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Deploymentcenter/docs/AGENTEN_ANBINDEN.md
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Deploymentcenter BotandClaude Opus 5 eeda6c911e fix(tokens): Supervisor-Rechte im Formular, Vollzugriff nicht mehr vorangekreuzt
Aufgefallen bei der Frage, wo man ein Werkbank-Token anlegt. Drei Befunde an
derselben Stelle:

1. DIE SUPERVISOR-RECHTE FEHLTEN IM FORMULAR

   TokenManager::KNOWN_SCOPES kennt supervisor:read, :manage und :report seit
   2.6.0 - die Ankreuzliste bot sie nie an. Ein Werkbank-Token liess sich
   ueber die Oberflaeche also gar nicht so ausstellen, wie die Anleitung es
   verlangt: dc_findings, dc_finding_summary und dc_metrics im MCP-Adapter
   waeren mit "unauthorized" gescheitert, und der Grund waere nirgends zu
   sehen gewesen.

2. "ALLE RECHTE" WAR DIE VORGABE

   Wer ein Agenten-Token anlegte und den Haken uebersah, gab damit alles
   heraus - Releases veroeffentlichen und Tokens ausstellen inbegriffen. Die
   gefaehrlichste Auswahl gehoert nicht in die Vorgabe. Vorangekreuzt ist
   jetzt "Bugtracker verwalten", also der dokumentierte Normalfall; der
   Vollzugriff traegt eine Warnung und muss ausdruecklich gewaehlt werden.

3. DIE ANSICHT HIESS "MASTER-TOKEN ERSTELLEN"

   Deshalb fand niemand das Werkbank-Token: Es entsteht an genau dieser
   Stelle, nur mit anderem Identitaetstyp. Der Name der Ansicht versprach
   etwas anderes, als sie kann - und widersprach der eigenen Regel "kein
   Master-Token an einen Agenten". Heisst jetzt "Token erstellen", mit einem
   Hinweiskasten fuer den Agentenfall.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-30 13:54:55 +02:00

198 lines
7.0 KiB
Markdown
Raw Blame History

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# Ein Projekt und seinen Agenten anbinden
**Für dich, nicht für den Agenten.** Diese Datei beschreibt, was einmalig je
Projekt zu tun ist, damit ein Coding-Agent Bugtracker, Roadmap, MCP-Adapter und
die Testwege sinnvoll benutzt.
Der Agent selbst bekommt Textbausteine aus
[AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md](AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md) — nicht diese Datei.
Reihenfolge einhalten. Jeder Schritt setzt den vorigen voraus.
---
## Was ein Agent am Ende können soll
Damit klar ist, worauf die Schritte hinauslaufen — der Ablauf einer Sitzung:
| | Der Agent tut | Womit |
|---|---|---|
| 1 | Nachsehen, was ansteht und wer schon dransitzt | `dc_roadmap` |
| 2 | Ein Item exklusiv übernehmen | `dc_next_task` |
| 3 | Prüfen, ob es ein Prüfauftrag ist statt einer Fehlerbehebung | Status am Item |
| 4 | Arbeiten, Fortschritt festhalten | `dc_comment` |
| 5 | Was ihm nebenbei auffällt, dort melden, wo die Ursache liegt | `dc_report` |
| 6 | Abschließen oder zurückgeben | `dc_resolve` / `dc_release` |
| 7 | Ein neues Vorhaben einplanen | `dc_report` + `dc_roadmap_set` |
Was er **nicht** tun soll: eine `TODO.md` anlegen, Status in eine Markdown-Datei
schreiben, ein verworfenes Vorhaben erneut vorschlagen, ohne die Begründung
gelesen zu haben.
---
## 1. Werkbank-Token anlegen
Im WebUI: **Token-Verwaltung → ➕ Token erstellen**.
Die Ansicht hieß bis 2.7.0 „Master-Token erstellen" — deshalb war das
Werkbank-Token dort nicht zu finden. Es entsteht an derselben Stelle, nur mit
anderem Identitätstyp.
| Feld | Wert |
|---|---|
| Typ (`owner_type`) | `dev_agent` |
| Projekt | das Projekt — **nicht leer** |
| Scopes | `bugtracker:manage`, `supervisor:read`, `watchdog:read` |
`supervisor:manage` nur, wenn der Agent Befunde auch abhaken soll.
`license:dev` und `updateservice:read` nur für die Test-VM (Schritt 5).
**Je Projekt ein eigenes Token.** Aus der Projektbindung leitet der Server
`reported_from` ab. Ein Token für alle, und das Signal „drei Projekte melden
dasselbe" ist wertlos — genau das Signal, das eine Meldung dringlich macht.
**Kein Master-Token an einen Agenten.** Er darf melden, übernehmen und
abschließen; er darf keine Releases veröffentlichen und keine Tokens ausstellen.
---
## 2. MCP-Adapter einrichten
Der Adapter ist eine Datei ohne Abhängigkeiten. Kein `npm install`.
**Claude Code** — `.mcp.json` im Projektverzeichnis:
```json
{
"mcpServers": {
"deploymentcenter": {
"command": "node",
"args": ["J:/Softwareprojekte/Deploymentcenter/mcp/deploymentcenter-mcp.mjs"],
"env": { "DC_TOKEN": "dc_..." }
}
}
}
```
**Claude Desktop** — `%APPDATA%\Claude\claude_desktop_config.json`, absoluter
Pfad, `DC_PROJECT` setzen, danach Desktop **vollständig** beenden und neu
starten. Einzelheiten in [../mcp/README.md](../mcp/README.md).
Prüfen, ohne Claude zu starten:
```bash
printf '%s\n' '{"jsonrpc":"2.0","id":1,"method":"initialize","params":{}}' '{"jsonrpc":"2.0","id":2,"method":"tools/list"}' | node mcp/deploymentcenter-mcp.mjs
```
Erwartet: 15 Werkzeuge. Kommt nichts, liegt es am Pfad oder daran, dass `node`
nicht im PATH steht.
---
## 3. Die Bausteine in die Projektdatei
In `CLAUDE.md` bzw. `AGENTS.md` des Projekts, aus
[AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md](AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md):
| Lage | Bausteine |
|---|---|
| Mit `.mcp.json` | **A** + **B** |
| Test-VM | **A** + **D** |
| Ohne MCP | **A** + **C** |
**Nicht alles einkopieren.** Wo der Adapter läuft, tragen die Werkzeuge ihre
Beschreibung selbst; Baustein C wären zweihundert Zeilen, die das Modell nie
liest und die auseinanderlaufen, sobald sich die Schnittstelle ändert.
Danach einmal `dc_link_project` aufrufen — dann ist zentral beantwortbar,
welche Projekte von einem SDK-Fehler betroffen sind.
---
## 4. Die Roadmap des Projekts übernehmen
Nur, wenn es eine `ROADMAP.md`, `TODO.md` oder eine Sammlung von
Planungsdokumenten gibt. Verfahren in
[ROADMAP_MIGRATION.md](ROADMAP_MIGRATION.md), sechs Schritte.
Für Dateien im Format dieses Projekts nimmt
[../scripts/roadmap_import.py](../scripts/roadmap_import.py) die Arbeit ab:
```bash
python scripts/roadmap_import.py --lesen
```
**Immer zuerst.** Dabei fällt auf, was die Datei falsch behauptet. Bei der
Übernahme des Deploymentcenters selbst kam heraus: drei Einträge längst
erledigt, eine Kennung doppelt vergeben, ein Themenbereich nicht angelegt, und
eine erfundene Beispiel-Itemnummer im Fließtext, die ein echtes Item in einem
anderen Projekt traf.
Danach `--uebernehmen` mit `DC_TOKEN`, Datei umbauen, `--check`.
---
## 5. Nur wenn der Agent auf der Test-VM arbeitet
Zusätzlich `license:dev` und `updateservice:read` am Token, Ablage unter
`~/.config/dc-testkit/`, Baustein **D** statt **B**. Siehe
[TESTUMGEBUNG.md](TESTUMGEBUNG.md) §4.2.
**Kein Kundenlizenzschlüssel auf die VM.** Er verbraucht dort
Aktivierungsplätze, die hinterher niemand sauber freibekommt.
---
## Was NICHT an die anderen Projekte geht
Die Testinstanz `dc-dev.mhdf.de` und `tests/e2e` gehören zum Deploymentcenter
und werden **nicht** je Projekt nachgebaut. Sie prüfen den Server; die anderen
Projekte sind dessen Kunden, nicht seine Betreiber. `testctl.php` kann Tabellen
löschen und liegt bewusst nur auf einer Instanz.
Was sich dagegen **lohnt zu übernehmen**, ist die Haltung dahinter — sie kostet
kein eigenes Testtor:
- **Ein gefundener Fehler bekommt zweierlei:** ein Item im Bugtracker und einen
Testfall, der ihn festhält.
- **Bekannte, noch offene Befunde blockieren nicht.** Der Testfall läuft mit
und ist als bekannt vermerkt — mit Item-Nummer. Ein Eintrag ohne Item ist
eine Ausrede, kein Befund. Vorbild:
[../tests/e2e/bekannte_befunde.json](../tests/e2e/bekannte_befunde.json).
- **Fehlende Voraussetzung heißt übersprungen, nicht rot.** Der Unterschied
zwischen „kaputt" und „nicht prüfbar" muss im Bericht sichtbar bleiben — und
am Rückgabewert: Ein Lauf, der mehr überspringt als prüft, ist kein
bestandener Lauf.
Wer für sein Projekt eine eigene Strecke baut, meldet Fehler des
Deploymentcenters weiterhin dorthin — mit `evidence`.
---
## Prüfen, ob es sitzt
Nach der Einrichtung diese vier Fragen an den Agenten stellen. Sie decken
genau die Stellen ab, an denen es erfahrungsgemäß hakt:
| Frage | Erwartete Reaktion |
|---|---|
| „Was steht als Nächstes an?" | ruft `dc_roadmap` auf, liest keine Datei |
| „Fang mit dem obersten an." | ruft **zuerst** `dc_next_task`, dann erst Code |
| „Lass uns X bauen" (etwas aus Abschnitt H) | sucht die Begründung und widerspricht, statt loszulegen |
| „Mir ist ein Fehler im SDK aufgefallen" | meldet unter `deploymentcenter` mit `evidence`, nicht im eigenen Projekt |
Antwortet er auf die erste Frage mit dem Inhalt einer Markdown-Datei, fehlt
Baustein A oder der Adapter läuft nicht.
---
## Reihenfolge über alle Projekte
1. `deploymentcenter` — bereits erledigt, das Verfahren ist einmal durchlaufen
2. Ein zweites Projekt vollständig, mit allen fünf Schritten
3. Die übrigen erst danach
Schritt 2 ist der eigentliche Test der Anleitung. Was dabei hakt, gehört als
Meldung unter `deploymentcenter` — die Anleitung ist Teil des Produkts.