrt, solange #299
und #294 fehlen; das Modul sagt das ueber GetActivationBlocker, statt
still nichts zu tun.
#293 --verify-order am Daemon: eine Order durch die vollstaendige Kette
(Buch, Risiko, Bindung, Order, Fill, Buchung, Abschluss). Ohne --confirm
ein Trockenlauf; Abbruch ausserhalb von Paper-Modus UND Paper-Port.
Drei Widersprueche in den Konzepten sind dabei entschieden worden:
Schicht B heisst ab jetzt "kein UNGEDECKTER Short" (der Grund der Regel
war der Kredit, nicht der Short), die Hausreserve wird einmal abgezogen
statt zweimal, und der Positionsschluessel ist eine Spalte statt eines
Sechser-Verbunds (MySQL verlangt NOT NULL fuer Schluesselspalten).
Begruendungen stehen in docs/ROADMAP.md.
Enthaelt ausserdem die noch nicht committete Arbeit aus der vorigen
Sitzung: die Fehlerbehebungen aus Epic X (WorkerBase-Intervall,
BackupWorker, --check gegen die Datenbank, CapitolTrades-429, SIGTERM)
samt DatabaseEndpoint, MysqlDumpTool und der Roadmap-Umstellung. Sie lag
im Arbeitsbaum und liess sich nicht abtrennen, weil beide Staende
dieselben Dateien beruehren.
213 -> 369 Tests, Build ohne Warnung.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>