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Deploymentcenter/docs/UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE.md
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Deploymentcenter BotandClaude Opus 5 7a3a5dad69 fix(releases): Lizenzschluessel nicht mehr im Klartext, Selbsttest, Zielorte
Vier Befunde aus einer externen Durchsicht der 2.4-Integration.

1. Die .htpasswd war eine Klartext-Kundenliste
   Das htpasswd-Format hasht nur die Passwortspalte. Benutzername UND Passwort
   waren der Lizenzschluessel - der Schluessel stand also im Klartext direkt
   neben seinem eigenen bcrypt-Hash, und der Hash war Dekoration. Geschuetzt
   hat das Ganze nur die FilesMatch-Regel in derselben Datei.
   Der Benutzername wird jetzt abgeleitet: lic_<sha256(schluessel), 16 Hex>.
   Die Datei enthaelt damit nur noch eine Einwegableitung und einen Hash ueber
   einen hochentropen Schluessel.
   Server und SDK muessen dabei zeichengenau uebereinstimmen; ein Test prueft
   die C#-Ableitung gegen die PHP-Formel.

2. Ein Formatwechsel blieb unbemerkt liegen
   Beim Umbau auf 1. faellt auf: reconcile() sah keinen Anlass zur
   Neuerzeugung, die Dateien behielten das alte Format, waehrend die Clients
   bereits das neue schickten. Die erzeugten Dateien tragen deshalb jetzt eine
   Formatkennung; weicht sie ab, wird neu erzeugt.

3. Doku beschrieb Nginx, der Schutz ist Apache-only
   .htaccess wird von Nginx ignoriert - dort waeren die Verzeichnisse offen und
   die .htpasswd oeffentlich abrufbar. Die Statusanzeige pruefte nur, ob die
   Dateien existieren, und haette in dem Fall "GESCHUETZT" gemeldet.
   Neu: ein echter Selbsttest ruft die eigene Paket-Adresse OHNE Zugangsdaten
   ab und erwartet 401. Er laeuft beim manuellen Erzeugen und nach jeder
   automatischen Neuerzeugung; das Ergebnis steht in der Oberflaeche, ein
   Fehlschlag im Log. Er findet nebenbei auch abgeschaltetes AllowOverride und
   Tippfehler in der erzeugten Datei. Doku korrigiert, Nginx-Vorlage ergaenzt.

4. Erstinstallation schrieb an einen Ort, an dem Linux-Anwendungen nicht lesen
   setup.json-Ziele waren immer installationsrelativ. Eine Anwendung, die sich
   unter Linux richtig verhaelt, liest aus $XDG_CONFIG_HOME - /opt/<app> ist
   fuer den Dienstbenutzer meist nicht schreibbar. Der Installer legte die
   Datei also dorthin, wo nie jemand nachsieht.
   Ziele haben jetzt ein "location": install (Vorgabe), config, data, home,
   plus ${VAR}- und %VAR%-Ersetzung in "file". Unbekannte Variablen bleiben
   stehen statt leer zu werden - ein Platzhalter faellt auf, ein falscher Pfad
   nicht. Der Installer gibt den aufgeloesten Pfad aus, weil bei config das
   Konto entscheidet, unter dem er laeuft.

Ausserdem
- Doku zeigte "status": "ok" fuer update/delete; Http::ok() erzeugt
  "status": "success".
- UPGRADE §16.1 deckte Neuprodukte nicht ab: Fuer ein Produkt ohne Release
  existiert /releases/<slug>/ nicht und wird uebersprungen. Das Verzeichnis
  entsteht erst mit dem ersten Upload, der naechste Tick schuetzt es. Der erste
  ausgelieferte Build muss die Zugangsdaten also schon mitbringen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-13 11:47:26 +02:00

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Deploymentcenter — UpdateService Integration & Deployment Guide

⚠️ Geändert in Version 2.0 — Das Veröffentlichen eines Releases läuft jetzt über POST /api/updateservice/v1/publish und verlangt ein Token mit dem Scope updateservice:publish (zuvor völlig ungeschützt). Der Versionsvergleich folgt jetzt der semantischen Versionsordnung, 1.10.0 gilt also korrekt als neuer als 1.9.0. Umstellungsschritte: UPGRADE.md.

⚠️ Geändert in Version 2.1

  • Deploymentcenter.BuildInfo.targets erzeugt die Klasse jetzt im Namensraum des einbindenden Projekts. Die vorherige Fassung war nicht einbindbar (CS0433), siehe §2B.
  • Der API-Rückfall in CheckForUpdateAsync liest die Antwort jetzt korrekt. Fehlte die latest.json, kamen zuvor weder Download-Adresse noch Prüfsumme, Changelog oder Kritikalität an, siehe §2C.

⚠️ Geändert in Version 2.2 — bitte vollständig lesen, bevor das nächste Release gebaut wird. Umstellungsschritte: UPGRADE.md §15.

  • Releases tragen eine Plattform. Ohne sie überschrieben sich win-x64 und linux-x64 gegenseitig, siehe §1A.
  • Konfigurationsdateien überleben ein Update. Bisher überschrieb jedes Update die eingerichteten Werte des Zielsystems, siehe §3A.
  • Anwenden mit Rollback. Ein Abbruch hinterlässt keine halbe Installation mehr, und entfernte Dateien werden aufgeräumt, siehe §4B.
  • Releases sind signiert, siehe §6.
  • LaunchUpdateAgent übergibt jetzt Neustart, Prozesskennung und Plattform, siehe §2A.

Das UpdateService-Modul des Deploymentcenters bietet ein unternehmensweites, leichtgewichtiges Update-, Rollback- und Reparatur-Schema: statisch ausgelieferte Pakete plus eine PHP-API.

⚠️ Der Webserver ist nicht beliebig. Ältere Fassungen dieser Anleitung beschrieben den Stack durchgehend als „LEMP (Nginx + PHP)". Der Zugangsschutz aus §5A beruht auf .htaccess und wird von Nginx vollständig ignoriert — dort wären die Release-Verzeichnisse offen und die .htpasswd sogar öffentlich abrufbar, während die Oberfläche „geschützt" meldete.

dc.mhdf.de läuft auf Apache mit aktivem AllowOverride, dort trägt es. Wer auf Nginx ausrollt, muss den Schutz in der Serverkonfiguration nachbilden — die Vorlage steht in §5A. Verlass dich nicht auf die Anzeige, sondern auf den Selbsttest: er ruft die eigene Paket-Adresse ohne Zugangsdaten ab und erwartet 401.


1. Übersicht & Architektur

  • Kein dauerhafter Background-Dienst: Hauptanwendungen prüfen beim Start einmalig schnell und netzwerktolerant auf verfügbare Updates und Dateiintegrität.
  • Entkoppelte Ausführung: Bei Handlungsbedarf beendet sich die Hauptanwendung sauber und übergibt die Kontrolle an den eigenständigen Console Agent (update-agent.exe / update-agent).
  • 3-Kanal-System: Kanäle prod (Produktiv), beta (Vorab-Test), dev (Entwicklung).
  • Plattform-Dimension: je Kanal getrennte Pakete für win-x64, linux-x64 usw.
  • Statische Verteilung: Downloads und Versionen-Manifeste (latest.json, manifest.json, package.tar.gz) liefert der Webserver direkt aus, ohne PHP im Weg.
  • Zugangsschutz über den Lizenzschlüssel — setzt Apache voraus, siehe Kasten oben.

1A. Plattformen

Ein Release wird durch vier Angaben bestimmt: Projekt, Kanal, Version und Plattform. Die Plattform ist eine .NET-Laufzeitkennung (win-x64, linux-x64, linux-musl-arm64, osx-arm64, …) oder any für Pakete, die überall laufen.

Zuvor gab es diese Dimension nicht. Wer für zwei Plattformen baute, veröffentlichte beide Pakete unter derselben Version im selben Kanal — das zweite überschrieb das erste, und ein Linux-System zog sich das Windows-Paket. Behelfe waren getrennte Projekt-Slugs (myapp-win, myapp-linux) oder zweckentfremdete Kanäle; beides trug nicht weit.

Auswahlregel

Client schickt bekommt
platform=win-x64 Pakete mit win-x64, ersatzweise any
platform=linux-x64 Pakete mit linux-x64, ersatzweise any
nichts ausschließlich any

Der letzte Fall ist Absicht. Ein Client, der seine Kennung nicht nennt, soll lieber kein Update bekommen als das Paket einer fremden Plattform. Alle vor Version 2.2 veröffentlichten Releases stehen auf any und bleiben damit für bereits ausgelieferte Anwendungen erreichbar.

Je Version gewinnt das plattformgenaue Paket; gibt es keines, wird das plattformunabhängige genommen.

Ablage

Plattformunabhängige Releases behalten den bisherigen Pfad, alle anderen bekommen eine Zwischenebene:

/releases/myapp/prod/1.4.3/package.tar.gz              ← platform = any
/releases/myapp/prod/win-x64/1.4.3/package.tar.gz      ← platform = win-x64
/releases/myapp/prod/linux-x64/1.4.3/package.tar.gz    ← platform = linux-x64

Ohne diese Rücksicht wären alle bestehenden Installationen von einem Tag auf den anderen von ihren Updates abgeschnitten gewesen.


2. Integration in .NET Client-Anwendungen

A. Referenz auf Deploymentcenter.Client

Binde das Projekt oder Paket Deploymentcenter.Client in deine Anwendung ein.

using Deploymentcenter.Client;
using Deploymentcenter.Client.Models;

// Early Start Hook in Program.cs (oder App.xaml.cs)
var updateClient = new UpdateClient();
var checkResult = await updateClient.CheckForUpdateAsync(
    baseUrl: "https://dc.mhdf.de",
    projectId: "myapp",
    currentVersion: BuildInfo.Version,
    channel: "prod"
    // platform: entfällt - ohne Angabe die Kennung des laufenden Systems
);

if (checkResult.UpdateAvailable)
{
    Console.WriteLine($"[UPDATE] Neues Release v{checkResult.LatestRelease.Version} verfügbar!");

    var agentPath = UpdateClient.ResolveAgentPath();
    if (agentPath == null)
    {
        Console.WriteLine("[UPDATE] Kein update-agent gefunden.");
        return;
    }

    UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
        agentPath:      agentPath,
        projectId:      "myapp",
        channel:        "prod",
        action:         "update",
        version:        "latest",
        currentVersion: BuildInfo.Version,
        exitCurrentApp: true
    );
}

Nicht mehr "update-agent.exe" fest verdrahten. ResolveAgentPath() liefert den plattformrichtigen Namen — unter Linux und macOS trägt das Binary keine Endung, ein fester .exe-Name wird dort nie gefunden, und die Anwendung meldet stumm „kein Agent vorhanden".

Drei Dinge erledigt LaunchUpdateAgent seit 2.2 von selbst:

Was Warum
--restart mit dem Pfad der eigenen Anwendung Zuvor wurde der Parameter nie übergeben. Der Agent unterstützte ihn, bekam ihn aber nie zu sehen — die Anwendung schloss sich und blieb zu
--wait-for-pid mit der eigenen Prozesskennung Zuvor wurde der Agent gestartet und sofort Environment.Exit(0) gerufen. Bei langsamem Herunterfahren (Kestrel, EF, Log-Flush) kopierte er über noch gesperrte Dateien
--platform mit der Kennung des Systems Verhindert, dass ein Paket der falschen Plattform gezogen wird

Abschaltbar über restartPath: "" bzw. waitForCurrentProcess: false, wenn ein Dienst-Manager den Neustart übernimmt.

currentVersion ist wichtig für Installationen ohne manifest.json — siehe §4A.

B. MSBuild BuildInfo Generierung

Binde das Deploymentcenter.BuildInfo.targets Script in deine .csproj ein, damit Version, UTC-Build-Datum und Git Commit-Hash automatisch zur Übersetzungszeit generiert werden:

<PropertyGroup>
  <Version>1.4.3</Version>
</PropertyGroup>

<Import Project="..\Deploymentcenter.Client\Deploymentcenter.BuildInfo.targets" />

Die Klasse entsteht im Namensraum deines Projekts ($(RootNamespace)), nicht im SDK. Du erreichst sie also ohne using:

Console.WriteLine(BuildInfo.Version);   // "1.4.3" aus <Version>
Console.WriteLine(BuildInfo.Summary);   // v1.4.3 (5f9b0c5) built on ... [prod]

Verfügbare Werte: Version, GitCommit, GitCommitShort, BuildDateUtc, Channel, Summary. Ohne Git-Arbeitskopie stehen die Commit-Felder auf UNKNOWN, der Build läuft trotzdem durch.

Überschreibbare MSBuild-Eigenschaften:

Eigenschaft Wirkung
DeploymentcenterBuildInfoNamespace Zielnamensraum (Vorgabe: $(RootNamespace))
DeploymentcenterBuildInfoClass Klassenname (Vorgabe: BuildInfo)
BuildChannel prod, beta, dev (Vorgabe: prod)
GenerateDeploymentcenterBuildInfo auf false setzen, um die Erzeugung abzuschalten

Nicht auf Deploymentcenter.Client.Models zeigen lassen. Dort liefert das SDK bereits eine gleichnamige Klasse aus; partial verbindet Teilklassen nur innerhalb derselben Assembly. Genau daran scheiterte die vorherige Fassung des Targets: sie erzeugte fest in diesen Namensraum, wodurch im Consumer ein zweiter Typ mit demselben vollen Namen entstand (CS0433) und der generierte statische Konstruktor Eigenschaften setzte, die es dort nicht gab (CS0103). Ein Import war damit unmöglich.

C. Zwei Quellen, zwei Formate

CheckForUpdateAsync fragt zuerst die statische /releases/{projectId}/{channel}/latest.json ab und fällt auf /api/updateservice/v1/check zurück. Die beiden liefern unterschiedliche Feldnamen:

Bedeutung latest.json (Packager) API-Antwort (Datenbank)
Download-Adresse packageUrl download_url
Prüfsumme sha256 sha256_hash
Änderungshinweise changelog release_notes
Größe sizeBytes size_bytes
Kritisch isCritical is_critical auf oberster Ebene

Das SDK bildet beide ab: VersionInfo für die latest.json, ApiReleaseInfo für die API-Antwort. UpdateCheckResult.LatestRelease ist in beiden Fällen ein VersionInfo — für die API wird übersetzt.

Wer die API selbst anspricht, muss das berücksichtigen. Die vorherige SDK-Fassung deserialisierte die API-Antwort direkt nach VersionInfo; von beiden Formaten stimmt nur version überein. Über den API-Weg kam deshalb nichts weiter an — und IsCritical wurde aus dem Release-Objekt statt vom Wurzelfeld gelesen und war damit immer false. Da dieser Zweig genau der Rückfall ist, wenn die latest.json fehlt, degradierte die Update-Prüfung still.


3. Packaging & Deployment CLI (pack-and-deploy)

Das Packaging-Tool verpackt den dotnet publish-Output, berechnet Hashes, erzeugt das manifest.json und lädt alles per FTP auf den LEMP-Server.

Aufruf-Beispiel:

pack-and-deploy --project myapp --version 1.4.0 --channel prod \
                --platform win-x64 \
                --publish-dir ./bin/Release/net8.0/win-x64/publish \
                --changelog "Fehlerbehebungen und Performance-Optimierung"

Ohne --platform versucht der Packager, die Kennung aus dem Publish-Pfad zu lesen (.../net8.0/linux-x64/publishlinux-x64). Gelingt das nicht, gilt das Release als plattformunabhängig und es erscheint eine Warnung.

Konfiguration (packager.config.json)

Diese Datei enthält Zugangsdaten und ist per .gitignore von der Versionskontrolle ausgeschlossen. Vorlage: packager.config.example.json. In der vorherigen Fassung standen die echten FTP-Zugangsdaten sowohl hier in der Anleitung als auch als Standardwerte im Quelltext von Program.cs.

{
  "ftpHost": "ftp.example.com",
  "ftpPort": 21,
  "ftpUser": "ftp-user",
  "ftpPass": "ftp-password",
  "ftpRemoteBaseDir": "/public_html/releases",
  "apiBaseUrl": "https://dc.mhdf.de",
  "apiToken": "dc_sub_...",
  "excludePatterns": [
    "*.pdb",
    "*.xml",
    "appsettings.Development.json",
    "*.log",
    "logs/**"
  ],
  "preservePatterns": [
    "appsettings.json",
    "settings.json",
    ".env"
  ]
}

apiToken braucht das Recht updateservice:publish. Ohne Token baut und lädt der Packager das Paket zwar hoch, meldet es aber nicht beim Deploymentcenter an und beendet sich mit Rückgabewert 2. Ohne Registrierung entsteht auch keine Signatur.

Alternative: Umgebungsvariablen

Für CI-Läufe, in denen keine Datei abgelegt werden soll — sie haben Vorrang vor der Konfigurationsdatei:

export DC_FTP_HOST=ftp.example.com
export DC_FTP_USER=ftp-user
export DC_FTP_PASS='...'
export DC_TOKEN='dc_sub_...'

pack-and-deploy --project myapp --version 1.4.0 --channel prod \
                --platform linux-x64 \
                --publish-dir ./bin/Release/net8.0/linux-x64/publish

Rückgabewerte

Wert Bedeutung
0 Paket gebaut, hochgeladen und im Deploymentcenter registriert
1 Konfiguration unvollständig, Publish-Verzeichnis fehlt oder Versionskonflikt — nichts wurde ausgeführt
2 Teilweise fehlgeschlagen: FTP-Upload oder Registrierung ging schief

Zuvor lieferte das Werkzeug in allen Fällen 0 und meldete „successfully published", selbst wenn FTP-Upload und API-Aufruf beide fehlgeschlagen waren.


3A. Ausschließen oder schützen

Das sind zwei verschiedene Dinge, und die Unterscheidung ist der Grund, warum Updates bisher Konfigurationen zerstört haben.

excludePatterns preservePatterns
Im Paket? nein ja
Bei der Erstinstallation? fehlt wird geschrieben
Beim Update? vorhandene Datei bleibt unangetastet
Wofür Build-Artefakte, Logs, Entwicklungs-Einstellungen Konfigurationsvorlagen

Eine appsettings.json gehört ins Paket — sonst ist eine Erstinstallation unvollständig. Sie darf beim Update nur nicht über die eingerichteten Werte des Zielsystems geschrieben werden. Genau dafür ist preservePatterns da; die Liste wandert ins manifest.json und wird vom Agenten ausgewertet.

Vorher: IsExcluded verstand ausschließlich *.endung und exakte Namen. Die mitgelieferte Beispielkonfiguration enthielt logs/** und scratch/** — beides traf nie zu. Und eine settings.json mit Datenbankpasswort und DC-Token stand auf keiner der beiden Listen: sie wurde mitgeliefert und überschrieb beim Update die Konfiguration jedes Zielsystems.

Die Muster sind jetzt echte Globs:

Muster trifft
*.pdb jede .pdb in jedem Unterverzeichnis
logs/** alles unterhalb von logs/
wwwroot/*.css nur direkt in wwwroot/, nicht darunter
wwwroot/**/*.css auch in Unterverzeichnissen
appsettings*.json appsettings.json, appsettings.Production.json, …

Der Packager warnt zusätzlich von sich aus, wenn eine Datei nach Zugangsdaten aussieht und auf keiner der beiden Listen steht.

Versionsgegenprobe

Der Packager liest die Version aus der Hauptassembly und bricht bei einer Abweichung zu --version ab:

[FEHLER] Versionskonflikt:
          --version sagt   : 1.0.2
          MyApp.dll sagt   : 1.0.1

Der Grund dafür ist unangenehm genug, um dafür abzubrechen: Wird 1.0.1 als 1.0.2 veröffentlicht, aktualisieren alle Clients, melden danach weiterhin 1.0.1, halten das Release erneut für neu — und aktualisieren bei jedem Start wieder. Eine Endlosschleife über die gesamte Installationsbasis.

Üblicher Auslöser: <Version> steht nur in einem der beteiligten Projekte. Der Wert gehört in die Directory.Build.props. Notausgang für bewusste Abweichungen: --ignore-version-mismatch. Lässt sich die Assembly nicht bestimmen, wird nur gewarnt — --main-assembly gibt sie gezielt an.


4. Standalone UpdateAgent (update-agent)

Der update-agent kann sowohl interaktiv (Spectre.Console Terminal UI) als auch im Headless CLI-Modus betrieben werden.

CLI Modus Befehle:

# Nach Updates suchen
update-agent --project myapp --channel prod --action check

# Auf neueste Version aktualisieren
update-agent --project myapp --channel prod --action update --version latest --target-dir /opt/myapp

# Rollback auf ältere Version
update-agent --project myapp --channel prod --action update --version 1.3.2

# Integritäts-Reparatur der aktuellen Installation
update-agent --project myapp --channel prod --action repair

# Alle verfügbaren Versionen auflisten
update-agent --project myapp --channel prod --action list

Zusätzliche Parameter seit 2.2:

Parameter Wirkung
--platform <rid> Laufzeitkennung; Vorgabe ist die des laufenden Systems
--current-version <ver> Installierte Version, wenn keine manifest.json vorliegt
--wait-for-pid <pid> Vor dem Anwenden auf das Ende dieses Prozesses warten
--wait-timeout <sek> Geduld dabei (Vorgabe 60). Läuft der Prozess danach noch, wird nichts verändert
--pubkey <datei> Öffentlicher Schlüssel zur Signaturprüfung
--require-signature Ohne gültige Signatur nicht installieren

4A. Welche Version ist installiert?

Es gab zwei Antworten darauf, und sie widersprachen sich: Die Anwendung verglich BuildInfo.Version (einkompiliert), der Agent las manifest.json im Zielverzeichnis. Fehlte diese Datei — etwa bei einer von Hand aufgesetzten Installation — meldete der Agent „Unbekannt" und hielt jede Version für neuer. Die Reparatur suchte dann auf dem Server nach einer Version namens „Unbekannt" und brach genau dann ab, wenn man sie braucht.

Die Reihenfolge ist jetzt:

  1. --current-version, falls übergeben — die Anwendung kennt ihre eigene Version am sichersten
  2. manifest.json im Zielverzeichnis
  3. sonst 0.0.0, und die Reparatur greift auf latest zurück

Deshalb sollte LaunchUpdateAgent immer currentVersion: BuildInfo.Version mitgeben.


4B. Wie ein Update angewendet wird

Die Stelle war als „Atomic Replace with Backup" kommentiert und war tatsächlich eine Kopierschleife: kein Backup, kein Rollback, kein Aufräumen. Brach sie in der Mitte ab — gesperrte Datei, volle Platte —, blieb eine halb aktualisierte Installation zurück, aus der kein Weg zurückführte.

Der Ablauf ist jetzt:

  1. Plan bilden. Welche Dateien werden geschrieben, welche sind geschützt, welche gehören nicht mehr zum Release?
  2. Sichern. Jede Datei, die überschrieben oder entfernt wird, wandert vorher nach .dc-update-backup/.
  3. Anwenden. Schreiben, dann verwaiste Dateien entfernen.
  4. Bei einem Fehler: vollständiger Rollback aus dem Backup, danach wird die Ursache gemeldet. Die Installation bleibt auf dem alten Stand lauffähig.
  5. Bei Erfolg: Backup löschen, leer gewordene Verzeichnisse entfernen.

Verwaiste Dateien

Eine DLL, die es im neuen Release nicht mehr gibt, blieb bisher für immer im Verzeichnis liegen — bei .NET ein realer Weg in kaputte Assembly-Auflösung. Sie wird jetzt entfernt, aber nur, wenn sie in der manifest.json der Vorversion stand. Ohne dieses Wissen wird nichts gelöscht; Dateien, die nicht aus einem Release stammen, bleiben in jedem Fall unangetastet.

Der Agent im Paket

--target-dir zeigt in der Vorgabe auf das Verzeichnis des Agenten selbst. Liegt der Agent im Paket, kopierte er sich also unter laufendem Betrieb über sich selbst — unter Windows eine Zugriffsverletzung mitten im Update.

Eine laufende ausführbare Datei lässt sich unter Windows nicht überschreiben, aber umbenennen. Der Agent legt sich deshalb als update-agent.exe.dc-old zur Seite, schreibt die neue Fassung und entfernt den Rest beim nächsten Start.

Ausführungsrechte

Wird unter Windows für linux-x64 gebaut, kennt das tar-Archiv keine Unix-Rechte und alles landet als 644 — die Anwendung ließe sich auf dem Zielsystem nicht starten. Der Agent setzt das Ausführungsbit beim Anwenden für Dateien ohne Endung (der .NET-Apphost) und für *.sh.


4C. Prüf-Endpunkte (für eigene Anbindungen)

Die Lese-Endpunkte sind bewusst ohne Token erreichbar, damit ausgelieferte Anwendungen ohne Anpassung weiter nach Updates suchen können. Sie liefern nur Release-Metadaten, die über die Download-URL ohnehin öffentlich sind.

GET /api/updateservice/v1/check?product=myapp&version=1.4.2&channel=prod&platform=win-x64
{
  "status": "success",
  "update_available": true,
  "current_version": "1.4.2",
  "latest_version": "1.4.3",
  "platform": "win-x64",
  "is_critical": false,
  "latest_release": {
    "version": "1.4.3",
    "platform": "win-x64",
    "download_url": "https://dc.mhdf.de/releases/myapp/prod/win-x64/1.4.3/package.tar.gz",
    "sha256_hash": "e3b0c442...",
    "git_commit": "a21536f",
    "size_bytes": 8412160,
    "release_notes": "Behebt den Login-Fehler.",
    "manifest_signature": "hsuQVhef...",
    "is_critical": 0
  }
}

Ohne platform werden ausschließlich Releases mit platform=any berücksichtigt. Wer die Endpunkte selbst anspricht und für mehrere Plattformen ausliefert, muss den Parameter mitschicken.

Weitere Endpunkte:

Aufruf Zweck
GET .../latest?product=myapp&channel=prod&platform=win-x64 Höchstes Release, unabhängig von der Client-Version
GET .../releases?product=myapp Alle Releases, nach Versionsordnung sortiert. platform filtert hier exakt — der Endpunkt listet den Bestand, er wählt kein Paket aus
GET .../pubkey Öffentlicher Schlüssel zur Signaturprüfung

Versionsvergleich

Der Vergleich folgt der semantischen Versionsordnung. Konkret bedeutet das:

Installiert Verfügbar Update?
1.9.0 1.10.0 ja — zweistellige Minor ist höher
1.10.0 1.9.0 nein
1.0.0-rc.1 1.0.0 ja — Release schlägt Vorabversion
1.0.0 1.0.0-rc.1 nein
v1.4.2 v1.4.3 ja — führendes v wird ignoriert

Zuvor verglich der Server lexikografisch. 1.9.0 galt dadurch als neuer als 1.10.0, und Clients bekamen ein Downgrade als Update angeboten. Derselbe Fehler steckte im .NET-Client bei v-präfigierten Versionen und ist dort ebenfalls behoben.

Verknüpfung mit dem Bugtracker

Beim Veröffentlichen schließen sich alle Bugtracker-Items, deren resolved_in_build der veröffentlichten Version entspricht, automatisch. Die Antwort nennt die Anzahl:

{ "status": "success", "release_id": 12, "created": true, "auto_resolved": 3,
  "message": "Release 1.4.3 (prod) für \"myapp\" veröffentlicht. 3 Bugtracker-Item(s) automatisch geschlossen." }

Damit schließt sich der Kreis: Ein Agent markiert einen Bug als „gelöst in v1.4.3", der Packager veröffentlicht v1.4.3, und das Item schließt sich selbst.


5. LEMP Verzeichnisstruktur auf dem Server

/var/www/releases/ (oder /public_html/releases/)
└── {ProjectId}/                        # z.B. myapp, polytrader
    ├── prod/
    │   ├── latest.json                 # nur platform = any
    │   ├── 1.4.0/                      # nur platform = any
    │   │   ├── package.tar.gz
    │   │   ├── package.tar.gz.sha256
    │   │   └── manifest.json           # Einzeldateien, Hashes, preserve-Liste
    │   ├── win-x64/
    │   │   ├── latest.json             # eigene Historie je Plattform
    │   │   └── 1.4.0/
    │   │       ├── package.tar.gz
    │   │       ├── package.tar.gz.sha256
    │   │       └── manifest.json
    │   └── linux-x64/
    │       ├── latest.json
    │       └── 1.4.0/
    ├── beta/
    └── dev/

Jede Plattform führt ihre eigene latest.json. Der Agent fragt zuerst den plattformspezifischen Pfad ab und fällt auf den plattformlosen zurück — Pakete einer fremden Plattform werden dabei verworfen.

Aufbewahrung

latest.json führt die letzten 15 Versionen. Ältere Versionsverzeichnisse bleiben auf dem Server liegen, sind über den Agenten aber nicht mehr auswählbar. Der Packager weist beim Herausfallen einer Version ausdrücklich darauf hin; wer weiter zurück muss, holt das Paket von Hand.


5A. Zugangsschutz der Release-Verzeichnisse

Neu in Version 2.4. Zuvor war /releases/ offen — damit jede ausgelieferte Anwendung ohne Zugangsdaten nach Updates suchen konnte. Das bedeutete aber auch: jeder im Internet konnte die vollständigen Pakete herunterladen, mitsamt allem, was versehentlich darin lag.

Der Zugang hängt jetzt am Lizenzschlüssel. Wer eine gültige Lizenz für ein Produkt hat, kommt an dessen Updates; wer keine hat, braucht auch keine. Die Anwendung kennt ihren Schlüssel ohnehin und versorgt sich damit selbst — es muss nichts zusätzlich verteilt werden.

Wie es aufgebaut ist

Je Produktverzeichnis eine eigene .htpasswd:

/releases/predictalytics/.htaccess     ← AuthType Basic, Require valid-user
/releases/predictalytics/.htpasswd     ← nur Schlüssel für predictalytics
/releases/warenwirtschaft/.htpasswd    ← nur Schlüssel für warenwirtschaft

Bewusst getrennt. Eine gemeinsame Datei würde bedeuten, dass eine Lizenz für Produkt A auch Produkt B öffnet. Da license_licenses.product_id jeden Schlüssel ohnehin an genau ein Projekt bindet, fällt die Trennung beim Erzeugen von selbst ab.

Darin stehen:

Eintrag Benutzername Passwort
Gültige Lizenz lic_ + erste 16 Hexzeichen von SHA-256(Schlüssel) der Schlüssel
Installationskonto DC-Benutzername dessen Passwort

Der Benutzername ist eine Ableitung, nicht der Schlüssel selbst. Das htpasswd-Format hasht nur die Passwortspalte. Stünde der Lizenzschlüssel auch als Benutzername darin, wäre die Datei eine vollständige Klartext-Kundenliste und der bcrypt-Hash daneben bloße Dekoration — ein einziger Konfigurationsfehler vom Leak entfernt. So enthält sie nur eine Einwegableitung und einen Hash über einen hochentropen Schlüssel; selbst offengelegt ist damit nichts anzufangen.

Die Ableitung muss auf beiden Seiten zeichengenau übereinstimmen: ReleaseGuard::licenseUsername() serverseitig, ReleaseCredentials.UsernameForLicenseKey() im SDK. Weichen sie voneinander ab, kommt niemand mehr an seine Updates.

Die Installationskonten stehen in jeder Datei — bei einer Erstinstallation gibt es noch keinen Lizenzschlüssel, mit dem sich das Paket holen ließe. Ihr Hash wird unverändert aus dc_users übernommen: PHPs password_hash() erzeugt bcrypt im Format $2y$, und genau das versteht Apache. Ein Klartextpasswort wird nirgends gebraucht.

Was sich für Clients ändert

Ohne Nachziehen bekommt keine bestehende Installation mehr Updates.

var checkResult = await updateClient.CheckForUpdateAsync(
    baseUrl:        "https://dc.mhdf.de",
    projectId:      "myapp",
    currentVersion: BuildInfo.Version,
    channel:        "prod",
    credentials:    ReleaseCredentials.FromLicenseKey(meineLizenz));

if (checkResult.Unauthorized)
{
    // Kein Netzwerkfehler: die Lizenz trägt nicht mehr.
    Console.WriteLine(checkResult.Message);
}

UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
    agentPath:  UpdateClient.ResolveAgentPath()!,
    projectId:  "myapp",
    licenseKey: meineLizenz);      // reicht --license-key an den Agenten durch

Auf der Kommandozeile:

update-agent --project myapp --action update --license-key XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX

Ersatzweise --download-user und --download-password für ein Installationskonto — das nutzt der Installer bei der Erstinstallation.

UpdateCheckResult.Unauthorized ist bewusst von einem gewöhnlichen Fehler getrennt. Ohne diese Unterscheidung sieht ein abgelaufener Vertrag aus wie eine Netzwerkstörung, und man sucht an der falschen Stelle.

Wann neu erzeugt wird

Automatisch beim Anlegen, Bearbeiten, Widerrufen und Sperren einer Lizenz, beim Löschen eines Projekts und bei jeder Änderung an einem Installationskonto.

Abgelaufene Lizenzen lösen von sich aus nichts aus — der Zeitpunkt vergeht einfach. Dafür gleicht cli/tick.php nach: Es prüft, ob seit dem letzten Lauf etwas abgelaufen ist, und erzeugt spätestens alle sechs Stunden ohnehin neu. Ein minütlicher Aufruf ist unbedenklich, im Normalfall passiert nichts.

Von Hand: WebUI → UpdateService → 🔒 Zugangsschutz. Dort steht auch, welche Produkte geschützt sind und wie viele Zugänge jeweils eingetragen sind.

Anzeige Bedeutung
GESCHÜTZT die Dateien liegen vor — das allein beweist nichts
OFFEN keine .htaccess — jeder im Internet kann laden
GESPERRT Datei vorhanden, aber leer: weder gültige Lizenzen noch Installationskonten

Der Selbsttest ist die einzige belastbare Aussage

Dass .htaccess und .htpasswd existieren, sagt nichts darüber, ob sie ausgewertet werden. Unter Nginx werden sie ignoriert, bei abgeschaltetem AllowOverride ebenso, und ein Tippfehler in der Datei führt zu 500 statt 401. In allen drei Fällen stünde in der Übersicht „GESCHÜTZT", während die Pakete offen im Netz lägen.

Der Selbsttest ruft deshalb die eigene Paket-Adresse ohne Zugangsdaten ab und erwartet 401. Er läuft bei jedem manuellen Erzeugen mit und nach jeder automatischen Neuerzeugung durch cli/tick.php; das Ergebnis steht in der Oberfläche und bei Fehlschlag im Log.

Von Hand nachprüfen:

curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/prod/<rid>/<version>/package.tar.gz   # 401
curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/.htpasswd                            # 403

Nginx statt Apache

Dort greift .htaccess nicht. Der Schutz muss in die Serverkonfiguration:

location ^~ /releases/ {
    # Je Produkt eine eigene Datei - sonst öffnet eine Lizenz für A auch B.
    # $1 ist der Produkt-Slug aus dem Pfad.
    location ~ ^/releases/([^/]+)/ {
        auth_basic           "Deploymentcenter Releases";
        auth_basic_user_file /pfad/zum/webroot/releases/$1/.htpasswd;
    }

    # Die Zugangsdateien selbst nie ausliefern.
    location ~ /\.ht { deny all; }
}

ReleaseGuard erzeugt die .htpasswd-Dateien unverändert weiter — nur die .htaccess bleibt dort wirkungslos. Der Selbsttest bestätigt anschließend, dass es trägt.

Grenzen

Das macht Pakete nicht sicher. Jeder lizenzierte Kunde kann sie weiterhin auspacken. Ein eigener API-Schlüssel in einer mitgelieferten appsettings.json wäre danach statt öffentlich eben für alle Kunden sichtbar — besser, aber immer noch falsch. Was nicht ins Paket gehört, gehört auch mit Zugangsschutz nicht hinein; siehe §3A.

Die Lese-Endpunkte der API bleiben offen. Sie verraten weiterhin, welche Produkte und Versionen es gibt — die Download-Adressen sind ohne Zugangsdaten aber wertlos.

Abschalten

Die erzeugten .htaccess-Dateien in den Produktverzeichnissen löschen. Beim nächsten Auslöser entstehen sie neu; wer es dauerhaft will, muss den Aufruf von ReleaseGuard entfernen.


6. Signatur der Releases

Der SHA256 eines Pakets stammt aus derselben Quelle wie das Paket selbst. Wer den Webroot oder die FTP-Zugangsdaten kontrolliert, tauscht beide gemeinsam aus — der Hash schützt dann gegen Übertragungsfehler, nicht gegen Manipulation. Ausgerechnet auf dem Pfad, der fremden Code ausführt.

Warum kein HMAC

Beim Lizenzmodul wird mit HMAC signiert, und das geht dort auf, weil der Server prüft. Ein Update wird auf dem Zielsystem geprüft. Ein HMAC bräuchte dort denselben geheimen Schlüssel wie auf dem Server; wer ihn ausliest, kann beliebige Pakete signieren — die Signatur verlöre genau die Eigenschaft, wegen der es sie gibt.

Deshalb asymmetrisch: der Server signiert mit einem privaten RSA-Schlüssel, der Agent prüft mit dem öffentlichen.

Einrichten

openssl genrsa -out /etc/dc/release-signing.pem 2048
chmod 600 /etc/dc/release-signing.pem
// config/config.php
'release_private_key' => dc_env('DC_RELEASE_SIGNING_KEY', '/etc/dc/release-signing.pem'),

Signiert wird beim Veröffentlichen, serverseitig. Der Packager bekommt den Schlüssel nicht zu sehen — er läuft auf Entwicklerrechnern, und der Schlüssel wäre so gut geschützt wie das schwächste dieser Systeme.

Signiert wird eine kanonische Zeile, nicht das Manifest-JSON: JSON-Ausgabe ist nicht bytestabil (Schlüsselreihenfolge, Escaping, Zahlenformat), eine Signatur darüber wäre unzuverlässig prüfbar.

dc-release-v1\n{product_slug}\n{version}\n{channel}\n{platform}\n
{sha256_hash klein}\n{download_url}\n{size_bytes}

Prüfen

Der Agent holt den öffentlichen Schlüssel einmalig von /api/updateservice/v1/pubkey und legt ihn als dc-release-pubkey.pem neben sich ab. Meldet der Server später einen anderen Schlüssel, wird gewarnt und weiterhin der hinterlegte benutzt — ein untergeschobener Server fällt damit auf. War der Wechsel beabsichtigt, die Datei löschen.

Lage Verhalten
Signatur gültig Installation läuft
Signatur ungültig Abbruch, immer
Release unsigniert Hinweis, Installation läuft
Kein öffentlicher Schlüssel Hinweis, Installation läuft
--require-signature gesetzt Die letzten beiden Fälle brechen ebenfalls ab

Ohne hinterlegten Schlüssel bleibt also alles funktionsfähig — es fehlt nur die Vertrauenskette, und darauf wird bei jedem Update hingewiesen.


7. Release-Verwaltung (Bearbeiten & Löschen)

Veröffentlichte Releases können sowohl über das Web-Interface als auch über die API nachträglich bearbeitet oder gelöscht werden.

Web-Interface (public/index.php)

  • Im Tab UpdateService📦 Veröffentlichte Software Releases enthält jede Zeile die Aktionen ✏️ Bearbeiten und 🗑️ Löschen.
  • Bearbeiten: Öffnet einen Modal-Dialog, in dem Release-Notes, Download-URL, SHA256-Hash, Git Commit, Plattform, Kanal, Version und IsCritical angepasst werden können. Beim Speichern wird die kanonische Signatur serverseitig neu berechnet.
  • Löschen: Entfernt nach Bestätigung den Release-Datensatz aus der Datenbank.

API-Endpunkte

Release Bearbeiten

  • POST /api/updateservice/v1/update (oder action=update / action=edit)
  • Scope: updateservice:publish
  • Parameter: release_id (oder id), optional updated product_slug, version, channel, platform, download_url, sha256_hash, git_commit, release_notes, size_bytes, is_critical.
  • Antwort (200 OK):
    {
      "status": "success",
      "release_id": 42,
      "updated": true,
      "platform": "win-x64",
      "signed": true,
      "message": "Release 1.2.0 (prod, win-x64) fuer \"myapp\" erfolgreich aktualisiert."
    }
    

Release Löschen

  • POST / DELETE /api/updateservice/v1/delete (oder action=delete)
  • Scope: updateservice:publish
  • Parameter: release_id (oder id) ODER die Kombination aus product_slug, version, channel, platform.
  • Antwort (200 OK):
    {
      "status": "success",
      "release_id": 42,
      "deleted": true,
      "message": "Release v1.2.0 (prod, win-x64) fuer \"myapp\" geloescht."
    }