VORLAGE ZERLEGT
docs/AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md war ein Block von 300 Zeilen, den jedes Projekt
vollstaendig einkopierte - auch die, in denen der MCP-Adapter laeuft und die
Werkzeuge ihre Beschreibung selbst mitbringen. Jetzt vier Bausteine:
A Grundhaltung, gilt immer. Vier Regeln, kurz.
B Mit MCP-Adapter: die Reihenfolge, die in keiner Werkzeugbeschreibung
steht - erst nachsehen, dann uebernehmen, dann arbeiten.
C Ohne MCP: der REST-Weg, vollstaendig. Nur wo kein Adapter laeuft.
D Auf der Test-VM.
Ein Projekt mit Adapter traegt damit eine halbe Seite statt zweihundert Zeilen,
die das Modell nie liest und die auseinanderlaufen, sobald sich die
Schnittstelle aendert. Loest #75 (vormals C4).
NEU: docs/AGENTEN_ANBINDEN.md
Was einmalig je Projekt zu tun ist - fuer den Menschen, nicht fuer den Agenten:
Werkbank-Token, Adapter, welche Bausteine, Roadmap-Uebernahme, Test-VM. Dazu
zwei Abschnitte, die sonst gefehlt haetten:
- Was NICHT an die anderen Projekte geht: Testinstanz und tests/e2e gehoeren
zum Deploymentcenter und werden nicht je Projekt nachgebaut. Uebernehmen
laesst sich die Haltung dahinter - Befund bekommt Item UND Testfall,
bekannte Befunde blockieren nicht, fehlende Voraussetzung heisst
uebersprungen und nicht rot.
- Vier Pruefragen an den Agenten nach der Einrichtung. Antwortet er auf
"was steht als Naechstes an" mit dem Inhalt einer Markdown-Datei, fehlt
Baustein A oder der Adapter laeuft nicht.
WEBUI
Die Spaltenkoepfe der Bereichsuebersicht waren Zeichen ohne Erklaerung - wer
die Legende nicht gelesen hat, und das ist der Normalfall, riet was 🧊 heisst.
Jetzt title= samt Fragezeichen-Zeiger und gepunkteter Linie, damit ueberhaupt
erkennbar ist, dass da etwas zu holen ist. Auch Rang, Item, Ziel, Wer und Doku
in der Vorhabenliste, und der Fortschritt mit dem Hinweis, warum
Zurueckgestelltes und Verworfenes nicht in den Nenner zaehlt.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
6.8 KiB
Ein Projekt und seinen Agenten anbinden
Für dich, nicht für den Agenten. Diese Datei beschreibt, was einmalig je Projekt zu tun ist, damit ein Coding-Agent Bugtracker, Roadmap, MCP-Adapter und die Testwege sinnvoll benutzt.
Der Agent selbst bekommt Textbausteine aus AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md — nicht diese Datei.
Reihenfolge einhalten. Jeder Schritt setzt den vorigen voraus.
Was ein Agent am Ende können soll
Damit klar ist, worauf die Schritte hinauslaufen — der Ablauf einer Sitzung:
| Der Agent tut | Womit | |
|---|---|---|
| 1 | Nachsehen, was ansteht und wer schon dransitzt | dc_roadmap |
| 2 | Ein Item exklusiv übernehmen | dc_next_task |
| 3 | Prüfen, ob es ein Prüfauftrag ist statt einer Fehlerbehebung | Status am Item |
| 4 | Arbeiten, Fortschritt festhalten | dc_comment |
| 5 | Was ihm nebenbei auffällt, dort melden, wo die Ursache liegt | dc_report |
| 6 | Abschließen oder zurückgeben | dc_resolve / dc_release |
| 7 | Ein neues Vorhaben einplanen | dc_report + dc_roadmap_set |
Was er nicht tun soll: eine TODO.md anlegen, Status in eine Markdown-Datei
schreiben, ein verworfenes Vorhaben erneut vorschlagen, ohne die Begründung
gelesen zu haben.
1. Werkbank-Token anlegen
Im WebUI unter Token-Verwaltung:
| Feld | Wert |
|---|---|
Typ (owner_type) |
dev_agent |
| Projekt | das Projekt — nicht leer |
| Scopes | bugtracker:manage, supervisor:read, watchdog:read |
supervisor:manage nur, wenn der Agent Befunde auch abhaken soll.
license:dev und updateservice:read nur für die Test-VM (Schritt 5).
Je Projekt ein eigenes Token. Aus der Projektbindung leitet der Server
reported_from ab. Ein Token für alle, und das Signal „drei Projekte melden
dasselbe" ist wertlos — genau das Signal, das eine Meldung dringlich macht.
Kein Master-Token an einen Agenten. Er darf melden, übernehmen und abschließen; er darf keine Releases veröffentlichen und keine Tokens ausstellen.
2. MCP-Adapter einrichten
Der Adapter ist eine Datei ohne Abhängigkeiten. Kein npm install.
Claude Code — .mcp.json im Projektverzeichnis:
{
"mcpServers": {
"deploymentcenter": {
"command": "node",
"args": ["J:/Softwareprojekte/Deploymentcenter/mcp/deploymentcenter-mcp.mjs"],
"env": { "DC_TOKEN": "dc_..." }
}
}
}
Claude Desktop — %APPDATA%\Claude\claude_desktop_config.json, absoluter
Pfad, DC_PROJECT setzen, danach Desktop vollständig beenden und neu
starten. Einzelheiten in ../mcp/README.md.
Prüfen, ohne Claude zu starten:
printf '%s\n' '{"jsonrpc":"2.0","id":1,"method":"initialize","params":{}}' '{"jsonrpc":"2.0","id":2,"method":"tools/list"}' | node mcp/deploymentcenter-mcp.mjs
Erwartet: 15 Werkzeuge. Kommt nichts, liegt es am Pfad oder daran, dass node
nicht im PATH steht.
3. Die Bausteine in die Projektdatei
In CLAUDE.md bzw. AGENTS.md des Projekts, aus
AGENT_PROMPT_TEMPLATE.md:
| Lage | Bausteine |
|---|---|
Mit .mcp.json |
A + B |
| Test-VM | A + D |
| Ohne MCP | A + C |
Nicht alles einkopieren. Wo der Adapter läuft, tragen die Werkzeuge ihre Beschreibung selbst; Baustein C wären zweihundert Zeilen, die das Modell nie liest und die auseinanderlaufen, sobald sich die Schnittstelle ändert.
Danach einmal dc_link_project aufrufen — dann ist zentral beantwortbar,
welche Projekte von einem SDK-Fehler betroffen sind.
4. Die Roadmap des Projekts übernehmen
Nur, wenn es eine ROADMAP.md, TODO.md oder eine Sammlung von
Planungsdokumenten gibt. Verfahren in
ROADMAP_MIGRATION.md, sechs Schritte.
Für Dateien im Format dieses Projekts nimmt ../scripts/roadmap_import.py die Arbeit ab:
python scripts/roadmap_import.py --lesen
Immer zuerst. Dabei fällt auf, was die Datei falsch behauptet. Bei der Übernahme des Deploymentcenters selbst kam heraus: drei Einträge längst erledigt, eine Kennung doppelt vergeben, ein Themenbereich nicht angelegt, und eine erfundene Beispiel-Itemnummer im Fließtext, die ein echtes Item in einem anderen Projekt traf.
Danach --uebernehmen mit DC_TOKEN, Datei umbauen, --check.
5. Nur wenn der Agent auf der Test-VM arbeitet
Zusätzlich license:dev und updateservice:read am Token, Ablage unter
~/.config/dc-testkit/, Baustein D statt B. Siehe
TESTUMGEBUNG.md §4.2.
Kein Kundenlizenzschlüssel auf die VM. Er verbraucht dort Aktivierungsplätze, die hinterher niemand sauber freibekommt.
Was NICHT an die anderen Projekte geht
Die Testinstanz dc-dev.mhdf.de und tests/e2e gehören zum Deploymentcenter
und werden nicht je Projekt nachgebaut. Sie prüfen den Server; die anderen
Projekte sind dessen Kunden, nicht seine Betreiber. testctl.php kann Tabellen
löschen und liegt bewusst nur auf einer Instanz.
Was sich dagegen lohnt zu übernehmen, ist die Haltung dahinter — sie kostet kein eigenes Testtor:
- Ein gefundener Fehler bekommt zweierlei: ein Item im Bugtracker und einen Testfall, der ihn festhält.
- Bekannte, noch offene Befunde blockieren nicht. Der Testfall läuft mit und ist als bekannt vermerkt — mit Item-Nummer. Ein Eintrag ohne Item ist eine Ausrede, kein Befund. Vorbild: ../tests/e2e/bekannte_befunde.json.
- Fehlende Voraussetzung heißt übersprungen, nicht rot. Der Unterschied zwischen „kaputt" und „nicht prüfbar" muss im Bericht sichtbar bleiben — und am Rückgabewert: Ein Lauf, der mehr überspringt als prüft, ist kein bestandener Lauf.
Wer für sein Projekt eine eigene Strecke baut, meldet Fehler des
Deploymentcenters weiterhin dorthin — mit evidence.
Prüfen, ob es sitzt
Nach der Einrichtung diese vier Fragen an den Agenten stellen. Sie decken genau die Stellen ab, an denen es erfahrungsgemäß hakt:
| Frage | Erwartete Reaktion |
|---|---|
| „Was steht als Nächstes an?" | ruft dc_roadmap auf, liest keine Datei |
| „Fang mit dem obersten an." | ruft zuerst dc_next_task, dann erst Code |
| „Lass uns X bauen" (etwas aus Abschnitt H) | sucht die Begründung und widerspricht, statt loszulegen |
| „Mir ist ein Fehler im SDK aufgefallen" | meldet unter deploymentcenter mit evidence, nicht im eigenen Projekt |
Antwortet er auf die erste Frage mit dem Inhalt einer Markdown-Datei, fehlt Baustein A oder der Adapter läuft nicht.
Reihenfolge über alle Projekte
deploymentcenter— bereits erledigt, das Verfahren ist einmal durchlaufen- Ein zweites Projekt vollständig, mit allen fünf Schritten
- Die übrigen erst danach
Schritt 2 ist der eigentliche Test der Anleitung. Was dabei hakt, gehört als
Meldung unter deploymentcenter — die Anleitung ist Teil des Produkts.