Wir betreiben Instanzen in zwei Regionen. Bisher hing jede Ortszeit an der
Zeitzone des Rechners (DateTime.Now, DateTimeKind.Local): derselbe Code
haette auf einem Windows-Desktop mit Europe/Berlin und in einem
Linux-Container mit UTC lautlos unterschiedliche Werte geliefert - ohne
Fehler, nur um Stunden verschoben, mitten in Buchungszeitstempeln.
AppTimeZone (Core/Time): Betriebszeitzone der Instanz, einmalig aus
Trading.ApplicationTimeZoneId gesetzt, IANA- und Windows-Schreibweise tragen
beide, unbekannter Wert weicht auf die Systemzone aus und warnt. Wird laut
Festlegung vor den ersten Trades gesetzt und danach nie gewechselt - ein
Wechsel verschoebe rueckwirkend alle Tagesgrenzen. Persistenz bleibt UTC,
damit die Daten beider Instanzen vergleichbar sind.
IbkrMapping.ParseExecutionTime verwirft die von TWS gemeldete Zeitzone nicht
mehr, sondern rechnet gegen sie nach UTC; ohne Zonenangabe gilt die
Betriebszeitzone. Das ist der Kern: eine NYSE-Ausfuehrung darf nicht mit
demselben nackten Zeitwert in die Buecher wie eine an der Eurex.
Rueckgabe ist jetzt immer Kind=Utc.
DailyReportService.NextRun -> NextRunUtc(nowUtc, hour, zone): der Bericht
laeuft zu einer festen ORTSZEIT. Sommerzeitumstellung wird behandelt - bei
der uebersprungenen Stunde weicht er aus, statt den Tag ausfallen zu lassen.
LoggingService fuehrt Anzeigezeit und UTC getrennt: Dateinamen und Anzeige in
Ortszeit (Tagesgrenzen gehoeren zur Instanz, der Supervisor liest die
JSONL-Dateien ueber diese Namen), das ts-Feld im JSONL in UTC. Beides musste
getrennt werden, weil die umgerechnete Ortszeit Kind=Unspecified traegt und
ein ToUniversalTime() darauf sie als Zeit des HOSTS gedeutet haette.
Verbleibende DateTime.Now in Worker-Zeitplaenen und Statuszeilen ebenfalls
auf AppTimeZone.Now umgestellt.
Verifiziert: 183 Tests gruen (+20), darunter EU/US-Versatz, Winter-/Sommerzeit,
unbekannte Zone und die uebersprungene Stunde bei der Zeitumstellung.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Core, alle drei Module und das Testprojekt tragen keinen UI-Code mehr und
bauen fuer linux-x64. Nur noch IBKRTrader.App ist Windows-gebunden.
UI-Contract toolkit-neutral (Vorbild: PolytraderSharp):
- ModuleView.CreateForm (Func<Form>) -> CreateView (Func<object>)
- ModuleView.Icon (System.Drawing.Image) -> IconKey (string).
System.Drawing.Common ist seit .NET 7 Windows-only und wirft auf Linux.
- WindowMenu.cs war reine WinForms-Umsetzung -> in die Shell verschoben.
LoggingService haelt keine RichTextBox mehr, sondern meldet Eintraege ueber
event EntryWritten. Einfaerbung und UI-Thread-Wechsel liegen jetzt im
LogPanelController der Shell. Nebenbei: ToUpper() -> ToUpperInvariant()
(tr-TR haette aus "info" ein "İNFO" gemacht) und \r\n -> Environment.NewLine.
Die drei Modul-Fenster liegen jetzt unter UI/Views/Modules/; RegisterUi der
Module ist bewusst leer, die Shell registriert sie zentral ueber
UI/ModuleViews.cs (nur fuer tatsaechlich geladene Module). ViewIcons loest
IconKey gegen die PNG-Ressourcen auf - dieselben Schluessel bekommt spaeter
die Avalonia-Shell.
UiConstructionTests entfernt: die Konstruktionspruefung deckt --smoke-ui ab,
das Testprojekt braucht dafuer keine UI-Referenz mehr. Der Test
RegisterUi_RegistersMainView haelt jetzt das Gegenteil fest - das Modul darf
nichts registrieren, sonst waere es wieder toolkit-gebunden.
Verifiziert: Build 0 Fehler/0 Warnungen, 163 Tests gruen, --smoke-ui
konstruiert alle 7 Fenster, und Core + 3 Module + Tests bauen fuer linux-x64.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Eigener Seam neben IBrokerClient: Wer handelt, braucht ihn nicht; wer die
eigene Buchfuehrung gegen den Broker abstimmt, braucht nur ihn. Zuteilung
und Verfall aendern Positionen ohne Order von uns - ohne Abgleich laeuft
das Managementbuch zwangslaeufig auseinander.
- IBrokerPortfolioReader mit GetPositionsAsync/GetExecutionsAsync;
implementiert von IbkrBrokerClient und NullBrokerClient (DI registriert
beide Rollen auf derselben Instanz).
- IbkrConnection: reqAccountUpdates statt reqPositions (nur dieser Weg
liefert Marktwert und unrealisierten G/V), reqExecutions inkl. Zuordnung
der verspaetet eintreffenden commissionReport-Callbacks ueber die ExecId.
- BrokerPosition/BrokerExecution als Broker-Wahrheit neben Position;
IbkrMapping: ParseSide, ParseExecutionTime, FormatExecutionFilterTime
(UTC wegen TWS-Warnung 2174) - mit Unit-Tests.
- Verifiziert gegen Paper-Konto DUR371528: 2 Positionen, 2 Ausfuehrungen
inkl. Kommissionen.
Doku: Kapital- und Buchmodell (drei Wahrheiten, Kapitalzuteilung),
KONZEPT-Datenlage-und-Strategien (gemessen, was die API auf diesem Konto
liefert). Options-Wheel: Greeks bei verzoegerten Daten funktionieren
(Feld 83); Earnings-Termine sind ueber die TWS API nicht erreichbar
(Fehler 10358) - Behelf ueber IV-Filter statt Fremddatenquelle.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Broker-Adapter gegen TWS/IB Gateway, aktivierbar über IBKRSettings.UseTwsApi;
NullBrokerClient bleibt Default. TradingEnabled bleibt als zweite, unabhängige
Sicherung bestehen – ohne ihn platziert der ExecutionService keine Order.
Aufteilung (src/IBKRTrader.Core/Trading/Ibkr/):
- IbkrMapping – reine Abbildung Core <-> TWS (Kontrakt, Order, Kurs, Port-
und Statusregeln), vollständig unit-getestet
- IbkrConnection – Socket-Lebenszyklus, Reader-Thread, reqId-Korrelation über
TaskCompletionSource
- IbkrBrokerClient – implementiert IBrokerClient, übersetzt Fehler in leere
Ergebnisse (Konto 0 lässt die Risikoprüfung alles ablehnen)
Bewusste Entscheidungen:
- Träges Verbinden mit Wiederholung statt Verbindungsaufbau beim Start: TWS ist
nach einem Neustart minutenlang nicht bereit.
- Port wird gegen den Handelsmodus geprüft; Paper-Modus auf Live-Port (oder
umgekehrt) lässt den Broker inaktiv, statt auf dem falschen Konto zu handeln.
- MarketDataType Default 4: Paper-Konten ohne Datenabo bekommen sonst keine Kurse.
- Fehlercode 10167 ist ein Statushinweis (verzögerte Daten folgen), kein Fehler.
Als Fehler behandelt scheiterte jede einzelne Kursabfrage.
Verifiziert gegen Paper-Konto DUR371528: Verbindung, Konto (100.105,50 EUR),
Kurse (AAPL/MSFT/NVDA, verzögert), Fehlerpfade. Orderpfad bis zur Broker-Annahme
per What-If-Order geprüft (Aktie + Option, ohne Ausführung); dabei zugleich die
Optionsberechtigung des Kontos bestätigt. Offen: echte Ausführung (Fill ->
Buchung) und asynchrone Fill-Verfolgung – beides in IBKR-Integration.md notiert.
Doku: TWS-Setup-Checkliste.md (Einstellungen für Neuinstallation) neu,
IBKR-Integration.md / ARCHITECTURE.md / README.md nachgezogen.
154/154 Tests grün.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
R3-Vorbereitung: --db-version-Diagnose + EF-Strategie festgelegt
- Program: --db-version gibt die DB-Serverversion aus (fuer EF-ServerVersion-Pin)
- Bestaetigt: MariaDB 11.8.6 -> Pin wie PolytraderSharp (MariaDbServerVersion 11.8.6)
- docs/ARCHITECTURE.md: R3-Strategie fixiert (EF-Migrationen extern, Verbindung aus appsettings.Local.json)
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
@
.NET WinForms-Anwendung (Core, Modules/CongressTrading, UI).
Enthaelt .gitignore und settings.example.json als Konfigurationsvorlage.
Echte settings.json mit Zugangsdaten ist bewusst ausgeschlossen.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>