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Deploymentcenter/public/docs/release.md
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Deploymentcenter BotandClaude Opus 5 a8b9f6f7c9 feat(docs): Changelog mit "was ist seit meiner Fassung neu"
Bisher musste ein Agent, der eine Anbindung aktualisiert, die gesamte Historie
lesen - oder er las gar nichts und uebersah eine brechende Aenderung. Beides
schlecht.

- public/docs/changelog.json ist die einzige Quelle. Je Fassung eine
  Zusammenfassung, je Aenderung Bereich, ein "breaking"-Kennzeichen und vor
  allem ein Feld "action" mit dem, was konkret zu tun ist. Steht dort null,
  ist nichts zu tun - das ist die haeufigste und nuetzlichste Antwort.
- GET /api/updateservice/v1/changelog?since=2.2.0 liefert nur die neueren
  Fassungen, dazu die Anzahl der Punkte mit Handlungsbedarf und der
  brechenden Aenderungen. count:0 heisst "du bist auf Stand" - dann muss gar
  nichts gelesen werden. Optional nach Bereich filterbar (?area=packager).
- /docs/changelog.php rendert dieselbe Datei fuer Menschen, mit Eingabefeld
  fuer die eigene Fassung. Bewusst dieselbe Quelle: zwei Fassungen zu pflegen
  hiesse, sie auseinanderlaufen zu lassen.
- DeploymentcenterSdk.Version im SDK ist der Bezugspunkt. Damit muss die
  Fassung nicht abgetippt werden.
- AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md verpflichtet dazu, sie in der AGENTS.md des
  Projekts festzuhalten und vor jeder Aenderung an der Anbindung den
  Unterschied abzufragen. Auch in der Kurzfassung fuer knappe Prompt-Budgets.

Die Historie ist rueckwirkend bis 2.0.0 gefuellt: 6 Fassungen, 25 Punkte mit
Handlungsbedarf, 13 brechende Aenderungen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-14 16:45:50 +02:00

8.9 KiB

Ein Projekt veröffentlichungsfähig machen

Für Coding-Agenten, die den UpdateService in ein Projekt integrieren. Ergebnis: ./scripts/release.ps1 -Version 1.4.3 baut, packt, lädt hoch und meldet das Release beim Deploymentcenter an — für alle Zielplattformen.

Aktualisierst du eine bestehende Anbindung? Dann lies nicht alles neu. Frag zuerst, was seit deiner Fassung dazugekommen ist:

GET /api/updateservice/v1/changelog?since=2.2.0

count: 0 heißt: du bist auf Stand. Sonst nennt jeder Eintrag unter action, was konkret zu tun ist. Für Menschen: /docs/changelog.php. Die eigene Fassung steht in DeploymentcenterSdk.Versionund gehört in die AGENTS.md deines Projekts, sonst fängst du beim nächsten Mal wieder von vorn an.

Es gibt bereits ein Werkzeug, das den schwierigen Teil erledigt: pack-and-deploy. Es berechnet Prüfsummen, erzeugt das Dateimanifest, schreibt die latest.json fort und meldet das Release über die API an. Baue das nicht nach. Ein zweiter Ort für dieselbe Logik ist ein zweiter Ort, an dem dieselben Fehler wieder entstehen — und dieses Werkzeug hat sie bereits hinter sich.

Was fehlt, ist nur die Orchestrierung: pro Zielplattform einmal dotnet publish, dann pack-and-deploy. Genau das ist die Vorlage.


1. Einrichten

Drei Dateien, einmalig:

mkdir -p scripts .dc-tools

# Windows
curl -fsSL https://dc.mhdf.de/docs/release-template/release.ps1 -o scripts/release.ps1

# Linux / CI
curl -fsSL https://dc.mhdf.de/docs/release-template/release.sh  -o scripts/release.sh
chmod +x scripts/release.sh

# in beiden Fällen
curl -fsSL https://dc.mhdf.de/docs/release-template/release.config.example.json \
     -o scripts/release.config.json

echo '.dc-tools/' >> .gitignore
echo 'artifacts/' >> .gitignore

Nur release.config.json wird angepasst. Die Skripte selbst bleiben unverändert — dann lassen sie sich bei einer neuen Fassung einfach ersetzen.

{
  "project": "myapp",
  "csproj": "src/MyApp/MyApp.csproj",
  "runtimes": ["win-x64", "linux-x64"],
  "selfContained": true,
  "setupJson": "setup.json"
}

release.config.json enthält keine Zugangsdaten und darf versioniert werden.

Zugangsdaten

Die kommen aus Umgebungsvariablen:

export DC_FTP_HOST=ftp.example.com
export DC_FTP_USER=...
export DC_FTP_PASS=...
export DC_TOKEN=dc_master_...        # braucht das Recht updateservice:publish

Alternativ eine packager.config.json neben dem Werkzeug — die steht dann in .gitignore. Ohne DC_TOKEN wird das Paket zwar gebaut und hochgeladen, aber nicht angemeldet und nicht signiert; der Rückgabewert ist dann 2.

Voraussetzungen

Windows Linux
Skript release.ps1 (PowerShell 5.1 genügt) release.sh
Nötig .NET SDK .NET SDK, curl, dazu jq oder Python

pack-and-deploy holt sich das Skript beim ersten Lauf selbst von /installer/, prüft die Prüfsumme und legt es unter .dc-tools/ ab. Das Verzeichnis gehört in die .gitignore.


2. Veröffentlichen

.\scripts\release.ps1 -Version 1.4.3 -Changelog "Behebt den Login-Fehler."
./scripts/release.sh --version 1.4.3 --changelog "Behebt den Login-Fehler."

Ohne -Version wird sie aus Directory.Build.props oder der .csproj gelesen. Weitere Schalter: -Channel beta, -Critical, -WhatIf beziehungsweise --channel, --critical, --dry-run.

Je Laufzeitkennung entsteht ein eigenes Release. Ohne Plattformangabe würden sie sich gegenseitig überschreiben — bis Version 2.2 war genau das der Fall, und ein Linux-System zog sich das Windows-Paket.


3. Was du im Projekt vorbereiten musst

<Version> in die Directory.Build.props

<Project>
  <PropertyGroup>
    <Version>1.4.3</Version>
  </PropertyGroup>
</Project>

Nicht in einzelne .csproj-Dateien. pack-and-deploy liest die Version aus der Hauptassembly und bricht bei einer Abweichung ab. Das ist Absicht: Wird 1.0.1 als 1.0.2 veröffentlicht, aktualisieren alle Clients, melden danach weiterhin 1.0.1, halten das Release erneut für neu — und aktualisieren bei jedem Start wieder. Eine Endlosschleife über die gesamte Installationsbasis.

Konfigurationsdateien schützen

Zwei verschiedene Dinge, und die Verwechslung hat schon einen echten API-Schlüssel öffentlich gemacht:

excludePatterns preservePatterns
Im Paket? nein ja
Erstinstallation fehlt wird geschrieben
Update vorhandene Datei bleibt unangetastet

Eine appsettings.json mit echten Zugangsdaten gehört in keine von beiden Listen — sie gehört gar nicht erst ins Publish-Verzeichnis. Was ausgeliefert wird, muss eine Vorlage mit Platzhaltern sein.

pack-and-deploy bricht ab, wenn es Zugangsdaten findet — geprüft werden Dateinamen (appsettings.Local.json, master.key, *.pfx, *.db, …) und der Inhalt (gefüllte Password=-Felder, sk-…, dc_master_…, private Schlüssel). Platzhalter wie sk-DEIN-SCHLUESSEL-HIER lösen nicht aus.

Häufigste Ursache: eine CopyToOutputDirectory-Regel in der .csproj, die eine lokale Konfigurationsdatei ins Ausgabeverzeichnis kopiert. Dann gehört sie in excludePatterns — und die Regel auf den Prüfstand.

Notausgang: --allow-secrets. Nur benutzen, wenn du weißt, warum. Release-Pakete liegen hinter einem Zugangsschutz, aber jeder lizenzierte Kunde kann sie auspacken.

setup.json anlegen

Beschreibt, was die Erstinstallation abfragen muss. Das Skript kopiert sie ins Publish-Verzeichnis, sodass sie im Paket landet.

{
  "schema": 1,
  "targets": [
    { "id": "app", "file": "myapp/Settings.json", "location": "config" }
  ],
  "fields": [
    { "key": "ConnectionStrings:Main", "label": "Datenbank", "type": "secret" },
    { "key": "Deploymentcenter:Token", "source": "provision",
      "scopes": ["watchdog:ping"] }
  ]
}

Vollständig beschrieben in docs/SETUP_INTEGRATION_GUIDE.md im Deploymentcenter-Repository. Ohne setup.json lässt sich die Anwendung installieren, aber nicht einrichten.

Das SDK einbinden

var check = await new UpdateClient().CheckForUpdateAsync(
    baseUrl: "https://dc.mhdf.de", projectId: "myapp",
    currentVersion: BuildInfo.Version, channel: "prod",
    credentials: ReleaseCredentials.FromLicenseKey(meineLizenz));

Der Lizenzschlüssel ist Pflicht. Die Release-Ablage liegt hinter HTTP-Basic-Auth; ohne ihn bekommt die Anwendung 401 und keine Updates mehr. Details in docs/UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE.md §5A (Zugangsschutz der Release-Verzeichnisse).

Für ein Produkt, das noch nie veröffentlicht hat, gilt eine besondere Reihenfolge. /releases/<slug>/ existiert noch nicht und ist deshalb auch nicht geschützt. Das Verzeichnis entsteht mit dem ersten Upload, und der nächste Abgleich schützt es. Es gibt also kein Zeitfenster, um ein ungeschütztes Release zu ziehen und danach das SDK nachzurüsten: der erste ausgelieferte Build muss die Zugangsdaten schon mitbringen.


4. Rückgabewerte

Wert Bedeutung
0 vollständig veröffentlicht
1 Konfigurationsfehler oder Versionskonflikt — nichts wurde ausgeführt
2 teilweise: Upload oder Registrierung fehlgeschlagen

Bei 1 bricht das Skript sofort ab, statt die übrigen Plattformen ins Leere laufen zu lassen. Bei 2 läuft es weiter und meldet am Ende, welche Plattformen betroffen sind — dort ist zu prüfen, ob die bereits hochgeladenen Dateien zusammenpassen.


5. Prüfen, ob es getragen hat

curl "https://dc.mhdf.de/api/updateservice/v1/check?product=myapp&version=0.0.0&channel=prod&platform=win-x64"

Erwartet: update_available: true mit der neuen Version und "signed": true in der Antwort des Publish-Aufrufs. Im WebUI erscheint das Release unter UpdateService → Releases mit Plattform-Spalte; steht dort UNSIGNIERT, fehlt auf dem Server der Signierschlüssel.

Und der Zugangsschutz:

curl -I https://dc.mhdf.de/releases/myapp/prod/win-x64/1.4.3/package.tar.gz   # 401 erwartet

Antwortet das mit 200, ist das Paket öffentlich abrufbar — dann im WebUI unter UpdateService → 🔒 Zugangsschutz den Selbsttest laufen lassen.


6. Häufige Stolperstellen

Symptom Ursache
Versionskonflikt beim Packen <Version> steht nur in einem von mehreren Projekten — gehört in die Directory.Build.props
Rückgabewert 2, „Registrierung fehlgeschlagen" DC_TOKEN fehlt oder hat nicht updateservice:publish
unknown_project Der Slug ist im Deploymentcenter nicht angelegt
Client bekommt 401 statt Updates Kein licenseKey übergeben, oder die Lizenz ist abgelaufen
Linux-Paket startet nicht Unter Windows gebaut — der Agent setzt das Ausführungsbit beim Anwenden, ein von Hand entpacktes Archiv nicht
Update lädt endlos erneut Veröffentlichte Version weicht von der einkompilierten ab