# IBKRTrader – Roadmap > **Dies ist das einzige Dokument, das sagt, was noch zu tun ist.** Bis zum 2026-08-23 war der > offene Stand über sieben Konzepte, zwei Referenzdokumente und die Phasen-Checkliste der > Architektur verteilt; dieselbe Aufgabe stand teils doppelt unter zwei Namen. Diese Roadmap führt > alles zusammen. Die Quelldokumente bleiben vollständig erhalten und liegen unter > [archiv/](archiv/) – dort steht das **Warum** und die Herleitung, hier das **Was** und das **Wann**. > > Regel für die Zukunft: **Ein offener Punkt gehört hierher.** Steht er nur im Konzept, wird er > vergessen. Wird er erledigt, bekommt er ein ✅ mit Datum – die Zeile bleibt stehen, damit > nachvollziehbar ist, wann etwas fertig wurde. **Stand: 2026-08-23** --- ## Legende | Zeichen | Bedeutung | |---|---| | ⬜ | Geplant, noch nicht angefangen | | 🔶 | Angefangen, halbfertig – der genaue Rest steht in der Zeile | | ✅ | Fertig, mit Datum | | 🧊 | **Zurückgestellt** – bewusst nicht jetzt, Idee wird vorgehalten. Kein Versehen. | | ❌ | **Verworfen** – geprüft und entschieden. Nicht erneut vorschlagen, ohne den Grund zu entkräften. | Die Spalte *Herkunft* nennt die ursprüngliche Kennung im Quelldokument, damit die Herleitung auffindbar bleibt (z. B. `W-2` im OptionsWheel-Konzept, `P5` im Deploymentcenter-Konzept). --- ## Wo wir stehen Gebaut und grün: Multi-Projekt-Aufbau nach PolytraderSharp, Generic Host, EF Core, Trading-Kern, drei Module (CongressTrading, Accounting, Supervisor), Avalonia-Oberfläche auf Windows **und** Linux, kopfloser Daemon, Deploymentcenter-Anbindung. 198 Tests, Build ohne Warnungen. Nicht gebaut: **Es hat noch nie eine echte Order gegeben.** Der Broker-Adapter ist gegen das Paper-Konto verifiziert – Verbindung, Konto, Kurse, Optionskette, Greeks, What-If-Order – aber `PlaceOrderAsync` mit echter Ausführung steht aus. Alles, was danach kommt (Fill-Buchung, Kapitalmodell, OptionsWheel), hängt an diesem einen Nachweis. Zwei Sicherungen sind absichtlich getrennt und beide stehen auf „aus": `IBKR.UseTwsApi` schaltet den Adapter, `TradingEnabled` den Handel. --- ## Stufe 1 – Fundament schließen *Diese Punkte blockieren oder gefährden alles Weitere. Sie kommen zuerst.* | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **B1** | **DB-Passwort rotieren.** Das echte Passwort der produktiven MariaDB stand als Vorgabewert in `AppSettings.cs` und liegt damit **in der Git-Historie** (ab Commit `ebeb035`). Der Quelltext trägt seit 2026-08-23 Platzhalter – das ändert an der Historie nichts. Betriebsaktion, nur vom Betreiber ausführbar. | ⬜ | R6, DC-P1 | | **B2** | **Gitea-Zugangstoken aus der Remote-URL nehmen.** `git remote -v` zeigt den Token im Klartext in der URL; er landet so in jedem Log, jeder Fehlermeldung und jedem Screenshot. Auf Credential-Helper oder SSH umstellen. | ⬜ | Befund 2026-08-23 | | **B3** | **EF-Schema auf die Datenbank anwenden** (`dotnet ef database update`). Migrationen werden bewusst extern angewendet, nie zur Laufzeit. | ⬜ | R6 | | **D1** | **CI wieder grün bekommen.** Das Deploymentcenter-SDK hängt als Cross-Repo-`ProjectReference` am Schwester-Repo; `.gitea/workflows/build.yml` checkt nur IBKRTrader aus, also ist der CI-Lauf seit dem 2026-08-23 rot. Das war die bewusst in Kauf genommene Folge der Interimslösung. Auflösung: `dotnet pack` im Deploymentcenter-Repo → Gitea-Registry → `PackageReference` statt Cross-Repo-Pfad → CI-Workflow anpassen. | ⬜ | DC-P5, DC-Schritt 10 | | **H1** | **`PlaceOrderAsync` gegen das Paper-Konto verifizieren** – echte Order, echter Fill, korrekte Buchung. Der einzige Teil des Broker-Adapters, der nie unter realen Bedingungen lief. | ⬜ | R7, IBKR-Integration §Offen 1 | --- ## Stufe 2 – Den Handelspfad belastbar machen *Ohne das ist kein unbeaufsichtigter Betrieb zu verantworten.* | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **H2** | **Asynchrone Order- und Fill-Verfolgung.** `PlaceOrderAsync` ist synchron gedacht: Ausführung oder Fehlschlag innerhalb `OrderTimeoutSeconds`. Eine Limit-Order im Buch oder eine Market-Order außerhalb der Handelszeiten gilt damit als Fehlschlag – **ist bei IBKR aber weiter aktiv.** Nötig: Order-Zustand persistieren (`core_order_state`), `orderStatus`/`execDetails` dauerhaft mitschreiben, Fill nachbuchen, Zustand über einen App-Neustart hinweg rekonstruieren. Ändert den Seam. **Zugleich Voraussetzung für OptionsWheel (dort `W-2`)** – die Aufgabe stand doppelt in zwei Konzepten. | ⬜ | IBKR-Integration, W-2 | | **H3** | **IBKR-Zugangsdaten mit `EncryptedStringConverter` ablegen.** Der Konverter ist gebaut und getestet, die Credentials nutzen ihn noch nicht. | ⬜ | R7 | | **H4** | **IBC/IBController einrichten** – IBKR erzwingt 2FA und täglichen Neustart des Gateways. Ohne Auto-Login gibt es keinen unbeaufsichtigten Betrieb. Für Linux zusätzlich kopflos (IBC + Xvfb). Reine Betriebsarbeit, unabhängig vom Code. | ⬜ | L-Ergebnis, IBKR-Integration §Offen 2 | | **T1** | **Entscheiden, welcher IBKR-Zugangsweg bleibt.** Es gibt zwei parallele: den TWS-API-Adapter (`Trading/Ibkr/`, der handelnde Pfad) und `IBKRGatewayService` (Client Portal REST, versorgt Instrument-Sync, Kurshistorie und den Watchdog-Heartbeat). Zwei Broker-APIs bedeuten zwei Fehlerbilder, zwei Authentifizierungen und zwei Betriebsvoraussetzungen. Entweder die Historie auf `reqHistoricalData` umziehen und den REST-Weg aufgeben – oder die Doppelung ausdrücklich begründen. | ⬜ | IBKR-Integration §Offen 4, Befund 2026-08-23 | --- ## Stufe 3 – Options-Fundament im Core *Reine Core-Arbeit. Nützt allen Modulen, nicht nur dem Wheel. Der Aktienpfad bleibt unverändert – neue Felder sind optional, `Kind = Stock` ist der Default.* | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **O1** | `InstrumentKind`/`OptionSpec`, `IbkrMapping.Option`, Positionen mit Multiplikator. Heute rechnet `Position.Notional` als `Quantity × AvgPrice` – bei Optionen um Faktor 100 falsch, womit **jedes Risikolimit wirkungslos wäre**. | ⬜ | W-0 | | **O2** | Optionskette + Greeks im Core (`reqSecDefOptParams`, `tickOptionComputation`). Gegen das Paper-Gateway bereits nachgemessen: 24 Verfallstermine, 127 Strikes, Greeks auch mit **verzögerten** Daten über die Tick-Felder 80–83 (Feld 83 = Modell ist die maßgebliche Variante). | ⬜ | W-1 | | **O3** | *(= **H2**, siehe Stufe 2 – dieselbe Aufgabe, hier als Wheel-Voraussetzung geführt)* | ⬜ | W-2 | | **O4** | Positionsabgleich (Zuteilung & Verfall ändern Positionen **ohne** Order von uns) + `RiskService` um sell-to-open und Deckungsprüfung erweitern. Heute lehnt `EvaluateSell` einen Verkauf ohne Bestand grundsätzlich ab – das ist die Kernoperation des Wheels. **Niemals nackt:** Short Call nur mit 100 freien Aktien je Kontrakt, Short Put nur mit reserviertem Cash über Strike × 100. Die Prüfung gehört in den Core, damit ein Modulfehler keine ungedeckte Option schreiben kann. | ⬜ | W-3 | | **O5** | **IV-Rank als Core-Baustein**, nicht als Modul-Interna. Die Kennzahl braucht jede Prämienstrategie und sie gehört neben die Kurshistorie in die Datenschicht. | ⬜ | Datenlage §4 | --- ## Stufe 4 – Kapital- und Buchmodell *Wird scharf, sobald ein **zweites** Modul handelt. Heute handelt nur CongressTrading; mit dem Wheel sind es zwei, die sich ein Konto und ein Guthaben teilen. Das vollständig ausgearbeitete Konzept liegt im [Archiv](archiv/Kapital-und-Buchmodell.md) – es ist Referenz, gegen die die Umsetzung geprüft wird, und war nie umgesetzt.* | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **K1** | **Bücher + Eigentumsregeln.** Jede Position hat genau einen Eigentümer; kein Modul fasst die Position eines anderen oder eine manuell angelegte an. Im Core erzwungen, nicht per Konvention. | ⬜ | Kapitalmodell §2 | | **K2** | **Ein Pool, Obergrenzen.** Kein Kapitaltransfer zwischen Büchern, niemals aktives Schließen zum Balancieren. Limit-Verletzung ist ein hartes Gate mit strukturiertem Feedback – die Reaktion entscheidet die Strategie, nicht der Core. | ⬜ | Kapitalmodell §3, §6 | | **K3** | **Margin-Sperre in vier Schichten:** richtige Bemessungsgrundlage (`min(TotalCashValue, AvailableFunds)` − Hausreserve − offene Reservierungen), kein Short, Währungstrennung, Watchdog. Modul-Handel ist strikt cash-only; manueller Handel darf Margin nutzen. | ⬜ | Kapitalmodell §4 | | **K4** | **Reservierungen über den Order-Lebenszyklus** inkl. Crash-Recovery: beim Start alle nicht-terminalen Reservierungen gegen die offenen Broker-Orders abgleichen. Hängt an **H2**. | ⬜ | Kapitalmodell §5 | | **K5** | **Abgleich (Reconciliation)** gegen den Broker: `Broker < Ledger` heißt Break – betroffene Bücher und Symbol für neue Orders sperren, Alarm. Unzugeordnete Positionen in Quarantäne, Eskalation nach 30 Minuten mit Backoff. | ⬜ | Kapitalmodell §8, §9 | | **K6** | **Benachrichtigungen** über Outbox + Sink-Abstraktion. Zielkanal Matrix, Telegram optional. | ⬜ | Kapitalmodell §10 | | **K7** | **Startwerte festlegen** und in `settings.example.json` dokumentieren: `MaxSymbolPercent`, `HouseReserve`, FX-Haircut, Slippage-Puffer, Reservierungs-TTL, Mindestordergröße je Buch, Handelsplatz-Whitelist je Währung. Beim Bauen zu entscheiden. | ⬜ | Kapitalmodell §15 | --- ## Stufe 5 – Modul OptionsWheel *Erst ab hier entsteht das Modul selbst. Vollautomatisch von Anfang an – Sicherungen sind Schalter und Limits, keine Klick-Freigabe. Strike-Wahl delta-basiert im Band 0,15–0,30. Nur Watchlist, kein Screening.* | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **W1** | Modul-Gerüst: `IModule`, `ow_`-DbContext + Migration, UI-Tabs, Watchlist. Abschluss: App startet, `--smoke-ui` grün, **kein Handel**. | ⬜ | W-4 | | **W2** | Reine Strategie-Logik + Tests: `StrikeSelector`, Zustandsautomat je Ticker, `RollDecider`, `PremiumMath`, `CoverageCalculator`. Hohe Testabdeckung ohne Broker. | ⬜ | W-5 | | **W3** | Verdrahtung + vollautomatischer **Paper**-Betrieb über mehrere Verfallszyklen. Abschluss: mindestens ein vollständiger Wheel-Durchlauf im Paper. | ⬜ | W-6 | | **W4** | **Earnings-Sperre über den IV-Behelf.** Keine neuen Legs, wenn die IV des Basiswerts deutlich über ihrem 30-Tage-Mittel liegt. Die saubere Lösung (echte Termine für Quartalszahlen) ist über die TWS API **nicht** erreichbar – Fehler 10358, Refinitiv-Abo nötig. Einzige Stelle, an der uns eine externe Quelle ernsthaft fehlt. | ⬜ | W-§7.4, Datenlage §2 | | **W5** | **Accounting-Anschluss für Optionen:** eigene Buchungskategorien im `AccountingClassifier` für Prämien, Zuteilungen und Abrufe. Der `RealizedPnlEngine` (FIFO) kennt heute weder Multiplikator noch die Einstandsverschiebung durch Zuteilung. Arbeit im Accounting-Modul, nicht im Wheel. | ⬜ | W-§7.5 | | **W6** | **Live-Freigabe.** Eigene Entscheidung nach W3, kein technischer Schritt. | ⬜ | W-7 | --- ## Laufende Bahnen *Hängen an keiner Stufe und können jederzeit dazwischen laufen.* ### Auslieferung / Deploymentcenter | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **D2** | **Projekt `ibkrtrader` im DC-WebUI anlegen** + Token mit `watchdog:ping` und `bugtracker:report`. Serverseitige Handarbeit; ohne sie bleiben Heartbeat, Lizenz und Bugtracker wirkungslos. | ⬜ | DC-Schritt 9 | | **D3** | **Update-Anwenden verdrahten.** Die Update-**Prüfung** läuft beim Start. `DcUpdateService.LaunchAgent` ist fertig und dokumentiert (`exitCurrentApp` bewusst immer `false`), aber **kein Aufrufer** fährt danach geordnet herunter. Gefundene Updates werden also nie eingespielt. | 🔶 | DC-Schritt 7 | | **D4** | **Erstes echtes Release fahren.** Pipeline (`scripts/release.*`, `setup.json`) steht, ist aber nie gelaufen. Dabei entsteht `packager.config.json` unter `.dc-tools/`. **Achtung:** Die `preservePatterns` müssen beim *ersten* Release stimmen – ein Update, das `settings.json` überschreibt, nimmt einer laufenden Installation Datenbank, Token und Flex-Zugang gleichzeitig. Ebenso muss der erste Build bereits den `licenseKey` mitgeben, sonst fällt die Tür hinter dem ersten Release zu (bei Predictalytics genau so passiert). | ⬜ | DC-Schritt 8, P6, D2 | | **D5** | **Bugtracker-Baustein** nach `AGENTS.md` / `.agents/rules`. Braucht **D2**. | ⬜ | DC-Schritt 9 | | **D6** | **Lizenzfenster für die Shell.** `LicenseGuard` läuft mit `allowPrompt: false` – weder Shell noch Daemon dürfen auf eine Konsoleneingabe warten, die nie kommt. Ein eigenes Fenster für die Desktop-Shell war als Folgeschritt vorgesehen. | ⬜ | DC §5.2 | ### Accounting | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **A1** | **Live-IBKR-Flex-Abruf** (Token + Query-Id) und Balance-Anker. Heute liegen dort Offline-Null-Stubs: Das Modul läuft vollständig und bucht dabei korrekt nichts. Ohne diesen Schritt entstehen **keine echten Buchungen** – das Modul ist lauffähig, aber nicht in Betrieb. | ⬜ | Accounting §6 | | **A2** | **EZB-FX-Ingest** (`acc_fx_rates` füllen) für die EUR-Ansicht. USD als Basis ist sofort verfügbar. | ⬜ | Accounting §6 | | **A3** | **Steuerschicht.** Jurisdiktion (DE-Kapitalertragsteuer / US Form 8949) ist **nicht festgelegt**. Der neutrale Ledger und die Abrechnung gelten unabhängig davon; die Steuer-Engine ist als klar abgetrennter Platzhalter angelegt. Das Jurisdiktionsprofil wird einmalig gesetzt und danach in der DB verankert. **Keine Steuerberatung.** | ⬜ | Accounting §6, Kapitalmodell §11 | ### Supervisor | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **S1** | **Counterfactual-Kursauflösung für Aktien** (späterer Kurs vs. Signalpreis) – Interface und Stub sind vorhanden, die Auflösung fehlt. | ⬜ | Supervisor §offen | | **S2** | **Externer Versand des Tagesberichts.** Heute nur Persistenz und Log. Sollte denselben Outbox-/Sink-Weg nehmen wie **K6**, statt einen zweiten zu bauen. | ⬜ | Supervisor §offen | ### Technische Schulden | # | Aufgabe | Stand | Herkunft | |---|---|---|---| | **T2** | **Log-Level ist nicht konfigurierbar.** `LoggingService.SetMinLevel` ist der einzige Setter und wird nie gerufen; `_minLevel` steht damit fest auf `Info`, und da `Info = 0` der kleinste Wert ist, filtert die Prüfung `level < _minLevel` nie etwas. Entweder an die Einstellungen anbinden oder den Filter aufgeben. | ⬜ | Befund 2026-08-23 | | **T3** | **Es gibt kein einziges Diagramm.** LiveCharts2 ist in der NuGet-Allowlist vorgesehen und **Avalonia ist deswegen auf der 11er-Linie festgehalten** (11.3.19 / DataGrid 11.3.13). Diese Pinnung kostet uns Avalonia 12, ohne dass bisher ein Diagramm existiert. Entweder mit den neuen Modulen einlösen oder die Pinnung aufgeben. | ⬜ | L-Ergebnis, grundregeln | --- ## 🧊 Zurückgestellt – vorgehalten, aber nicht jetzt *Bewusste Entscheidungen, keine Versäumnisse. Jede Zeile nennt, **was sie wieder aktuell macht**.* | Idee | Warum nicht jetzt | Wird aktuell, wenn … | Herkunft | |---|---|---|---| | **Trendfolge-/Momentum-Modul** auf Tagesbasis als zweites Standbein | Datenlage ist komfortabel (10 J Tagesbars, dividendenbereinigt), das Risiko liegt in der Strategie. Aber ein zweites handelndes Modul vor dem Kapitalmodell wäre fahrlässig. | Wheel im Paper läuft **und** Stufe 4 steht | Datenlage §4 | | **Marktdaten-Abo US-Realtime** (NYSE/AMEX/NASDAQ) | Schaltet Scanner und Realtime frei. Für Tages- und Prämienstrategien **nicht nötig** – unsere Signale kommen aus abgeschlossenen Bars, die 15-Minuten-Verzögerung ist dabei irrelevant. | wir Screening oder Intraday wollen | Datenlage §4 | | **OPRA-Abo** (Optionen-Realtime) | Verbessert die Ausführungsqualität beim Wheel; für die Strike-Auswahl nachweislich nicht erforderlich (Greeks funktionieren verzögert). | die Ausführungsqualität im Paper-Betrieb messbar stört | W-§7.3 | | **Refinitiv-Fundamentaldaten** | Der Kandidat mit dem größten qualitativen Sprung: löst die Earnings-Sperre und öffnet fundamentale Ansätze. Kostet aber Geld für ein System, das noch nie eine Order platziert hat. | der IV-Behelf (**W4**) sich als zu unscharf erweist | Datenlage §4 | | **Self-Cross-Netting** (Modul A kauft, B verkauft dasselbe Symbol) | Bei unserer Handelsfrequenz unrealistisch. **Billige Vorstufe stattdessen:** ist im Order-Gateway eine gegenläufige Order für dasselbe Symbol pending, wird protokolliert und gewarnt – der Lock ist ohnehin da. Das liefert Daten darüber, ob das Problem je real wird. | die Warnung tatsächlich anschlägt | Kapitalmodell §14 | | **Corporate Actions** (Splits, Spin-offs) in der Buchzuordnung | Vorerst über den Flex-Abgleich als Break sichtbar, manuelle Zuordnung. | ein Break real auftritt | Kapitalmodell §14 | | **Web-UI** über die interne REST-API | Die REST-API existiert, ein Web-UI ist reine Zusatzarbeit ohne Betriebsnutzen, solange Shell und Daemon reichen. | Fernzugriff nötig wird | grundregeln | | **Desktop-Distribution der Shell** über die Release-Pipeline | Die Vorlage nimmt genau eine csproj für alle Runtimes, und das Skript bleibt laut Anleitung unverändert. Release-Kandidat ist deshalb `IBKRTrader.Daemon`. | die Shell auf fremden Rechnern laufen soll | release.config.json | | **Ungeprüfte Datenfragen**: `reqNewsArticle` (Volltext), Reichweite der Nachrichtenhistorie, Markttiefe (`reqMktDepth`), leeres `reqHistogramData`, Verlässlichkeit verzögerter Greeks außerhalb der Handelszeiten, Ratenbegrenzung bei Historienabrufen | Keine dieser Fragen blockiert die geplanten Strategien. | eine Strategie sie braucht – die Ratenbegrenzung schon bei einem nächtlichen Watchlist-Abruf | Datenlage §5 | --- ## ❌ Verworfen – geprüft und entschieden *Damit nichts davon in sechs Monaten erneut als gute Idee auftaucht.* | Idee | Warum verworfen | |---|---| | **Echte IBKR-Sub-Accounts** (Advisor-/Family-Struktur) zur brokerseitigen Trennung der Bücher | Erfordert Kontotypwechsel und feste Vorabaufteilung des Kapitals – deutlich unflexibler als virtuelle Bücher, die denselben Zweck erfüllen. | | **`InvariantGlobalization=true`** für ein schlankes Linux-Image | In der Portierungsanalyse noch empfohlen, **wäre ein Fehler gewesen**: ohne ICU fällt die Auflösung von Windows-Zeitzonen-IDs aus und die feste `de-DE`-Formatierung des PDF-Exports kippt auf invariant. Beides lautlos. Der Daemon setzt es ausdrücklich auf `false`. | | **Fundamentales Screening** (Value, Quality, Growth) | Keine Fundamentaldaten über die TWS API. | | **Earnings-Strategien** (Straddle vor Zahlen, Post-Earnings-Drift) | Keine Termine für Quartalszahlen erreichbar (Fehler 10358). | | **Marktweite Anomalie-Suche / Screener-getriebene Auswahl** | Der Marktscanner ist ohne Realtime-Abo gesperrt. Jede Strategie arbeitet auf einer gepflegten Watchlist. | | **Daytrading, Scalping, Orderbuch-Strategien** | Verzögerte Kurse (~15 Min). Ausführung träfe den Markt zu spät. | | **Gap-Strategien auf Eröffnung** | Eröffnungskurs kommt verzögert – nur mit Realtime-Abo sinnvoll. | | **Strike-Wahl über prozentualen Abstand** statt delta-basiert | Als Ersatzlösung gedacht, falls Greeks mit verzögerten Daten nicht funktionieren. Sie funktionieren (am 2026-08-04 gemessen). Bleibt im `StrikeSelector` nur als Rückfalllinie. | | **Agent-zu-Agent-Orchestrierung im Supervisor** | Bewusst nicht: Profile sind System-Prompt + Tool-Subset über *einer* Infrastruktur. Einfacher und nachvollziehbarer. | | **Modulzuordnung als Korrektur des Steuerbuchs** | Harte Regel: Das Managementbuch beeinflusst das Steuerbuch **niemals**. Die Zuordnung ist eine optionale, nicht-autoritative Beistelltabelle – fehlt sie oder ist sie falsch, ändert sich am Steuerergebnis exakt nichts. | --- ## Fertig – der Weg bis hierher *Kurzfassung. Die vollständigen Phasen-Checklisten stehen weiterhin in [ARCHITECTURE.md](ARCHITECTURE.md).* | Abschnitt | Inhalt | Fertig | |---|---|---| | **R1–R7** | Kurskorrektur auf das PolytraderSharp-Konzept: Multi-Projekt, Generic Host, EF Core, Trading-Kern, CongressTrading-Strategie, Security, Dashboard, TWS-Broker-Adapter | 2026-07 | | **S-0–S-4** | Supervisor: Datenfundament (Entscheidungsjournal, Order-Events, `SignalId`, JSONL-Logs), Dossiers, OpenRouter-Agent mit read-only Tools, Berichte, MCP-Light | 2026-07-30 | | **Accounting** | `acc_`-Schema, append-only Ingest, Klassifizierung, Abrechnung, FX, CSV-/PDF-Export – mit Offline-Null-Stubs | 2026-07-30 | | **L0–L6** | Linux-Portierung: Avalonia statt WinForms, Betriebszeitzone, kopfloser Daemon, geteiltes Hosting, WinForms vollständig entfernt, Namensgebung bereinigt | 2026-08-07 | | **DC 0–8** | Deploymentcenter: Lizenz mit Sperrbetrieb, Watchdog-Heartbeat, globale Ausnahmebehandler + Fehler-Stream, Update-Prüfung, `setup.json`, Release-Pipeline | 2026-08-23 | | **Frühjahrsputz** | Toter Code entfernt, ungenutzte Symbole und Paketmuster raus, Dokumentenstand an die Wirklichkeit angeglichen | 2026-08-23 | --- ## Archiv Die Quelldokumente sind **vollständig erhalten** und liegen unter [archiv/](archiv/). Sie werden nicht mehr gepflegt – der Stand steht hier –, aber sie tragen die Herleitung, die Messwerte und die Begründungen, die eine Roadmap nicht fassen kann. | Dokument | Was darin steht, das hier fehlt | |---|---| | [Kapital-und-Buchmodell.md](archiv/Kapital-und-Buchmodell.md) | Die vollständige Spezifikation: die drei Wahrheiten, Eigentumsregeln, Reservierungs-Lebenszyklus, Invarianten und Testkatalog. Referenz für Stufe 4. | | [KONZEPT-Modul-OptionsWheel.md](archiv/KONZEPT-Modul-OptionsWheel.md) | Zustandsautomat, Regelwerk mit Vorgabewerten, `ow_`-Datenmodell, Sicherungen. Referenz für Stufe 5. | | [KONZEPT-Datenlage-und-Strategien.md](archiv/KONZEPT-Datenlage-und-Strategien.md) | **Gegen das laufende Paper-Gateway gemessen**, nicht aus der Doku übernommen: was die TWS API liefert und welche Strategien das trägt. Grundlage der Zurückgestellt- und Verworfen-Listen. | | [KONZEPT-Deploymentcenter-Integration.md](archiv/KONZEPT-Deploymentcenter-Integration.md) | Die bewussten Abweichungen vom DC-Leitfaden (Sperrbetrieb statt Prozessende, `exitCurrentApp: false`) samt Begründung, die Befunde P1–P6 und D1–D7. | | [KONZEPT-Linux-Portierung.md](archiv/KONZEPT-Linux-Portierung.md) | Die Analyse vor dem Umbau: Fundstellenverzeichnis, Aufwandsschätzung und was anders kam als geschätzt. | | [KONZEPT-Modul-Accounting.md](archiv/KONZEPT-Modul-Accounting.md) | Leitprinzipien (unabhängige Quelle, Idempotenz, append-only), Datenbeschaffung über Flex Query. | | [KONZEPT-Modul-Supervisor.md](archiv/KONZEPT-Modul-Supervisor.md) | S-0 bis S-4 im Detail, Tool-Registry, Sicherheitsgrenzen des Agenten. | **Weiter gepflegt** werden – sie sind Referenz, keine Planung: [ARCHITECTURE.md](ARCHITECTURE.md) (Aufbau und Phasen-Historie), [IBKR-Integration.md](IBKR-Integration.md) (Adapter-Design und Grenzen), [TWS-Setup-Checkliste.md](TWS-Setup-Checkliste.md) (Einrichtung eines neuen Systems).