fix(2.9.3): Der zweite Faktor war neben der Zeremonie umgehbar

Ergebnis einer beauftragten Sicherheitsbegutachtung. Die WebAuthn-
Zeremonie selbst ist nicht angefasst worden - sie war in Ordnung. Alle
Befunde lagen DANEBEN:

  Ein zweiter Faktor ist nur so stark wie der schwaechste Weg zum Konto,
  und Sitzungen, die aus ihm entstehen, erben seinen Schutz nicht.

KRITISCH
/api/setup/v1/login prueste auf totp_secret - eine Spalte, die kein
Anmeldeweg auswertet - und nicht auf dc_user_credentials. Ein
Administratorpasswort genuegte dort fuer ein setup:install-Token ohne
Hardwarekey. Neu: Konten mit zweitem Faktor abgewiesen, und die
Rollentrennung gilt symmetrisch. Der Docblock behauptete sie seit jeher;
erzwungen hat sie nichts.

HOCH
secondFactorRequired(), accountLockoutSeconds() und lockoutSeconds()
fingen jedes Throwable und fielen auf "kein Faktor" bzw. "nicht
gesperrt" zurueck. Gefangen wurden damit auch Verbindungsabbrueche und
Lock-Timeouts - jeder davon schaltete still fuer alle Konten auf
Passwort-allein. Toleriert werden jetzt nur noch 42S02 und 42S22.

HOCH
Fuenf Aktionen aenderten die Anmeldemittel ohne erneute Bestaetigung.
Eine uebernommene Sitzung konnte sich damit dauerhaft einnisten. Neu:
Authentifizierung aus den letzten zehn Minuten noetig, geprueft an
derselben Stelle, an der auch der Leerlauf sperrt.

WEITER
- Leerlauf 30 statt 120 Minuten, und GESPERRT statt beendet: AAL2 laesst
  zur Reaktivierung einen Faktor genuegen. Wer alle 30 Minuten den
  Hardwarekey vorzeigen muss, laesst ihn stecken.
- Migration 022: session_epoch. Ein Passwortwechsel beendet die uebrigen
  Sitzungen des Kontos, die eigene bleibt.
- Kontosperre wirkt auf der zweiten Stufe; Zaehler gegen unbegrenztes
  Raten im Zwischenzustand.
- Drosselung auf login.php (10/60s) und /api/auth/v1/ (30/60s).
- Anmeldefehler ununterscheidbar; die IP-Sperre darf benannt bleiben,
  sie sagt nichts ueber ein Konto.
- HSTS, TLS-Zwang VOR allen Routen, CSP. Die CSP traegt wegen 93
  Inline-Handlern nicht gegen XSS - das steht so im Kommentar.
- session.use_strict_mode, CSRF-Token bei der Anmeldung verworfen,
  Secure-Flag aus app.url statt aus $_SERVER['HTTPS'].
- rpId/expectedOrigin nicht mehr aus dem Host-Header. /api/health meldet
  unter checks.webauthn_anchor, ob der Anker steht.
- Notfalltoken laeuft nach 180 Tagen ab, geprueft nach dem Hashvergleich.
- config.example.php ohne echtes Passwort, verify_ssl auf true.
- Serverdaten.txt.bak mitgesperrt, dc_login_attempts raeumt auf.

BELEGT
188 von 188 Testfaellen gruen, darunter drei neue in der Gruppe
"haertung". Die Blockade einer veralteten Sitzung liess sich nicht in
der Suite pruefen - sie verlangt, das Zehn-Minuten-Fenster wirklich
abzuwarten. Dafuer gibt es ein Werkzeug ausserhalb; es belegt, dass der
Formularweg auf den Sperrbildschirm fuehrt, die Regel dabei unveraendert
bleibt, der JSON-Weg reauth_required meldet und das Passwort allein
wieder oeffnet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Deploymentcenter Bot
2026-09-21 14:58:31 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 0c20698fd5
commit 91d8bf353e
20 changed files with 1571 additions and 93 deletions
+36
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@@ -0,0 +1,36 @@
-- Migration 022: Sitzungsgeneration je Konto
--
-- Additive Migration. Der Migrator toleriert 1050/1060/1061/1062/1091.
--
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Wozu
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Ein Passwortwechsel beendete bisher keine einzige Sitzung. Wer das Passwort
-- aendert, weil er einen fremden Zugriff vermutet, liess damit genau den
-- drin, dessentwegen er es aendert: Dessen Cookie galt unveraendert weiter.
--
-- PHP legt Sitzungen als Dateien ab; es gibt keinen Index "alle Sitzungen des
-- Kontos X", ohne einen eigenen Sitzungsspeicher zu bauen. Eine Generation
-- loest dasselbe Problem mit einer Spalte: Jede Sitzung merkt sich beim
-- Anmelden den Stand, und bei jeder Anfrage wird verglichen. Wird der Stand
-- erhoeht, passen alle uebrigen Sitzungen nicht mehr - ohne dass man sie
-- einzeln finden muesste.
--
-- Die eigene Sitzung uebernimmt den neuen Stand sofort. Wer sein Passwort
-- aendert, soll nicht sich selbst hinauswerfen; das waere die Art von
-- Nebenwirkung, wegen der Leute Passwoerter nicht aendern.
--
-- ---------------------------------------------------------------------------
-- Warum Vorgabe 0 und nicht ein Zeitstempel
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-- Ein Zaehler ist gegenueber einer Uhr im Vorteil: Er braucht keine
-- Zeitzonen, keine Sekundengenauigkeit und kein Nachdenken darueber, was
-- passiert, wenn zwei Aenderungen in dieselbe Sekunde fallen. Verglichen wird
-- auf Gleichheit, nicht auf "juenger als".
--
-- Sitzungen, die vor dieser Migration eroeffnet wurden, tragen den Wert gar
-- nicht. Sie gelten weiter (siehe Auth::sessionEpochValid): Eine
-- Sicherheitsverbesserung, die im Moment ihrer Einfuehrung alle Angemeldeten
-- hinauswirft, wird beim naechsten Mal abgeschaltet.
ALTER TABLE dc_users
ADD COLUMN session_epoch INT NOT NULL DEFAULT 0 AFTER recovery_used_at;