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IBKRTrader/docs/konzepte/KONZEPT-Deploymentcenter-Integration.md
T
RichardandClaude Opus 5 e1546bd1b1 Fruehjahrsputz: toter Code, ungenutzte Symbole, Dokumentenstand
Alles Entfernte war nachweislich ohne Aufrufer. Build, 198/198 Tests, Smoke-UI
und Daemon-Prueflauf sind vor und nach jedem Schritt gruen.

Code:
  - AIModelService: Platzhalter, der immer 0.5 lieferte. Im DI registriert,
    aber nie irgendwo injiziert. Ordner Core/AI faellt mit weg.
  - CtApiWrapper + CtMeta: JSON-Modelle fuer einen {data,meta}-Umschlag, den
    CapitolTrades nicht mehr liefert. Der Scraper deserialisiert seit laengerem
    direkt List<CtTrade>.
  - IBKRGatewayService: DisconnectAsync, InitBrokerageSessionAsync und
    SearchStocksBySymbolAsync. Der Dienst selbst bleibt - er versorgt
    Instrument-Sync, Kurshistorie und den Watchdog-Heartbeat.
  - Je eine Methode ohne Aufrufer: BudgetService.GetAvailableBudgetAsync,
    TradeHistoryService.GetRecentTradesAsync, CongressRepository.
    GetAllTradeIdsAsync und .ResetHistoryImportAsync, IbkrMapping.DefaultPortFor,
    SecretProtection.IsEncrypted.
  - CongressRepository bekam damit einen LoggingService injiziert, den es nicht
    mehr benutzt - Abhaengigkeit samt Konstruktorparameter raus.

Ressourcen:
  - 17 Symbole der WinForms-Oberflaeche entfernt. Das Wildcard-Muster im csproj
    nahm sie in die Binaerdatei auf, ViewIcons.cs bildet aber nur sieben
    Schluessel ab. Resources/ enthaelt jetzt genau die sieben.

NuGet-Allowlist:
  - Dapper und HtmlAgilityPack sind seit R3 bzw. R1 aus dem Projekt raus,
    Microsoft.WindowsDesktop.* seit L5. Muster entfernt.
  - MySqlConnector und Newtonsoft.Json stehen NUR transitiv in den
    Projektdateien und wurden zuerst mitentfernt - ein Restore in einen leeren
    Paket-Ordner scheiterte darauf mit NU1100. Beide wieder aufgenommen, jetzt
    mit Begruendung, damit der naechste Aufraeumlauf nicht dieselbe Falle tritt.

Dokumente an den tatsaechlichen Stand angeglichen:
  - ARCHITECTURE: R2 fuehrte die Umstellung auf IHostedService als offen, obwohl
    R4 sie erledigt hat. L6 und die Deploymentcenter-Phase fehlten ganz.
  - DC-Konzept: Schritte 0-8 standen auf "dieser Durchlauf", sind aber umgesetzt.
    Jetzt je Schritt der wirkliche Stand - inklusive der beiden Halbfertigen:
    Update-PRUEFUNG laeuft, das Anwenden hat keinen Aufrufer; die
    Release-Pipeline steht, ist aber nie gelaufen. P5 ist eingetreten.
  - Accounting und Supervisor trugen keinen Umsetzungsvermerk, obwohl beide
    Module gebaut sind. Vermerk nach dem Muster des Linux-Konzepts ergaenzt,
    mit dem, was jeweils offen bleibt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-23 12:25:03 +02:00

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# KONZEPT: Deploymentcenter-Integration
> Stand: 2026-08-14 · Deploymentcenter-Version **2.5.1** · Quelle: `J:\Softwareprojekte\Deploymentcenter\docs`,
> `GET /api/updateservice/v1/changelog?since=2.4`
> Zielprojekt: IBKRTrader (App + Daemon), Projekt-Slug **`ibkrtrader`**
> SDK-Zielversion: `Deploymentcenter.Client` **2.5.1** (`DeploymentcenterSdk.Version` mitführen, damit
> künftige Anbindungen über `?since=2.5.1` direkt sehen, was sich seither geändert hat)
> **Nachtrag 2026-08-14:** Die ursprüngliche Fassung dieses Dokuments (Stand DC 2.4) enthielt sieben
> Befunde/Bedenken in §8, die dem Deploymentcenter-Entwickler mitgeteilt wurden. Alle sieben sind mit
> 2.5.0/2.5.1 behoben — Einzelheiten weiterhin in §8, jetzt mit Fix-Vermerk. Zwei Neuerungen aus
> derselben Runde gehen über die ursprünglichen Befunde hinaus und sind in §5.1, §7.2 und §2.2
> eingearbeitet: `exitCurrentApp` ist jetzt als harter Kill dokumentiert, und `BuildInfo.targets` liegt
> im NuGet-Paket selbst.
Das Deploymentcenter (`https://dc.mhdf.de`) bündelt fünf Dienste, die IBKRTrader bisher
alle nicht hat: **Lizenz**, **Watchdog**, **Error-Reporting**, **Bugtracker** und
**UpdateService inkl. Erstinstallation**. Dieses Dokument beschreibt, in welcher
Reihenfolge sie angebunden werden, was dabei am Projekt vorher aufgeräumt werden muss
und wo die vom Deploymentcenter vorgeschlagenen Muster für ein *handelndes* System
nicht ohne Weiteres passen.
---
## 0. Ausgangslage
| | Zustand heute |
|---|---|
| DC-Anbindung | **keine** — kein Treffer für `Deploymentcenter`, `dc.mhdf.de` oder `DC_TOKEN` im Quelltext |
| Version | Zeichenkette `"1.0.0"` in `App/Program.cs:34` und `Daemon/Program.cs:43`, keine `<Version>`, keine `Directory.Build.props` |
| Globale Fehlerbehandlung | **keine** — weder `AppDomain.UnhandledException` noch `TaskScheduler.UnobservedTaskException` |
| Auslieferung | `dotnet publish` von Hand, `deploy/README.md`, systemd-Unit |
| CI | Gitea Actions, Matrix `ubuntu-latest` / `windows-latest`, Checkout **nur** von IBKRTrader |
Referenzintegration ist **Predictalytics** (`src/Predictalytics.Hosting/Dc*.cs`,
`docs/BETRIEB-Deploymentcenter.md`). Sie liegt auf SDK-Stand 2.2 und ist damit
unvollständig — siehe [§8](#8-befunde-und-offene-punkte), Punkt D2. Übernommen wird
das Muster, nicht der Code eins zu eins.
Der Einbauort ist **`IBKRTrader.Hosting`**: den Host teilen sich Shell und Daemon
(`AppHostBuilder`), damit gilt jede Anbindung automatisch für beide Betriebsformen.
`IBKRTrader.Core` bleibt frei davon — der Core soll keine Netzabhängigkeit zu einem
Verwaltungsserver bekommen.
---
## 1. Voraussetzungen im Deploymentcenter (vor jedem Code)
Ohne diese Schritte läuft nichts von dem, was danach kommt:
1. **Projekt `ibkrtrader` anlegen** (WebUI → Projekte). Slug wird von Lizenz,
UpdateService, Fehler-Stream und Bugtracker gemeinsam benutzt.
2. **Offline-Gnadenfrist festlegen** (`default_cache_ttl_hours`). Vorgabe 168 h.
Für einen Handelsdienst, der auch bei gestörter Internetverbindung weiterlaufen
soll, ist das die entscheidende Stellschraube — siehe [§5](#5-lizenz).
3. **Lizenz für `ibkrtrader` ausstellen.** Ohne sie kommt die Anwendung nach dem
ersten Release nicht mehr an ihre Updates (Zugangsschutz seit 2.4).
4. **Master-Token** mit `watchdog:ping`, `bugtracker:report` — für die Anwendung.
Zweites Token mit `updateservice:publish` — für die Release-Pipeline, gehört
**nicht** in die Anwendung.
5. **Installationskonto** (Rolle `installer`) für die Erstinstallation.
6. **Evaluator-Cron prüfen.** `* * * * * php cli/tick.php --quiet`. Ohne ihn bleibt
ein abgestürzter Trading-Daemon im Dashboard dauerhaft grün — der Watchdog wäre
dekorativ. Derselbe Job erzeugt auch den Release-Zugangsschutz.
---
## 2. Build-Grundlage
### 2.1 `Directory.Build.props` mit `<Version>`
```xml
<Project>
<PropertyGroup>
<Version>1.0.0</Version>
</PropertyGroup>
</Project>
```
`pack-and-deploy` liest die Version aus der Hauptassembly und **bricht bei einer
Abweichung zu `--version` ab**. Der Grund ist unangenehm genug dafür: Wird `1.0.1`
als `1.0.2` veröffentlicht, aktualisiert die gesamte Installationsbasis, meldet
danach weiterhin `1.0.1`, hält das Release erneut für neu — und aktualisiert bei
jedem Start wieder.
Gleichzeitig entfallen die beiden hartkodierten `"1.0.0"` in den `Program.cs`;
sie werden durch `BuildInfo.Version` ersetzt.
### 2.2 SDK-Anbindung — entschieden, in zwei Stufen
`Deploymentcenter.Client` (`netstandard2.0;net8.0`) wird von `net10.0` problemlos
konsumiert. Seit SDK 2.5.0 liegt `BuildInfo.targets` im Paket selbst
(`build/`-Ordner, von NuGet automatisch importiert) — der frühere `<Import>` per
Cross-Repo-Pfad ist damit **nicht mehr nötig**. Das entscheidet die Frage
grundsätzlich zugunsten eines echten NuGet-Bezugs. Geprüft (2026-08-14): Weder
`https://dc.mhdf.de/nuget/` noch die Gitea-Package-Registry unter
`http://192.168.178.10:8418/api/packages/Richard/nuget/` führen aktuell ein
Paket `Deploymentcenter.Client` — es gibt also noch keine Quelle, gegen die eine
`PackageReference` auflösen könnte.
**Deshalb zweistufig:**
| Stufe | Weg | Zustand |
|---|---|---|
| **Jetzt (umgesetzt)** | Cross-Repo-`ProjectReference` (Muster Predictalytics), `Deploymentcenter.BuildInfo.targets` weiterhin per `<Import>` eingebunden — der pfadbasierte Import funktioniert laut Leitfaden unverändert weiter, auch wenn er nicht mehr nötig wäre | funktioniert sofort, keine neue Infrastruktur, keine Push-Entscheidung nötig |
| **Folgeschritt (offen)** | `dotnet pack` im Deploymentcenter-Repo, Push nach `.../api/packages/Richard/nuget/`, `NuGet.config` um Quelle `gitea` mit `packageSourceMapping` auf `Deploymentcenter.*` ergänzen, `<Import>` durch `<PackageReference Include="Deploymentcenter.Client" Version="2.5.1" />` ersetzen | braucht einen Push in ein fremdes Repo (Deploymentcenter) und Package-Registry-Zugangsdaten — bewusst nicht Teil dieses Durchlaufs |
Der Cross-Repo-Bezug bricht die Gitea-CI von IBKRTrader (der Runner checkt nur
dieses eine Repo aus) — siehe **P5**. Das ist mit der Wahl von Stufe 1 bewusst in
Kauf genommen, weil eine funktionierende lokale Integration wichtiger ist als eine
grüne CI, die eine noch nicht existierende Paketquelle voraussetzt.
### 2.3 `BuildInfo`
`Deploymentcenter.BuildInfo.targets` in die csproj von `IBKRTrader.Hosting`
importieren. Die Klasse entsteht in `$(RootNamespace)`, also `IBKRTrader.Hosting.BuildInfo`
— erreichbar ohne `using`. Liefert `Version`, `GitCommit`, `GitCommitShort`,
`BuildDateUtc`, `Channel`, `Summary`.
> **Erledigt mit 2.5.1** (vormals §8 D4): `BuildDateUtc` trug die volle Uhrzeit,
> `WriteOnlyWhenDifferent` griff dadurch nie, und jedes importierende Projekt wurde
> bei jedem Build neu übersetzt. Seit 2.5.1 ist das Feld tagesgenau — höchstens ein
> Neubau pro Tag. Vorbedingung: die Targets-Datei im Schwester-Repo muss auf 2.5.1
> oder neuer stehen (`git -C ../Deploymentcenter log -1 --oneline -- client-dotnet/Deploymentcenter.Client/Deploymentcenter.BuildInfo.targets`).
---
## 3. Konfiguration und gemeinsame Bausteine
### 3.1 `DcConfig` (kompiliert, nicht einstellbar)
```csharp
namespace IBKRTrader.Hosting.Deploymentcenter;
public static class DcConfig
{
public const string BaseUrl = "https://dc.mhdf.de"; // bewusst KEINE Einstellung
public const string ProductSlug = "ibkrtrader";
public const string MonitorGroup = "Trading";
public static string AppVersion => BuildInfo.Version;
public static string GitCommitShort => BuildInfo.GitCommitShort;
}
```
Die Basis-URL entscheidet, wohin die Lizenzprüfung geht und woher ausführbarer
Code kommt. Einstellbar wäre sie eine Einladung, die Anwendung auf einen
gefälschten Update-Server zu zeigen.
### 3.2 Neuer Abschnitt in `AppSettings`
Ergänzt `src/IBKRTrader.Core/Settings/AppSettings.cs` um
`DeploymentcenterSettings` (gleiches Muster wie `LoggingSettings`, mit
`Category`/`DisplayName`/`Description`, damit es in der Settings-Ansicht auftaucht):
| Feld | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| `ApiToken` | *(leer)* | `Authorization: Bearer`. Leer = kein Heartbeat, keine Fehlermeldung. `[PasswordPropertyText]` |
| `HeartbeatEnabled` | `true` | Dead-Man's-Switch |
| `MonitorSource` | *(Hostname)* | Monitorname im Dashboard |
| `MonitorInstance` | `default` | mehrere Instanzen (EU/US) desselben Dienstes |
| `HeartbeatIntervalSeconds` | `60` | `warning` nach 2×, `down` nach 4× |
| `ReportErrors` | `true` | Error/Fatal an den Fehler-Stream |
| `CheckUpdatesOnStart` | `true` | prüft nur, installiert nie von selbst |
| `UpdateChannel` | `prod` | `prod`, `beta`, `dev` |
| `LicenseKey` | *(leer)* | nur Rückfall; Regelfall ist der verschlüsselte Cache |
`ApiToken` und `LicenseKey` sind schutzbedürftig und laufen über
`SecretProtection` (AES-256-GCM at rest), wie die übrigen Geheimnisse des Projekts.
### 3.3 `DcApiClient`
Schlanker JSON-Client für Heartbeat und Fehler-Stream (Lizenz und Update bringen
ihren eigenen mit). Übernimmt von Predictalytics:
- `DcApiException` mit stabilem `error.code` aus dem Umschlag
`{"status":"error","error":{"code":"…"}}` — reagiert wird auf den Code, nie auf den Text.
- `IsPermanent` für `401`/`403`/`unauthorized`: danach wird nicht weiter versucht.
- Zeitgrenze 10 s. **Ein nicht erreichbares Deploymentcenter darf den Handel
niemals beeinflussen** — jeder Aufruf ist best effort.
---
## 4. Watchdog
Neuer Worker `DcHeartbeatWorker` in `IBKRTrader.Hosting`, registriert wie die
übrigen (`IWorker` + `AddHostedService`), damit er in der Worker-Ansicht
auftaucht und manuell auslösbar ist.
`POST /api/watchdog/v1/ping` alle *n* Sekunden mit `source`, `instance`,
`interval`, `os`, `version = BuildInfo.Version`, `group = "Trading"`.
### 4.1 `checks` — was IBKRTrader wirklich über sich weiß
Ein Heartbeat beweist nur, dass ein Timer läuft. Der klassische Fehlerfall dieses
Projekts ist ein anderer: der Prozess lebt, aber die TWS-Verbindung ist seit einer
Stunde tot und es kommen keine Kurse mehr.
| Check | Quelle | `ok` wenn |
|---|---|---|
| `db` | EF/`MySqlConnector`, `SELECT 1`, gedeckelt auf 5 s | Verbindung steht |
| `ibkr_gateway` | `IBKRGatewayService` | verbunden **oder** `UseTwsApi = false` (NullBroker ist ein gewollter Zustand, kein Fehler) |
| `market_data` | `IBKRMarketDataRepository` | letzter Tick jünger als *x* min — nur wenn TWS aktiv |
| `worker_engine` | `WorkerEngine` | kein Worker im Fehlerzustand |
Bewusst **kein** Check auf „Trading aktiv": `TradingEnabled = false` ist ein
gewollter Betriebszustand und würde den Monitor sonst dauerhaft auf `warning`
halten. Er wandert als Metrik mit.
### 4.2 `metrics`
`uptime_sec`, `trading_enabled` (0/1), `open_positions`, `orders_today`,
`account_value`, `workers_running`, `memory_mb`, `decision_journal_lag_sec`.
Serverseitig 14 Tage Verlauf mit Abweichung zum 7-Tage-Mittel desselben Monitors —
damit lässt sich „heute plötzlich 40 Orders statt 3" erkennen, ohne im
Deploymentcenter Schwellwerte für jedes Projekt zu pflegen.
### 4.3 Sauberes Beenden
Beim geordneten Herunterfahren (SIGTERM/systemd, Fenster schließen) geht ein Ping
mit `status: "stopped"` raus. Ohne ihn folgt wenige Minuten nach jedem
planmäßigen Neustart ein Fehlalarm. Der Aufruf gehört in `StopAsync`
**vor** das Beenden der übrigen Dienste und braucht eine eigene, kurze Zeitgrenze
(3 s), damit ein hängender Monitoring-Server das Herunterfahren nicht blockiert.
### 4.4 Hierarchie
Läuft der Daemon auf einem eigenen Host, gehört im WebUI unter
**WatchDog → System-Hierarchie** die *Übergeordnete Entität* auf diesen Host
gesetzt. Sonst erzeugt ein Maschinenausfall zwei Meldungen für ein Problem.
---
## 5. Lizenz
`LicenseGuard` in `IBKRTrader.Hosting`, aufgerufen aus `RunStartupChecks`
nach der Zeitzone (Logausgaben) und **vor** dem Start der Worker.
- Produkt-Slug `ibkrtrader`, Hardware-ID v2 (`2:win:…` / `2:lin:…`).
- `LicenseClient.DefaultAppVersion = BuildInfo.Version` einmalig beim Start,
sonst trägt jede Installation in der Aktivierungsliste dieselbe `1.0.0`.
- Revalidierung zur Laufzeit alle 12 h; Warnung, wenn die Gnadenfrist in unter
48 h abläuft.
- **`LicenseConfig.SetStorageDirectory(AppPaths.ConfigFile("license"))`** —
ausdrücklich setzen. Die Vorgabe des SDK löst unter Linux über `$XDG_CONFIG_HOME`
bzw. `$HOME` auf; ein systemd-Dienst mit `User=ibkrtrader` und ohne Heimatverzeichnis
landet im Rückfall auf `AppContext.BaseDirectory/license`, also unter `/opt`
dort ist nichts schreibbar, und es gäbe **keinen Offline-Cache**. Mit `AppPaths`
fügt sich die Ablage in die bereits vorhandene Verzeichnisauflösung des Projekts ein.
**Erledigt/entschärft mit 2.5.1** (vormals §8 D4): der Rückfall ohne `$HOME` zeigt
jetzt serverseitig auf `/var/lib/<slug>` statt ins Installationsverzeichnis — unser
eigenes explizites Setzen bleibt trotzdem die robustere Wahl und ist unabhängig vom
SDK-Rückfall.
⚠️ **Breaking Change 2.5.1:** `SetStorageDirectory` hängt jetzt selbst `<slug>/license`
an (vorher wurde der Pfad roh benutzt). Der Aufruf wird zu
`LicenseConfig.SetStorageDirectory(AppPaths.Config)`**ohne** das eigene
`"license"`-Suffix, sonst entstünde `…/license/ibkrtrader/license`.
### 5.1 Kopflose Schalter
Konvention aus dem Lizenz-Leitfaden, im Daemon umzusetzen (das SDK bringt keine CLI mit):
```
IBKRTrader.Daemon --license-status
IBKRTrader.Daemon --license-set-key XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
```
`--license-deactivate` **nicht** verdrahten: es verlangt den `shared_key` des
Servers, der gehört nicht in eine ausgelieferte Anwendung. Freigeben läuft über
das WebUI (Hardware-Liste → „Freigeben").
> **Geändert mit 2.5.0:** der `update-agent` nimmt den Lizenzschlüssel nicht mehr
> als `--license-key`-Argument entgegen — `ps` zeigt Prozessargumente jedem Nutzer
> der Maschine, dieselbe Begründung wie beim Crontab-Verzicht in UPGRADE §5. Der
> Weg ist jetzt die Umgebungsvariable `DC_LICENSE_KEY` (`LaunchUpdateAgent` setzt
> sie selbst, wenn `licenseKey` übergeben wird — kein eigener Code nötig). Unsere
> `--license-set-key`-Implementierung ruft also `LicenseClient.ValidateAsync`
> direkt auf und schreibt **nicht** `--license-key` in einen eigenen Aufruf des
> Agenten.
>
> Ebenfalls neu: `EnsureLicensedAsync()` auf `LicenseClient` — nimmt den
> zwischengespeicherten Schlüssel, fragt bei Bedarf über `ILicensePrompt` nach,
> prüft, fragt bei Ablehnung erneut. `allowPrompt:false` lehnt ohne Cache ab, statt
> im Daemon auf eine Eingabe zu warten, die nie kommt — **das ist für den Daemon
> die richtige Einstiegsmethode**, nicht das manuelle Zusammensetzen aus
> `TryGetCachedKey` + `ValidateAsync`.
### 5.2 Reaktion — hier weicht IBKRTrader bewusst vom Leitfaden ab
Die DC-Doku empfiehlt bei einem endgültigen Urteil `Environment.Exit(1)`.
**Für einen Dienst mit offenen Positionen ist das die falsche Reaktion.** Ein
abgelaufener Vertrag ist kein Grund, ein Portfolio unbeaufsichtigt zu lassen —
Stop-Loss- und Exit-Logik müssen weiterlaufen, sonst richtet die Lizenzdurchsetzung
mehr Schaden an als der unlizenzierte Betrieb.
Vorschlag — drei Stufen statt zwei:
| Ergebnis | Zustände | Reaktion |
|---|---|---|
| `IsValid` | `valid`, `valid_offline` | Normalbetrieb |
| `IsTransient` | `server_unavailable`, `cache_expired` | **kein Urteil, nur keine Auskunft.** Warnen, weiterlaufen, beim nächsten Durchlauf erneut fragen |
| Urteil | `revoked`, `expired`, `not_found`, `activation_limit`, `suspended`, `clock_rollback` | **Sperrbetrieb:** `TradingEnabled` hart auf `false`, keine neuen Einstiege, Risiko-/Exit-Worker und Buchhaltung laufen weiter, Meldung an Watchdog (`status: "warning"`) und Fehler-Stream. Beendet wird erst, wenn keine Position mehr offen ist — oder auf ausdrückliche Anweisung |
Bei der Desktop-Shell darf es beim Start weiterhin ein Lizenzfenster geben; der
**Daemon** darf niemals auf eine Eingabe warten.
---
## 6. Error-Reporting
Zwei Wege in `POST /api/errors/v1/report`, beide in `IBKRTrader.Hosting`:
1. **Senke am `LoggingService`.** `LoggingService.EntryWritten` existiert bereits
und ist genau dafür gedacht (die Oberfläche hängt schon dran). Ein
`DcErrorSink` filtert auf `AppLogLevel.Error` und meldet mit
`level: "error"`, `build: BuildInfo.Version`, `file`/`line` aus dem Stacktrace,
`context` mit `GitCommitShort` und `CorrelationId`/`SignalId`, wenn vorhanden.
Die `SignalId` mitzuschicken ist der eigentliche Gewinn: eine Fehlermeldung
lässt sich damit im Deploymentcenter direkt gegen das Entscheidungsjournal halten.
2. **Globale Handler**`AppDomain.UnhandledException` (`level: "fatal"`,
**blockierend** gesendet, der Prozess ist gleich weg) und
`TaskScheduler.UnobservedTaskException`. Beide fehlen im Projekt heute
vollständig; sie müssen sowieso her.
### 6.1 Bremse
Verpflichtend, sonst verbrennt ein Fehler in einer Handelsschleife das
serverseitige Rate-Limit binnen Sekunden:
- höchstens 20 Meldungen pro Minute,
- derselbe Fehler höchstens alle 5 Minuten,
- bei `401`/`403` dauerhaft abschalten,
- bei `429` Intervall verdoppeln.
Betriebsbedingtes Rauschen gehört nicht in diese Bremse, sondern in die
**Ignore-Regeln** des WebUI: dort wird weitergezählt, aber nicht gemeldet — und
eine Alarmschwelle schlägt an, wenn ein bekannter Fehler plötzlich hundertmal so
oft auftritt.
> **Nicht melden:** alles, was Kontodaten, Positionen oder Schlüsselmaterial im
> Text führen könnte. Der Fehler-Stream ist eine externe Ablage. Vor dem Senden
> wird der Text durch dieselbe Maskierung geschickt, die schon für die Logs gilt.
---
## 7. UpdateService, Erstinstallation und Release-Pipeline
### 7.1 Prüfen, nicht installieren
`DcUpdateService.CheckAsync` beim Start (`GET /api/updateservice/v1/check`).
**Mit Zugangsdaten**, sonst gibt es seit 2.4 nur noch `401`:
```csharp
var key = settings.Deploymentcenter.LicenseKey is { Length: > 0 } k
? k
: LicenseClient.TryGetCachedKey(DcConfig.ProductSlug);
var check = await new UpdateClient().CheckForUpdateAsync(
baseUrl: DcConfig.BaseUrl,
projectId: DcConfig.ProductSlug,
currentVersion: BuildInfo.Version,
channel: settings.Deploymentcenter.UpdateChannel,
credentials: ReleaseCredentials.FromLicenseKey(key),
cancellationToken: ct);
if (check.Unauthorized) { /* Lizenzproblem, KEIN Netzwerkfehler — eigene Meldung */ }
```
Gefunden wird nur, installiert wird nichts von selbst. Ein Trading-Dienst, der
sich unangekündigt neu startet, ist keine akzeptable Vorgabe.
- Kein Update → Info ins Log.
- Update verfügbar → Warnung + Hinweis in der Shell.
- Kritisch → zusätzlich Dialog (Shell) bzw. Watchdog-Event (Daemon).
### 7.2 Anwenden
Über `UpdateClient.LaunchUpdateAgent(..., licenseKey: key)`; der Agent bekommt
`--restart`, `--wait-for-pid`, `--platform` von selbst, den Lizenzschlüssel seit
2.5.0 **nicht mehr** als `--license-key`-Argument, sondern über die
Umgebungsvariable `DC_LICENSE_KEY` (siehe §5.1). Vorher geht ein
`status: "stopped"` an den Watchdog.
**Vorbedingung, die die Anwendung selbst prüfen muss:** kein offener Auftrag,
keine laufende Order. Ein Update, das den Prozess zwischen Order-Absendung und
Statusrückmeldung abräumt, hinterlässt eine Order bei IBKR ohne Gegenstück im
Journal. Das Update wird also erst nach dem Handelsschluss bzw. bei leerem
Auftragsbuch angeboten.
> **Verschärft mit 2.5.0:** `exitCurrentApp: true` ist jetzt ausdrücklich als
> **harter Kill** dokumentiert — laufende `finally`-Blöcke, `IHostApplicationLifetime`
> und Destruktoren kommen nicht mehr zum Zug. Für IBKRTrader heißt das: Solange
> die Vorbedingung oben nicht sicher geprüft ist (offenes Auftragsbuch, laufende
> Buchungstransaktion), muss `exitCurrentApp: false` gesetzt werden. Der Agent
> wartet über `--wait-for-pid` ohnehin auf das Prozessende; das eigene
> Herunterfahren läuft dann über `host.StopAsync(...)` wie in `App/Program.cs`
> bereits vorhanden — **nicht** über `LaunchUpdateAgent` selbst. Zusätzlich
> `waitTimeoutSeconds` heraufsetzen, falls das geordnete Beenden (EF-Flush,
> Kestrel, Log-Flush, DB-Backup-Worker) länger als die Vorgabe von 60 s dauern
> kann — läuft die Zeit ab, bricht der Agent ohne Änderung ab.
Für den Linux-Dienst siehe [§8 D3](#8-befunde-und-offene-punkte) — dafür gibt es
im Deploymentcenter derzeit keinen fertigen Weg.
### 7.3 Was ausgeliefert wird — Ausschließen vs. Schützen
Das ist die Stelle, an der Updates in anderen Projekten schon Konfigurationen
zerstört haben. Für IBKRTrader gilt:
| Datei | Liste | Begründung |
|---|---|---|
| `settings.example.json` | *(im Paket)* | Vorlage mit Platzhaltern — Erstinstallation braucht sie |
| `settings.json` | `preservePatterns` | enthält DB-Zugang, DC-Token, Flex-Token. Muss ein Update überleben |
| `appsettings.Local.json` | `preservePatterns` | Verbindungszeichenfolge des Zielsystems |
| `master.key`, `openrouter.key` | `excludePatterns` | **darf nie ins Paket** |
| `Logs/**`, `Backups/**` | `excludePatterns` | Laufzeitdaten |
| `*.pdb`, `*.xml` | `excludePatterns` | Build-Artefakte |
| `update-agent*` | bewusst entscheiden | mitliefern = aktualisiert sich selbst mit |
`pack-and-deploy` warnt von sich aus bei Dateien, die nach Zugangsdaten aussehen.
Die Warnung ist ernst zu nehmen: Release-Pakete liegen zwar hinter einem
Zugangsschutz, aber jeder lizenzierte Kunde kann sie auspacken.
### 7.4 `setup.json`
Beschreibt der Erstinstallation, was abzufragen ist; wird ins Paket kopiert.
Entwurf für IBKRTrader:
```json
{
"schema": 1,
"displayName": "IBKRTrader",
"targets": [
{ "id": "app", "file": "settings.json", "location": "install", "format": "json" }
],
"fields": [
{ "key": "Database:Host", "label": "MySQL-Host", "type": "string" },
{ "key": "Database:Database", "label": "Datenbank", "type": "string" },
{ "key": "Database:User", "label": "Benutzer", "type": "string" },
{ "key": "Database:Password", "label": "Passwort", "type": "secret" },
{ "key": "IBKR:Host", "label": "TWS/Gateway", "default": "127.0.0.1" },
{ "key": "IBKR:Port", "label": "Port (Paper 4002 / Live 4001)", "type": "int", "default": "4002" },
{ "key": "Trading:ApplicationTimeZoneId", "label": "Betriebszeitzone", "default": "Europe/Berlin" },
{ "key": "Deploymentcenter:BaseUrl", "source": "detect:baseurl", "type": "url" },
{ "key": "Deploymentcenter:ApiToken", "label": "Token dieser Installation",
"source": "provision", "scopes": ["watchdog:ping", "bugtracker:report"] },
{ "key": "Deploymentcenter:MonitorSource", "source": "detect:hostname" }
]
}
```
Zwei Punkte dazu:
- **`location: "install"` ist nur unter Windows richtig** — und auch dort nur,
solange nicht nach `C:\Program Files` installiert wird. Siehe
[§8 P2](#8-befunde-und-offene-punkte); solange `AppPaths` nicht korrigiert ist,
passen `setup.json` und die tatsächliche Leseposition der Anwendung unter Linux
nicht zusammen. **Dieser Punkt blockiert die Erstinstallation und gehört vor §7.4.**
- Der Installer schreibt **Klartext**. `SecretProtection` muss also Klartext
unverändert durchreichen und beim ersten Speichern verschlüsseln — die Weiche
ist zu prüfen und im Test ausdrücklich als *aktiv genutzt* zu beschreiben, damit
sie nicht eines Tages als tot entfernt wird.
### 7.5 Release-Pipeline
`scripts/release.ps1` und `scripts/release.sh` sind per `curl` von
`/docs/release-template/` geholt (wie `release.md` empfiehlt, statt aus dem
lokalen Schwester-Repo kopiert — damit ist sichergestellt, dass die kanonische
Fassung im Projekt liegt) und **unverändert** gelassen. Nur
`scripts/release.config.json` ist ausgefüllt:
```json
{
"project": "ibkrtrader",
"csproj": "src/IBKRTrader.Daemon/IBKRTrader.Daemon.csproj",
"runtimes": ["win-x64", "linux-x64"],
"selfContained": true,
"setupJson": "setup.json"
}
```
**Entschieden: nur der Daemon, keine Zwei-Produkte-Aufteilung.** IBKRTrader hat
zwei Einstiegspunkte (`App` = Avalonia-Shell, `Daemon` = kopflos). Die Vorlage
nimmt aber genau **eine** `csproj` für alle Runtimes in der Liste — sie ruft
`dotnet publish <csproj> -r <rid>` in einer Schleife auf, es gibt keine
Möglichkeit, App für `win-x64` und Daemon für `linux-x64` in **demselben** Lauf
zu veröffentlichen, ohne das (laut Anleitung unveränderte) Skript anzufassen.
Ursprünglich in diesem Dokument vorgeschlagen war genau das ("Windows = App,
Linux = Daemon") — das ist mit der Vorlage so nicht umsetzbar und wurde beim
Umsetzen korrigiert.
`IBKRTrader.Daemon` ist der bewusste Kandidat: laut README „plattformneutral"
(`net10.0` ohne Plattformbindung), läuft kopflos auf beiden Zielsystemen und
ist ohnehin die für den Serverbetrieb vorgesehene Form (`deploy/README.md`).
Eine automatisierte Auslieferung der Avalonia-Shell (`App`) als
Windows-Desktop-Distribution ist damit **nicht** Teil dieses Durchlaufs — dafür
bräuchte es entweder einen zweiten Produkt-Slug (`ibkrtrader-app`, doppelte
Lizenz-/Update-Pflege) oder ein angepasstes Release-Skript. Zurückgestellt, bis
tatsächlich Bedarf an einer automatisierten Desktop-Auslieferung besteht — bis
dahin bleibt `dotnet run --project src/IBKRTrader.App` bzw. eine manuelle
`dotnet publish` der übliche Weg für die Shell.
Zugangsdaten kommen aus `DC_FTP_HOST` / `DC_FTP_USER` / `DC_FTP_PASS` / `DC_TOKEN`,
`.dc-tools/` und `artifacts/` sind in der `.gitignore`.
**`packager.config.json` (`excludePatterns`/`preservePatterns`) ist nicht Teil
dieses Durchlaufs.** Sie liegt "neben dem Werkzeug", also unter `.dc-tools/`
das entsteht erst, wenn `pack-and-deploy` beim ersten echten Lauf von
`release.ps1`/`release.sh` selbst heruntergeladen wird (Prüfsummen-geprüft).
Ein erster Release-Lauf braucht `DC_FTP_*`/`DC_TOKEN` und ist damit eine
credentialierte, vom Betreiber auszulösende Aktion. **Sicherheitsnetz bis
dahin:** Der Packager bricht seit 2.5.0 ohnehin hart ab, wenn er im
Publish-Verzeichnis nach Zugangsdaten aussehende Dateien findet (Name *und*
Inhalt) — die in §7.3 beschriebenen Dateien (`settings.json`,
`appsettings.Local.json`) sind ohnehin gitignored und landen nur dann im
Publish-Output, wenn sie lokal im Projektverzeichnis liegen (`<None Update
Condition="Exists(...)">` in den `.csproj`-Dateien kopiert sie dann mit). Bricht
`release.ps1` mit einem Hinweis auf eine vermutete Zugangsdatei ab, ist das der
Packager, der genau das abfängt — kein Fehlschlag, sondern die Absicherung, die
2.5.0 dafür eingeführt hat.
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## 8. Befunde und offene Punkte
> **Status 2026-08-23:** P1P4 sind umgesetzt (Einzelheiten in §9). **P5 ist eingetreten**,
> P6 entscheidet sich erst beim ersten Release. Der ursprüngliche Vermerk von 2026-08-14:
>
> **Status 2026-08-14:** Alle sieben ursprünglich an den Deploymentcenter-Entwickler
> gemeldeten Befunde (D1D7) sind mit den Versionen 2.5.0/2.5.1 behoben — bestätigt über
> `GET /api/updateservice/v1/changelog?since=2.4`. Der Abschnitt bleibt als Nachweis
> stehen, jeder Punkt trägt jetzt einen Fix-Vermerk. Die Projekt-Befunde (P1P6) sind
> davon unabhängig und weiterhin offen — sie werden in diesem Durchlauf abgearbeitet.
### Am Projekt (P) — muss vor der Integration bereinigt werden
**P1 · Echte Zugangsdaten als Vorgabewerte im Quelltext.**
`src/IBKRTrader.Core/Settings/AppSettings.cs:14-35` trägt Host, Datenbankname,
Benutzer und **Passwort** einer produktiven MariaDB als Vorgabe. Die Datei ist
versioniert, die Werte stehen damit auch in der Git-Historie — `settings.json`
im `.gitignore` hilft dagegen nicht. Das Passwort ist als kompromittiert zu
behandeln und zu wechseln; die Vorgaben gehören auf Platzhalter. Zusätzlich
brisant, weil die Vorlage künftig im Release-Paket ausgeliefert wird.
> **Verschärft mit 2.5.0:** der Packager **bricht jetzt hart ab**, wenn er
> Zugangsdaten im Publish-Verzeichnis erkennt (Dateiname *und* Inhalt, u. a.
> gefülltes `Password=`) — vorher nur eine Warnung, die auf der Preserve-Liste
> sogar unterdrückt wurde. Damit ist P1 nicht mehr „sollte bereinigt werden",
> sondern **release-blockierend**: Ohne Fix lässt sich `settings.example.json`
> gar nicht mehr veröffentlichen.
**P2 · `AppPaths` fällt unter Windows auf einen Linux-Pfad zurück.**
`Configuration/AppPaths.cs:57-71`: ist das Binärverzeichnis nicht beschreibbar,
gilt der FHS-Rückfall `/etc/ibkrtrader`. Unter Windows löst .NET das zu
`C:\etc\ibkrtrader` auf. Genau dieser Fall tritt ein, sobald der DC-Installer
seinen Windows-Vorschlag `Programme\<slug>` benutzt — dann liegen `settings.json`,
`master.key` und `Logs/` in `C:\etc\`. Nötig: plattformabhängiger Rückfall
(`%ProgramData%\IBKRTrader` bzw. `%APPDATA%`).
**P3 · Keine globalen Ausnahmebehandler.** Ohne
`AppDomain.UnhandledException` und `TaskScheduler.UnobservedTaskException` gibt es
keine `fatal`-Meldungen — und heute auch keinen Logeintrag, wenn der Prozess
wegbricht. Unabhängig vom Deploymentcenter überfällig.
**P4 · Version an zwei Stellen hartkodiert.** `App/Program.cs:34` und
`Daemon/Program.cs:43`. Ohne `Directory.Build.props` bricht `pack-and-deploy` beim
ersten Release ab — zu Recht.
**P5 · CI kennt das Schwester-Repo nicht.** `.gitea/workflows/build.yml` checkt
nur IBKRTrader aus. Eine `ProjectReference` nach `..\..\..\..\Deploymentcenter\…`
macht den Build auf beiden Matrix-Zielen rot. Siehe die Entscheidung in §2.2.
> **Seit 2026-08-23 eingetreten, nicht mehr nur vorhergesagt.** Die
> `ProjectReference` ist mit der Integration auf `main` gelandet, die CI ist
> damit rot. Das war die bewusst in Kauf genommene Folge der Interimslösung aus
> §2.2 — lokal baut die Projektmappe, sobald das Schwester-Repo daneben liegt.
> Auflösung ist Schritt 10: SDK als NuGet-Paket in die Gitea-Registry, dann
> `PackageReference` statt Cross-Repo-Pfad.
**P6 · Konfiguration liegt im Installationsverzeichnis.** Unter Windows schreibt
`AppPaths` neben die Binärdatei. Das ist mit `preservePatterns` beherrschbar
(§7.3), muss aber beim ersten Release stimmen — ein Update, das `settings.json`
überschreibt, nimmt einer laufenden Installation Datenbank, Token und Flex-Zugang
gleichzeitig.
### Am Deploymentcenter (D) — gemeldet, Stand vor 2.5.0
**D1 · Der Lizenzschlüssel als Update-Zugang war nirgends vollständig erklärt.**
**Behoben (2.5.1, Doku).** Laut Changelog explizit als „Lückenschluss" genannt:
„Woher die Anwendung den Lizenzschlüssel für den Update-Zugang nimmt
(`TryGetCachedKey`)". Für uns bleibt zusätzlich `EnsureLicensedAsync()` (neu in
2.5.0) relevant — siehe §5.1.
**D2 · Predictalytics wurde vom Zugangsschutz ausgesperrt.**
**Bestätigt und behoben (2.5.1).** Der Changelog bestätigt den Verdacht wörtlich:
„bei Predictalytics ist genau das passiert". Fix: Zugangsschutz ist jetzt je
Produkt abschaltbar (WebUI → UpdateService → Zugangsschutz) — für Installationsbasen
ohne SDK 2.4 lässt sich das Produkt ausnehmen, mit Schlüssel neu ausliefern, danach
wieder einschalten. **Für IBKRTrader heißt das:** genau diese Falle von Anfang an
vermeiden, indem der erste ausgelieferte Build bereits `licenseKey` mitgibt (§7.5,
§9 Reihenfolge).
**D3 · Für einen systemd-Dienst gab es keinen dokumentierten Update-Weg.**
**Behoben (2.5.1, Doku).** Laut Changelog ergänzt: „wie ein laufender
systemd-Dienst aktualisiert wird". Bleibt in §7.2/§8-P laufend zu beobachten, ob
die neue Beschreibung mit unserem tatsächlichen Vorgehen (`--target-dir`,
Dienstbenutzer-Rechte) übereinstimmt — bei der Umsetzung von Aufgabe „Update-Prüfung
mit ReleaseCredentials" gegenprüfen.
**D4 · `LicenseConfig.GetStorageDirectory`/`SetStorageDirectory` war für Dienste
unglücklich.** ✅ **Behoben, mit Breaking Change (2.5.1).** Zwei Korrekturen:
(a) Rückfall ohne `$HOME` zeigt jetzt auf `/var/lib/<slug>` statt ins
Installationsverzeichnis. (b) `SetStorageDirectory` hängt jetzt selbst
`<slug>/license` an, statt den Pfad roh zu verwenden — **das ändert unseren
Aufruf**, siehe §5 (`AppPaths.Config` statt `AppPaths.ConfigFile("license")`).
**D5 · `BuildInfo.targets` verhinderte inkrementelle Builds.**
**Behoben (2.5.1).** `BuildDateUtc` ist jetzt tagesgenau statt mit voller Uhrzeit,
`WriteOnlyWhenDifferent` greift wieder. Siehe §2.3.
**D6 · Die Empfehlung „bei einem Urteil beenden" passte für handelnde Systeme nicht.**
**Behoben (2.5.1, Doku)** — als Lückenschluss genannt: „was statt
`Environment.Exit(1)` zu tun ist, wenn Beenden die gefährlichere Option wäre".
Unser Sperrbetrieb-Ansatz (§5.2) bleibt die konkrete Umsetzung für IBKRTrader.
**Zusätzlich, über D6 hinausgehend:** 2.5.0 dokumentiert `exitCurrentApp: true`
jetzt als harten Kill ohne `finally`/Lifecycle-Hooks — praktisch relevanter für uns
als die Lizenz-Frage allein, siehe §7.2.
**D7 · Kleinigkeiten** (README-Verweis auf `AGENT_RELEASE_GUIDE.md`, Rate-Limits
nicht durchgängig beziffert). ✅ **Behoben (2.5.1, Doku)** — Changelog nennt
„die Drosselungsgrenzen aller Endpunkte" als ergänzt; `docs/README.md` führt jetzt
`/docs/release.md` und den Changelog-Endpunkt im Index.
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## 9. Reihenfolge
| Schritt | Inhalt | Abhängig von | Stand |
|---|---|---|---|
| 0 | **P1** Zugangsdaten wechseln, Vorgaben auf Platzhalter | — | ✅ Vorgaben sind Platzhalter. **Die Rotation des geleakten Passworts steht weiterhin aus** (Nutzer-Aktion) |
| 1 | **P2** `AppPaths`-Rückfall plattformabhängig, **P4** `Directory.Build.props` | — | ✅ 2026-08-23 |
| 2 | SDK-Bezug Stufe 1: Cross-Repo-`ProjectReference` (§2.2) | — | ✅ 2026-08-23, inkl. Prüf-Target mit lesbarer Fehlermeldung |
| 3 | `DcConfig`, `DeploymentcenterSettings`, `DcApiClient`, `BuildInfo` | 1, 2 | ✅ 2026-08-23 |
| 4 | **P3** globale Handler + Fehler-Stream | 3 | ✅ 2026-08-23 (`DcCrashHandlers`, `DcErrorSink`, `DcErrorReporter`) |
| 5 | Watchdog-Heartbeat inkl. `stopped` | 3 | ✅ 2026-08-23 (`DcHeartbeatWorker`) |
| 6 | Lizenz mit Sperrbetrieb statt Abbruch (§5.2), `EnsureLicensedAsync` | 3 | ✅ 2026-08-23 (`LicenseGuard`) |
| 7 | Update-Prüfung **mit** `ReleaseCredentials`, `exitCurrentApp:false` bei offenem Zustand | 6 (braucht den Schlüssel) | 🔶 Die **Prüfung** läuft beim Start. Das **Anwenden** ist es nicht: `LaunchAgent` ist fertig, aber kein Aufrufer fährt danach geordnet herunter |
| 8 | `setup.json`, `preserve`/`exclude`, Release-Pipeline (Vorlage per `curl` von `/docs/release-template/`) | 17 | ✅ 2026-08-23 (`setup.json`, `scripts/release.*`). **Noch nie ausgeführt** das erste Release steht aus |
| 9 | Bugtracker-Baustein nach `AGENTS.md` / `.agents/rules` | Projekt-Slug angelegt | ⬜ offen — Projekt `ibkrtrader` muss im WebUI erst angelegt werden |
| 10 | **Folgeschritt, nicht Teil dieses Durchlaufs:** `Deploymentcenter.Client` als NuGet-Paket in die Gitea-Registry pushen, `<Import>` durch `PackageReference` ersetzen, Gitea-CI (**P5**) auf den Paketbezug umstellen | 2 | ⬜ offen — siehe §2.2 |
Schritt 7 und 8 hängen zusammen: **der erste ausgelieferte Build muss die
Zugangsdaten schon mitbringen.** Für ein Produkt, das noch nie veröffentlicht hat,
entsteht `/releases/ibkrtrader/` mit dem ersten Upload und wird vom nächsten
`tick.php`-Lauf geschützt — es gibt kein Zeitfenster, das SDK danach nachzurüsten.
Wird Schritt 7 übersprungen, fällt die Tür hinter dem ersten Release zu (genau der
Fall, der laut Changelog bei Predictalytics bereits eingetreten ist, siehe D2).
Schritt 9 (Bugtracker) setzt voraus, dass das Projekt `ibkrtrader` im
Deploymentcenter-WebUI angelegt ist und ein Token mit `bugtracker:report`
vorliegt — beides serverseitige Handarbeit, die dieser Durchlauf nicht auslösen
kann. Wird zurückgestellt.