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Deploymentcenter/docs/UPGRADE.md
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Deploymentcenter BotandClaude Opus 5 ceb977187e feat(releases): Zugangsschutz ueber Lizenzschluessel
/releases/ wurde bisher offen ausgeliefert, damit ausgelieferte Anwendungen
ohne Zugangsdaten nach Updates suchen koennen. Das bedeutete aber auch, dass
jeder im Internet die vollstaendigen Pakete herunterladen konnte - mitsamt
allem, was versehentlich darin liegt. Genau so lag ein echter API-Schluessel
in einer mitgelieferten appsettings.json oeffentlich abrufbar.

Zugang haengt jetzt am Lizenzschluessel: Wer eine gueltige Lizenz fuer ein
Produkt hat, kommt an dessen Updates. Die Anwendung kennt ihren Schluessel
ohnehin und versorgt sich damit selbst - es muss nichts verteilt werden.

Server
- ReleaseGuard erzeugt je Produktverzeichnis .htaccess und .htpasswd.
  Bewusst getrennt: eine gemeinsame Datei wuerde bedeuten, dass eine Lizenz
  fuer Produkt A auch Produkt B oeffnet. license_licenses.product_id bindet
  jeden Schluessel ohnehin an genau ein Projekt.
- Eingetragen werden aktive, nicht abgelaufene Lizenzen (Benutzername =
  Passwort = Schluessel; Basic Auth braucht zwei Felder, es gibt aber nur ein
  Geheimnis) sowie alle Installationskonten - bei einer Erstinstallation gibt
  es noch keinen Schluessel, mit dem sich das Paket holen liesse.
- Deren Hash wird unveraendert aus dc_users uebernommen: password_hash()
  erzeugt bcrypt im Format $2y$, genau das versteht Apache. Ein
  Klartextpasswort wird nirgends gebraucht. Argon2-Hashes werden erkannt und
  uebersprungen statt eine unbrauchbare Datei zu erzeugen.
- Lizenzschluessel werden mit Kosten 8 gehasht statt 12: 29 Zeichen
  maschineller Zufall sind kein Menschenpasswort, Apache prueft aber bei
  *jeder* Anfrage neu.
- Geschrieben wird ueber eine temporaere Datei mit rename() - ein Abbruch
  wuerde sonst eine halbe Zugangsdatei hinterlassen und in dem Moment die
  halbe Kundschaft aussperren.
- Neu erzeugt bei jeder Lizenz- und Kontoaenderung. Abgelaufene Lizenzen
  loesen anders als ein Widerruf nichts aus; dafuer gleicht cli/tick.php nach
  und erzeugt spaetestens alle sechs Stunden neu.
- Statusanzeige und Schaltflaeche im WebUI unter UpdateService.

Client
- ReleaseCredentials: Lizenzschluessel oder Installationskonto als Basic Auth.
- UpdateClient und Agent senden sie fuer latest.json und package.tar.gz.
- UpdateCheckResult.Unauthorized trennt "Lizenz traegt nicht mehr" von einem
  Netzwerkfehler. Ohne diese Unterscheidung sucht man an der falschen Stelle.
- LaunchUpdateAgent reicht licenseKey als --license-key durch.
- Der Installer benutzt die beim Anmelden eingegebenen Zugangsdaten auch fuer
  den Paketabruf; das Setup-Token taugt dafuer nicht, weil Apache prueft und
  nicht die Anwendung.

Sonstiges
- deploy.py klammert artifacts/ aus. Ohne das landeten die gebauten
  Installer-Binaries zusaetzlich unter /artifacts/ im Webroot.

ACHTUNG Reihenfolge: Der Schutz sperrt jede Anwendung aus, die noch mit dem
alten SDK gebaut ist. Erst ausliefern, dann scharfschalten - siehe
UPGRADE.md §16.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-13 11:21:49 +02:00

570 lines
23 KiB
Markdown

# Umstellung auf Version 2.0 — Ablaufplan
Diese Fassung enthält Sicherheitskorrekturen, die das Verhalten der
Schnittstellen ändern. Bitte in dieser Reihenfolge vorgehen.
> **Version 2.1** ergänzt Korrekturen im .NET-SDK und ein neues Feld am
> Heartbeat. Sie erfordert keine Konfigurationsänderung, aber eine
> Datenbankmigration und ein Nachziehen der Clients:
> **[§14 Umstellung auf 2.1](#14-umstellung-auf-21)**.
>
> **Version 2.2** überarbeitet den UpdateService grundlegend: Plattform-Dimension,
> signierte Releases, Staging-Swap mit Rollback und geschützte Konfigurationsdateien.
> **Vor dem nächsten Release einzuspielen** —
> **[§15 Umstellung auf 2.2](#15-umstellung-auf-22)**.
>
> **Version 2.4** stellt die Release-Ablage hinter einen Zugangsschutz.
> **Reihenfolge beachten:** erst das SDK ausliefern, dann scharfschalten —
> sonst bekommen bestehende Installationen keine Updates mehr.
> **[§16 Umstellung auf 2.4](#16-umstellung-auf-24)**.
---
## 1. Vor dem Deployment: Zugangsdaten wechseln
`Serverdaten.txt`, `config/config.php`, `config/.htpasswd` und
`scripts/deploy_config.json` lagen im Git-Repository. Sie sind jetzt per
`.gitignore` ausgeschlossen und aus dem Index entfernt — **die Git-Historie
enthält sie aber weiterhin**. Alle betroffenen Zugangsdaten sind daher als
kompromittiert zu behandeln:
- [ ] MySQL-Passwort ändern, danach in `config/config.php` eintragen
- [ ] FTP-Passwort ändern, danach in `scripts/deploy_config.json` eintragen
- [ ] `.htpasswd`-Passwort für `deploy` neu setzen
- [ ] Git-Token `eb429575…` widerrufen und neu ausstellen
- [ ] Admin-Passwort im WebUI ändern (die alte Fassung setzte es bei jedem
Aufruf von `install_db.php` auf `Admin1337!` zurück — jeder im Internet
konnte das auslösen)
Wenn die Historie bereinigt werden soll, geht das mit
[`git filter-repo`](https://github.com/newren/git-filter-repo). Das schreibt
alle Commit-Hashes um; bei einem Repository mit mehreren Nutzern vorher abstimmen.
---
## 2. Konfiguration ergänzen
`config/config.php` braucht drei neue Schlüssel unter `security`. Die
mitgelieferte Datei enthält bereits erzeugte Werte; für eine neue Installation:
```bash
cp config/config.example.php config/config.php
openssl rand -hex 32 # je einmal für shared_key, webhook_key, license_key
```
| Schlüssel | Zweck |
|---|---|
| `security.shared_key` | Server-zu-Server-Aufrufe: Evaluator-Cron, Migration, Deaktivierung |
| `security.webhook_key` | HMAC-Signatur ausgehender Webhooks |
| `security.license_key` | Signatur der Offline-Lizenzdateien (`.lic`) |
| `app.debug` | Auf Produktivsystemen `false` — steuert, ob Exception-Texte ausgeliefert werden |
> Der bisherige `shared_key` (`DC_MASTER_SECURE_TOKEN_2026_x98f`) stand im
> Repository und wurde ersetzt. Wer ihn irgendwo eingetragen hat — etwa für
> `/api/license/v1/deactivate` — muss den neuen Wert nachziehen.
---
## 3. Deployment
```bash
python scripts/deploy.py
```
Das Skript überträgt unter anderem die neuen Verzeichnisse `var/` (Logs) und
die zusätzlichen `.htaccess`-Dateien in `config/`, `src/` und `sql/`.
---
## 4. Migration ausführen
Im WebUI anmelden, dann **System → DB-Migration → Migration jetzt ausführen**.
Alternativ über die Kommandozeile:
```bash
php public/install_db.php
```
Oder mit dem Shared Key:
```bash
curl -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>" https://dc.mhdf.de/install_db.php
```
Die Migration ist additiv und legt an bzw. korrigiert:
- `dc_migrations` — vermerkt angewendete Versionen, damit nichts doppelt läuft
- `dc_login_attempts` — Drosselung fehlgeschlagener Anmeldungen
- `dc_webhooks` — ausgehende Benachrichtigungen
- Bugtracker: Claim/Lease, `client_ref`, `dedup_key`, Code-Kontextfelder, Indizes
- Watchdog: `last_state_change_utc`, `down_since_utc`, Zustand `unknown`
- **Reparatur von Migration 005** — deren Spalten (`push_id`, `target_agent`,
`tags`) fehlten bisher auf Datenbanken, die aus Migration 004 stammen. Die
alte Fassung nutzte dynamisches SQL, dessen Semikolons in String-Literalen
vom damaligen Installer als Statement-Ende gelesen wurden; die Fehler wurden
stillschweigend verschluckt.
- **Reparatur der Token-Hashes** — die Validierung vergleicht jetzt nur noch
den SHA-256-Hash. Die geseedeten Beispiel-Tokens trugen Hashes, die nicht zu
ihrem Klartext passten; sie werden korrigiert, damit bestehende Tokens
weiterhin funktionieren.
---
## 5. Cron für den Watchdog-Evaluator einrichten
**Ohne diesen Schritt sind die Monitor-Zustände wertlos.** Der Evaluator fehlte
bisher vollständig — der Zustand änderte sich nur beim Eintreffen eines
Heartbeats, ein ausgefallener Server blieb dauerhaft grün.
### Empfohlen: interner Aufruf (seit 2.1)
```bash
* * * * * /usr/bin/php /pfad/zum/deploymentcenter/cli/tick.php --quiet
```
Das entspricht dem früheren `watchdog/cli/tick.php`. Gegenüber dem HTTP-Weg:
- **Kein Schlüssel im Crontab.** `ps` zeigt die Argumente laufender Prozesse
jedem Nutzer der Maschine — bei einem `curl -H "Authorization: Bearer …"`
also auch den Shared Key.
- **Keine Abhängigkeit von Webserver, TLS oder DNS.** Der Evaluator läuft auch
dann, wenn der Webserver klemmt — also gerade dann, wenn das Erkennen von
Ausfällen wichtig ist.
- **Keine überlappenden Läufe.** Das Skript sperrt sich per `flock` selbst; ein
langsamer Vorlauf führt nicht zu doppelten Alarmen.
`--quiet` gibt nur bei Zustandswechseln und Fehlern etwas aus — sonst erzeugt
ein minütlicher Job 1440 Cron-Mails am Tag. Rückgabewerte: `0` erfolgreich,
`1` Fehler, `2` übersprungen (es lief bereits ein Tick).
### Alternativ: über die Schnittstelle
Sinnvoll, wenn der Cron auf einer anderen Maschine läuft als die Anwendung:
```bash
* * * * * curl -fsS -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>" https://dc.mhdf.de/api/watchdog/v1/evaluate > /dev/null
```
Beide Wege rufen denselben Code auf und schreiben denselben Lauf-Vermerk in
`watchdog_cron_jobs` — nur einen von beiden einrichten.
Solange der Job fehlt, zeigt das WebUI oben einen Warnhinweis mit einer
Schaltfläche für einen einmaligen Lauf.
---
## 6. Agenten-Tokens ausstellen
Die Ingest-Endpunkte verlangen jetzt zwingend ein Token.
1. WebUI → **Token-Verwaltung → Master-Token erstellen**
2. Scopes wählen (für einen Coding-Agenten: `bugtracker:report`,
`bugtracker:read`, `bugtracker:manage`)
3. Master-Token einmalig kopieren und auf dem Agenten-Rechner als `DC_TOKEN`
hinterlegen — oder den Agenten per `/api/tokens/v1/provision` ein eigenes
Sub-Token ziehen lassen
---
## 7. Bestehende Integrationen anpassen
| Betroffen | Was zu tun ist |
|---|---|
| Aufrufe von `/api/bugtracker/v1/report` ohne Token | Token-Header ergänzen |
| Aufrufe von `/api/bugtracker/v1/projects` ohne Token | Token-Header ergänzen |
| Skripte, die Releases veröffentlichen | Token mit `updateservice:publish` ergänzen |
| Auswertung der Antworten | Neues Format: `{"status":"success",…}` bzw. `{"status":"error","error":{"code":…}}` |
| Watchdog-Agenten mit `wd_live_…`-Token | Laufen unverändert weiter |
| Clients, die `/api/updateservice/v1/check` aufrufen | Unverändert, weiterhin ohne Token |
| Clients, die `/api/license/v1/validate` aufrufen | Unverändert, weiterhin ohne Token |
---
## 8. Zeitzonen
Datenbankzeitstempel liegen jetzt durchgängig in **UTC**; das WebUI rechnet für
die Anzeige in `app.timezone` (Europe/Berlin) um. Vorhandene Datensätze wurden
in Serverzeit geschrieben und erscheinen daher einmalig um den Zeitzonenversatz
verschoben. Für Monitoring-Daten ist das ohne Bedeutung, für den Audit-Log
gegebenenfalls beachten.
---
## 9. Prüfen, ob alles läuft
```bash
curl https://dc.mhdf.de/api/health -H "Authorization: Bearer <SHARED_KEY>"
```
Erwartet wird `"healthy": true`, eine leere `schema.pending`-Liste und ein
`checks.evaluator.ok` von `true`.
Zusätzlich stichprobenartig im WebUI prüfen:
- [ ] Anmeldung funktioniert
- [ ] Projekt anlegen und wieder löschen
- [ ] Monitor bearbeiten — das Feld **Betriebssystem** bleibt nach dem
Speichern erhalten (wurde zuvor bei jedem Speichern geleert)
- [ ] Bugtracker: „🔍 Details" öffnet den Dialog, „✔" öffnet den
Lösen-Dialog (dessen HTML fehlte bisher komplett)
- [ ] Token widerrufen und löschen (warf zuvor `HY093`)
- [ ] Lizenz-Aktivierung freigeben (warf zuvor `Class "Audit" not found`)
- [ ] Nach dem Speichern F5 drücken — es entsteht kein zweiter Eintrag mehr
---
## 10. Fehler-Stream (Migration 007)
Neu ist eine eigene Schnittstelle für Laufzeitfehler, gedacht für den globalen
Exception-Handler einer Anwendung:
```
POST /api/errors/v1/report
```
Gespeichert wird in derselben Tabelle wie der Bugtracker — ein zweiter Speicher
wäre nur ein zweiter Ort, an dem man suchen müsste. Die Trennung von Rauschen
und Signal leisten stattdessen **Ignore-Regeln**.
### Bekannte, harmlose Fehler stummschalten
Im WebUI unter **Bugtracker → 🔇 Ignore-Regeln**. Ein Treffer bedeutet nicht
„wegwerfen": Der Fehler wird weiterhin erfasst und hochgezählt, bleibt aber aus
der Übersicht heraus und löst keine Benachrichtigung aus.
Der Zähler ist dabei der eigentliche Zweck. Zu jeder Regel lässt sich eine
Alarmschwelle hinterlegen — dass ein bekannter Fehler auftritt, ist normal;
dass er plötzlich hundertmal so oft auftritt, bedeutet, dass sich etwas
geändert hat.
Eine deaktivierte Vorlage für den Duplicate-Entry-Fall liegt bereits vor; sie
lässt sich im WebUI anpassen und einschalten.
### Gruppierung
Veränderliche Anteile werden beim Zusammenfassen ausgeblendet: Werte in
Anführungszeichen, die Ziffern enthalten, Speicheradressen, GUIDs, Zeitstempel
und Zeilennummern. `Duplicate entry 'MKT-88213'` und `Duplicate entry 'AA-1'`
landen damit in einer Gruppe — ein anderer Unique-Key dagegen nicht.
> **Hinweis:** Migration 007 ändert die Berechnung des Gruppenschlüssels.
> Bereits erfasste Einträge behalten ihren alten Schlüssel; ein erneut
> auftretender Fehler legt daher einmalig eine neue Gruppe an. Danach ist der
> Zustand wieder konsistent.
## 11. Metrik-Verlauf und Health-Checks
Numerische Werte aus dem Heartbeat-Feld `metrics` werden jetzt mit Zeitstempel
abgelegt (Aufbewahrung 14 Tage) und lassen sich über
`GET /api/watchdog/v1/metrics` abfragen. Zuvor wurde `metrics_json` bei jedem
Heartbeat überschrieben — es gab immer nur den letzten Moment.
Zusätzlich kann eine Anwendung ihren Gesundheitszustand selbst mitschicken:
```json
{ "source": "polytrader-worker", "status": "ok", "interval": 60,
"checks": {
"db": { "ok": true },
"market_feed": { "ok": false, "message": "Letzter Tick vor 14 min" }
} }
```
Das Deploymentcenter interpretiert die Namen nicht — es liest nur `ok` und
`message`. Schlägt eine Prüfung fehl, wird ein als `ok` gemeldeter Heartbeat auf
`warning` herabgestuft. **Es müssen keine Ports geöffnet werden**, der Weg ist
ausgehend.
Neu sind außerdem die Statuswerte `stopped` und `maintenance`. Ohne sie erzeugte
jedes geplante Herunterfahren wenige Minuten später einen Fehlalarm — es gab
schlicht keinen Weg, ein beabsichtigtes Ende mitzuteilen:
```json
{ "source": "polytrader-worker", "status": "stopped",
"message": "Dienst planmäßig beendet" }
```
Der Evaluator lässt solche Monitore in Ruhe, bis wieder ein normaler Heartbeat
eintrifft.
## 12. Abhängigkeitsbewusste Alarmierung
Fällt ein Monitor aus, für den `parent_source` gesetzt ist, und ist der
übergeordnete Monitor selbst unten, wird der Alarm für das Kind unterdrückt.
Der Zustand bleibt im Dashboard sichtbar.
Vorher erzeugte ein ausgefallener Hypervisor mit zwölf VMs dreizehn Meldungen
für ein Problem.
Damit das greift, muss die Hierarchie gepflegt sein — im WebUI unter
**WatchDog → System-Hierarchie** über das Feld *Übergeordnete Entität*.
## 13. Optional: Webhooks
Ereignisgesteuerte Benachrichtigung statt Polling. Ziel direkt in der Datenbank
eintragen:
```sql
INSERT INTO dc_webhooks (name, url, project_slug, events, secret, enabled)
VALUES ('Telegram Alarm', 'https://n8n.example.com/webhook/dc',
NULL, 'bug.critical,monitor.down', 'geheimnis', 1);
```
Verfügbare Ereignisse: `bug.created`, `bug.critical`, `bug.resolved`,
`feature.created`, `monitor.down`, `monitor.recovered`, `release.published`,
oder `*` für alle.
Jede Zustellung trägt eine Signatur:
```
X-DC-Timestamp: 1754563200
X-DC-Signature: sha256=<hex(hmac_sha256(secret, timestamp + "." + body))>
```
Nach 20 Fehlversuchen in Folge deaktiviert sich ein Webhook selbst.
---
## 14. Umstellung auf 2.1
Diese Fassung korrigiert Fehler im .NET-SDK, ergänzt ein Feld am Heartbeat und
vervollständigt die OpenAPI-Beschreibung. **Keine Konfigurationsänderung nötig.**
### 14.1 Serverseitig
- [ ] Migration **008** ausführen (Spalte `app_version` in `watchdog_monitors`).
Läuft wie die übrigen über den Migrator, siehe [§4](#4-migration-ausführen).
- [ ] `/api/openapi.json` abrufen und prüfen, dass die Lizenz-Endpunkte und
`/api/watchdog/v1/event`, `/events`, `/status` jetzt enthalten sind.
Bestehende Agenten laufen unverändert weiter; alle neuen Felder sind optional.
### 14.2 Clientseitig (`Deploymentcenter.Client`)
Die folgenden Änderungen betreffen jede bestehende Integration:
| Änderung | Was zu tun ist |
|---|---|
| `unknown_error` entfällt | Wer diesen Status abfängt, prüft stattdessen `IsTransient` |
| Cache-Rückfall bei jedem HTTP-Fehler | Eigene Behelfslösungen für 429/5xx können entfallen |
| `cache_ttl_hours` wird ausgewertet | Offline-Gnadenfrist prüfen: Vorgabe je Projekt im WebUI |
| `app_version` ist Parameter | `LicenseClient.DefaultAppVersion` beim Start setzen |
| `X-Watchdog-Key` entfällt bei `DeactivateAsync` | Nur noch `Authorization: Bearer` |
| `BuildInfo.targets` erzeugt in `$(RootNamespace)` | Import ist jetzt möglich; ggf. `using` entfernen |
| API-Rückfall der Update-Prüfung liefert vollständige Daten | Eigene Umgehungen können entfallen |
Ausführlich: **[LICENSE_INTEGRATION_GUIDE §6](./LICENSE_INTEGRATION_GUIDE.md)**
und **[UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE §2B/§2C](./UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE.md)**.
### 14.3 Cache-Schema
`state.dat` trägt jetzt Schema 3. Schema 2 wird weiterhin gelesen — ein
SDK-Wechsel erzwingt **keine** erneute Online-Prüfung. Ein Rückschritt auf ein
älteres SDK dagegen schon: das kennt Schema 3 nicht und behandelt den Cache als
Fehltreffer.
---
## 15. Umstellung auf 2.2
Diese Fassung behebt eine Reihe von Fehlern im Update-Weg, die zusammengenommen
verhindert haben, dass für mehr als eine Plattform ausgeliefert werden konnte —
und die im Fehlerfall halb aktualisierte Installationen hinterließen.
**Diese Umstellung gehört vor das nächste Release**, nicht danach.
### 15.1 Was sich ändert
| Bereich | Vorher | Jetzt |
|---|---|---|
| Plattformen | nicht vorhanden — `win-x64` und `linux-x64` überschrieben sich | eigene Dimension `platform`, getrennte Ablage |
| Konfigurationsdateien | wurden beim Update überschrieben | `preservePatterns` schützt sie |
| Ausschlussmuster | nur `*.endung` und exakte Namen | echte Globs (`**`, `*`, `?`) |
| Abbruch beim Anwenden | halb aktualisierte Installation | Backup, automatischer Rollback |
| Entfernte Dateien | blieben für immer liegen | werden aufgeräumt |
| Agent im Paket | überschrieb sich selbst | wird zur Seite gelegt und ersetzt |
| Übergabe an den Agenten | Wettlauf, kein Neustart | PID-Handschlag und `--restart` |
| Versionsangabe | ungeprüft | wird gegen die Assembly gehalten |
| Paketherkunft | nur SHA256 aus derselben Quelle | RSA-Signatur des Servers |
| `manifest_json` | Spalte blieb immer leer | wird befüllt, API ist vollwertiger Rückfall |
### 15.2 Serverseitig
- [ ] Migration **009** ausführen (`platform`, `manifest_signature`, neuer
Unique-Key). Additiv; bestehende Releases erhalten `platform = 'any'` und
bleiben für alle Clients erreichbar.
- [ ] Signierschlüssel erzeugen und in `config/config.php` eintragen:
```bash
openssl genrsa -out /etc/dc/release-signing.pem 2048
chmod 600 /etc/dc/release-signing.pem
chown www-data:www-data /etc/dc/release-signing.pem
```
```php
'release_private_key' => dc_env('DC_RELEASE_SIGNING_KEY', '/etc/dc/release-signing.pem'),
```
- [ ] Prüfen, dass der öffentliche Schlüssel ausgeliefert wird:
```bash
curl https://dc.mhdf.de/api/updateservice/v1/pubkey
```
> **Bewusst RSA und kein HMAC.** Bei einem HMAC braucht der Prüfende denselben
> geheimen Schlüssel wie der Signierende. Der Agent läuft auf fremden Systemen;
> ein dort hinterlegter Schlüssel ließe sich auslesen und zum Signieren
> beliebiger Pakete verwenden — die Signatur wäre wertlos. Beim Lizenzmodul geht
> HMAC auf, weil dort der Server prüft.
Ohne Schlüssel bleibt alles funktionsfähig; Releases sind dann unsigniert, und
der Agent weist bei jedem Update darauf hin.
### 15.3 Packager
- [ ] `packager.config.json` um `preservePatterns` ergänzen (Vorlage in
`packager.config.example.json`).
- [ ] **Prüfen, welche Konfigurationsdateien im Publish-Verzeichnis liegen.**
Der Packager warnt jetzt von sich aus vor Dateien, die nach Zugangsdaten
aussehen und weder ausgeschlossen noch geschützt sind. Diese Warnung ernst
nehmen: eine `settings.json` mit Datenbankpasswort, die bisher mitgeliefert
wurde, hat beim Update die Konfiguration jedes Zielsystems überschrieben.
- [ ] Aufrufe um `--platform` ergänzen:
```bash
pack-and-deploy --project myapp --version 1.4.3 --channel prod \
--platform win-x64 \
--publish-dir ./bin/Release/net8.0/win-x64/publish
```
Ohne `--platform` versucht der Packager, die Kennung aus dem Publish-Pfad
abzuleiten. Gelingt das nicht, gilt das Release als plattformunabhängig und es
erscheint eine Warnung.
- [ ] Die Version wird jetzt gegen die Hauptassembly geprüft. Weicht sie ab,
bricht der Vorgang ab. Das ist der Fall, in dem `<Version>` nur in einem
der beteiligten Projekte steht — der Wert gehört in die
`Directory.Build.props`, damit alle denselben tragen. Notausgang für
bewusste Abweichungen: `--ignore-version-mismatch`.
### 15.4 Clientseitig
`UpdateClient.CheckForUpdateAsync` hat einen zusätzlichen Parameter `platform`
**vor** dem `CancellationToken`. Wer den Token bisher positionell übergeben hat,
bekommt einen Übersetzungsfehler — kein stilles Fehlverhalten.
Der Aufruf des Agenten sollte umgestellt werden:
```csharp
var agentPath = UpdateClient.ResolveAgentPath(); // plattformrichtiger Name
if (agentPath != null && checkResult.UpdateAvailable)
{
UpdateClient.LaunchUpdateAgent(
agentPath: agentPath,
projectId: "myapp",
channel: "prod",
currentVersion: BuildInfo.Version, // für Ziele ohne manifest.json
exitCurrentApp: true); // Neustart und PID-Handschlag
// sind jetzt Vorgabe
}
```
| Änderung | Wirkung |
|---|---|
| `ResolveAgentPath()` | Findet `update-agent` bzw. `update-agent.exe` — ein fest verdrahteter `.exe`-Name wird unter Linux nie gefunden |
| `--restart` wird übergeben | Die Anwendung startet nach dem Update wieder. Bisher blieb sie einfach zu |
| `--wait-for-pid` wird übergeben | Der Agent wartet auf das Ende der Anwendung, statt über gesperrte Dateien zu kopieren |
| `--platform` wird übergeben | Es kann kein Paket einer fremden Plattform mehr gezogen werden |
### 15.5 Den Agenten aus dem Paket nehmen
Liegt `update-agent` im Publish-Verzeichnis, wandert er ins Paket und wird beim
Update mit ausgeliefert. Das ist zulässig — der Agent legt seine laufende Datei
inzwischen zur Seite und ersetzt sie —, aber es lohnt sich, bewusst zu
entscheiden:
- **Mitliefern:** Der Agent aktualisiert sich selbst mit. Die alte Fassung bleibt
als `update-agent.exe.dc-old` liegen und wird beim nächsten Start entfernt.
- **Ausschließen:** `"update-agent*"` in `excludePatterns`. Dann wird der Agent
getrennt gepflegt.
### 15.6 Prüfen
- [ ] `curl "https://dc.mhdf.de/api/updateservice/v1/check?product=myapp&version=0.0.0&channel=prod&platform=win-x64"`
liefert das Windows-Paket, mit `platform=linux-x64` das Linux-Paket.
- [ ] Ohne `platform` kommen ausschließlich Releases mit `platform=any`. Das ist
Absicht: ein Client, der seine Kennung nicht nennt, soll lieber kein Update
bekommen als das falsche.
- [ ] Im WebUI zeigt die Release-Übersicht eine Spalte **Plattform** und
kennzeichnet unsignierte Releases.
- [ ] Ein Update auf einem Testsystem: `appsettings.json` behält danach die
eingerichteten Werte, und eine Datei, die es im neuen Release nicht mehr
gibt, ist verschwunden.
---
## 16. Umstellung auf 2.4
Die Release-Ablage liegt jetzt hinter HTTP-Basic-Auth. Zugang hat, wer einen
gültigen Lizenzschlüssel für das Produkt besitzt — oder ein Installationskonto.
Ausführlich: **[UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE §5A](./UPDATESERVICE_INTEGRATION_GUIDE.md#5a-zugangsschutz-der-release-verzeichnisse)**
### 16.1 Reihenfolge — das ist der kritische Teil
> **Erst ausliefern, dann scharfschalten.** Der Zugangsschutz sperrt jede
> Anwendung aus, die noch mit dem alten SDK gebaut ist: Sie schickt keine
> Zugangsdaten und bekommt ab dem Moment nur noch 401. Andersherum sperrst du
> deine eigene Installationsbasis aus.
1. [ ] SDK auf 2.4 heben und `licenseKey` an `CheckForUpdateAsync` und
`LaunchUpdateAgent` übergeben.
2. [ ] Ein Release mit dem neuen SDK bauen und veröffentlichen.
3. [ ] Warten, bis die Installationen dieses Release gezogen haben.
4. [ ] **Erst dann** den Schutz erzeugen — WebUI → *UpdateService →
🔒 Zugangsschutz → Zugangsschutz jetzt neu erzeugen*.
Läuft `cli/tick.php` als Cron, erzeugt es den Schutz beim ersten Lauf nach dem
Deployment **von selbst**. Wer die Reihenfolge einhalten will, spielt den
Serverteil also erst dann ein, wenn Schritt 3 erledigt ist.
### 16.2 Was wo eingetragen wird
Je Produktverzeichnis eine `.htpasswd` mit den aktiven, nicht abgelaufenen
Lizenzen dieses Produkts (Benutzername = Passwort = Schlüssel) und allen
Installationskonten. Bestehende Lizenzen werden dabei automatisch übernommen —
es ist nichts von Hand nachzutragen.
### 16.3 Neue Aufrufe
```bash
update-agent --project myapp --action update \
--license-key XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
```
```bash
# Erstinstallation: der Installer fragt die Zugangsdaten ab und benutzt sie
# auch für den Paketabruf. Der Installer-Download selbst bleibt offen.
wget -qO- https://dc.mhdf.de/installer/install.sh | sh
./update-agent --action install
```
### 16.4 Prüfen
- [ ] `curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/prod/<rid>/<version>/package.tar.gz`
**401**
- [ ] Mit `-u "<lizenzschlüssel>:<lizenzschlüssel>"`**200**
- [ ] `curl -I https://dc.mhdf.de/releases/<produkt>/.htpasswd`**403**
- [ ] `https://dc.mhdf.de/installer/update-agent-linux-x64`**200**, weiterhin offen
- [ ] Eine Lizenz widerrufen und erneut mit ihr laden → **401**
### 16.5 Wenn etwas klemmt
Ein 401 im Client heißt **Lizenz**, nicht Netzwerk. `UpdateCheckResult.Unauthorized`
unterscheidet beides; der Agent gibt `UNAUTHORIZED: …` aus und liefert
Rückgabewert 2.
Zum Abschalten die erzeugten `.htaccess`-Dateien in den Produktverzeichnissen
löschen. Sie entstehen beim nächsten Auslöser neu.