Aus Richards Ideensammlung, nach Sichtung des vorhandenen Codes: - FileRW-Papierkorb + Cleanup-Job: delete verschiebt nach .trash statt endgueltig zu loeschen, Aufraeumen ueber IToolJobProvider/ToolJobScheduler. Macht Loeschen reversibel und erlaubt damit, FileRW.delete im Staging von Approve auf Auto herunterzustufen. - AgentInspector: lesende Aufsicht ueber andere Agenten. Beleg-basiert (Audit/Receipts/Taskboard) statt datei-basiert; harte Allowlist, damit AgentSettings.json mit den API-Keys nicht in einen LLM-Kontext geraet. - AgentEditor-Haertung: Identity/Soul-Aenderungen ueber die vorhandene StagingPolicy freigabepflichtig machen, Selbstbearbeitung sperren, Audit + restore ergaenzen. Das Tool selbst existiert bereits. - WebSearch: Suche als eigenes Tool, Lesen bleibt bei WebFetch hinter der Domain-Whitelist. Kein agent-reach (Klartext-Cookies, Fremdprozess). Trennung Rechercheagent / handelnder Agent gegen Prompt Injection. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Umsetzungsplan: AgentEditor härten (Personalverwaltung)
Stand: 2026-08-05 Ziel: Änderungen an Identity und Soul im laufenden Betrieb bleiben möglich, werden aber freigabepflichtig, nachvollziehbar und rücknehmbar. Reihenfolge: Nach AgentInspector. Kein neues Tool — Härtung des bestehenden
AgentEditorTool.
1. Ausgangslage
Das gewünschte „HR-Tool" existiert bereits:
src/ClawdDotNet.Tools.AgentEditor/AgentEditorTool.cs
| Aktion | Verhalten |
|---|---|
list_agents |
Übersicht inkl. Tools, HasIdentity, HasSoul, IsSelf |
read_identity / read_soul |
Datei lesen |
update_identity / update_soul |
Datei schreiben, vorher .bak_<zeitstempel> |
create_agent |
Grundstruktur mit Identity und Soul |
Bereits richtig gelöst: keine AgentSettings.json, keine Chat-Daten,
zeitgestempelte Backups statt Überschreiben, und die Tool-Zuweisung bleibt dem
Menschen vorbehalten.
Ebenfalls bestätigt: Ein Neustart des Agenten ist nötig. Identity und Soul
werden beim Laden in AgentConfig eingelesen
(src/ClawdDotNet.Core/Config/AgentConfig.cs:20,27); einen Reload-Pfad gibt es
nicht. Die Annahme aus der Ideensammlung stimmt also — „anhalten und neu
starten" ist der vorgesehene Weg, kein Fehler.
2. Die drei offenen Lücken
2.1 Keine menschliche Freigabe
PermissionGate (src/ClawdDotNet.Core/Security/PermissionGate.cs) prüft
genau eine Sache:
public bool IsAllowed(string agentId, string toolName, AgentConfig agentConfig)
=> agentConfig.Tools.ContainsKey(toolName);
Wer das Tool hat, darf alles damit. Ein Agent mit AgentEditor kann die
Persönlichkeit jedes anderen Agenten der Instanz umschreiben — unbeaufsichtigt,
zwischen zwei Ticks eines Cron-Jobs.
Die Ideensammlung formuliert den Anspruch anders: Änderungen sollen auf menschliche Anweisung erfolgen. Genau diese Kopplung fehlt.
Lösung — vorhandene Infrastruktur nutzen, nichts neu bauen.
src/ClawdDotNet.Core/Staging/ enthält bereits die vollständige Kette:
StagingPolicy entscheidet je Tool.Aktion, StagingGate fängt den Aufruf
ab, StagingService bietet ApproveAsync/RejectAsync mit decidedBy.
Es genügt, die Regeln zu ergänzen:
["AgentEditor.update_identity"] = StagingDecision.Approve,
["AgentEditor.update_soul"] = StagingDecision.Approve,
["AgentEditor.create_agent"] = StagingDecision.Approve,
Lesende Aktionen bleiben Auto — Staging soll schützen, nicht lähmen (so
begründet es der Kommentar an DefaultRules bereits selbst). Damit wandert
jede Persönlichkeitsänderung in die Freigabeliste, und der Mensch entscheidet.
Das ist zugleich die wörtliche Umsetzung von „auf menschliche Anweisung".
2.2 Selbstbearbeitung ist möglich
HandleListAgents liefert IsSelf bereits mit — ausgewertet wird es nirgends.
Ein Agent kann seine eigene Soul umschreiben: die Datei, die sein Verhalten,
seine Grenzen und seine Vorsicht definiert.
Das ist keine hypothetische Gefahr. Ein Agent, der in einer Schleife feststeckt und „hilfsbereit" sein will, kann sich selbst die Einschränkung wegschreiben, an der er scheitert.
Lösung: update_identity/update_soul mit agentId == context.AgentId
werden abgelehnt — mit einer Begründung, die dem LLM den richtigen Weg zeigt
(„Änderungen an der eigenen Identity/Soul nimmt der Mensch vor; formuliere
deinen Änderungswunsch stattdessen als Vorschlag"). Konfigurierbar über
allowSelfEdit (Default false), damit der Betreiber die Wahl behält.
2.3 Kein Audit, kein Rückweg
Die .bak_-Dateien sind ein guter Anfang, aber:
- sie zeigen nicht, wer die Änderung veranlasst hat,
- es gibt keine Aktion, um sie zurückzuspielen — das ist Handarbeit im Explorer,
- die Antwort ans LLM enthält keinen Diff, also sieht auch der Mensch im Chatverlauf nicht, was sich geändert hat.
Lösung: Audit-Eintrag über die vorhandene IAuditRepository, restore-
Aktion, und ein knapper Diff (geänderte Zeilen, nicht der Volltext) in der
Rückmeldung.
3. Umsetzungsschritte
Slice 1 — Freigabe und Selbstschutz
- Drei Regeln in
StagingPolicy.DefaultRulesergänzen allowSelfEditinAgentEditorToolSettings(Models/ToolSettingsViewModels.cs:498), Defaultfalse- Selbstbearbeitungs-Prüfung in
HandleUpdateFileAsync - Tests: Selbstbearbeitung abgelehnt, mit
allowSelfEdit = trueerlaubt, Staging-Entscheidung je Aktion korrekt aufgelöst
Slice 2 — Nachvollziehbarkeit
- Diff in der Rückmeldung (geänderte Zeilen mit
+/-, gekappt) - Audit-Eintrag je Änderung: Ziel-Agent, Datei, Backup-Name
list_backups-Aktion: vorhandene.bak_-Stände eines Agentenrestore-Aktion: Stand zurückspielen (erzeugt seinerseits ein Backup, damit auch ein Restore rücknehmbar bleibt) — ebenfallsApprove
Slice 3 — Betriebstauglichkeit
- Hinweis in der Erfolgsmeldung: „Wirksam nach Stop/Start des Agenten" (heute fehlt er — der Agent hält die Änderung sonst für sofort aktiv)
frm_InstanceManager: Neustart eines einzelnen Agenten anbieten, falls dafür heute die ganze Instanz neu gestartet werden muss- Aufräumen:
FindAgentDirectorydurch den gemeinsamenAgentDirectoryResolveraus dem AgentInspector-Plan ersetzen .bak_-Dateien in die Aufbewahrungslogik einbeziehen (sie wachsen sonst unbegrenzt) — Menge je Agent begrenzen, z. B. 20 Stände
4. Bewusst nicht umgesetzt
Hot-Reload von Identity/Soul. Technisch machbar, aber ein Agent, der mitten in einem Lauf seine Persönlichkeit wechselt, produziert einen Konversationsverlauf, dessen erste Hälfte einer anderen Rolle gehorcht als die zweite. Der Neustart ist hier die ehrlichere Grenze — und ohnehin der Weg, den die Ideensammlung selbst vorschlägt.
5. Abnahmekriterien
update_soullandet in der Freigabeliste und wird erst nach menschlicher Bestätigung ausgeführt;read_soulläuft weiterhin ohne Rückfrage durch.- Ein Agent kann seine eigene Soul nicht ändern.
- Nach einer Änderung ist im Audit ersichtlich: wer, wann, an wem, welche Datei.
restorestellt einen früheren Stand wieder her und legt dabei selbst ein Backup an.- Die Rückmeldung an den Agenten nennt ausdrücklich, dass die Änderung erst nach einem Neustart greift.