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PolyTraderSharp/docs/TESTUMGEBUNG-Linux-VM.md
T
RichardandClaude Opus 5 83d49aa106
CI / Build & Tests (Linux) (push) Canceled after 0s
CI / Plattformneutralität & Hygiene (push) Canceled after 0s
A4a vollstaendig: PolyTrader laeuft als Dienst auf Linux; Testumgebung dokumentiert
Der Pruefplan ist abgearbeitet. Die Anwendung laeuft nicht nur, sie arbeitet:
Core-Hydration, MarketSyncService und 100 echte Maerkte von der Polymarket-API
in die Datenbank geschrieben - HTTP, TLS, JSON und DB-Zugriff funktionieren
unter Linux.

Ergebnisse im Einzelnen:
- MariaDB 11.8.6 auf der Test-VM, genau die in DatabaseServerVersion gepinnte
  Version. Alle fuenf DbContexts migriert, 21 Tabellen.
- systemd: active, Shutdown in 0,08 s (Grenze 45 s) ohne SIGKILL,
  Restart=on-failure greift nach kill -9.
- Der neue Exit-78-Schutz wirkt nachweislich: Verbindung entfernt -> Status
  failed, systemd meldet 78/CONFIG, KEINE Neustartschleife, verstaendliche
  Meldung im Journal.
- D-11 (WorkingDirectory-Falle) ist KEIN Problem: server_settings.xml wird aus
  /opt/polytrader gelesen, eine Suche ueber das ganze Dateisystem findet keine
  zweite Datei. Nebenbefund: die Datei wird beim Start gar nicht angelegt,
  erst beim Speichern von Einstellungen.
- Logrotate mit copytruncate rotiert beide Namensmuster, Dienst schreibt weiter.
- Alle neun Views konstruieren fehlerfrei, beide Farbschemata vollstaendig.

T2 ist belegt statt behauptet: Unter UTC meldet die Anwendung "Anzeige-Zeitzone:
Europe/Berlin" und stempelt in derselben Zeile mit 20:04 statt 22:04. Auf einem
UTC-Server zeigen damit alle Logs die falsche Zeit, zwischen Mitternacht und
2 Uhr sogar das falsche Datum.

Neuer Befund B-4: --smoke-ui scheitert ohne X-Server (XOpenDisplay failed),
obwohl es als CI-Werkzeug gedacht ist. "xvfb-run -a" loest es nachweislich -
relevant, sobald A2 wieder aufgenommen wird.

docs/TESTUMGEBUNG-Linux-VM.md neu: Anleitung fuer ALLE Projekte, die auf der VM
testen. Zugang per eigenem SSH-Schluessel je Projekt, eigene Datenbank je
Projekt (<projekt>_test samt eigenem Benutzer, nie eine fremde mitbenutzen),
eigenes Dienstkonto, Verzeichnis- und Portkonventionen, Belegungsliste und
Aufraeumbefehle. Kopie liegt auf der VM unter ~/TESTUMGEBUNG.md, wo jeder Agent
sie beim Verbinden findet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-26 22:09:09 +02:00

8.1 KiB

Linux-Testumgebung (gemeinsam genutzte VM)

Stand: 26.08.2026 · Eingerichtet beim ersten Linux-Lauf von PolyTrader (Roadmap A4a).

Diese Anleitung gilt projektübergreifend. Sie richtet sich an alle Agenten und Entwickler, die auf der VM testen — nicht nur an PolyTrader. Die maßgebliche Fassung liegt auf der Maschine selbst unter ~/TESTUMGEBUNG.md; dieses Dokument im PolyTrader-Repo ist die versionierte Kopie. Wer etwas an der Umgebung ändert, zieht beide nach.


1. Was diese Maschine ist

Eine Ubuntu-Desktop-VM zum Testen — nicht für Produktivbetrieb, nicht für echte Zugangsdaten, nicht für Geld bewegende Läufe.

System Ubuntu 26.04 LTS, Kernel 7.0, x86_64
Ausstattung 31 GB RAM, 5 CPUs, ~33 GB freier Plattenplatz
Erreichbar 192.168.40.48 über einen WireGuard-Tunnel
Benutzer richard
Besonderheit Desktop-Umgebung vorhanden — grafische Anwendungen sind testbar, nicht nur Dienste

Warum eine Desktop-VM? Weil sich damit beides prüfen lässt: der kopflose Serverbetrieb (systemd) und die grafische Oberfläche auf der Zielplattform.


2. Zugang einrichten

Der Zugang läuft über SSH-Schlüssel. Passwort-Anmeldung wird nicht verwendet — Agenten geben grundsätzlich keine Passwörter ein.

2.1 Schlüssel erzeugen (auf dem eigenen Rechner)

ssh-keygen -t ed25519 -f ~/.ssh/testvm_<projekt> -N "" -C "<projekt>@testvm"

Ein eigener Schlüssel je Projekt — dann lässt sich einzelnen Projekten der Zugang entziehen, ohne alle anderen auszusperren.

2.2 Öffentlichen Schlüssel hinterlegen

Der Inhalt von ~/.ssh/testvm_<projekt>.pub wird auf der VM in ~/.ssh/authorized_keys eingetragen. Das muss ein Mensch tun (einmalig, mit Passwort). Direkt auf der VM:

mkdir -p ~/.ssh && chmod 700 ~/.ssh && echo '<INHALT DER .pub-DATEI>' >> ~/.ssh/authorized_keys && chmod 600 ~/.ssh/authorized_keys

2.3 SSH-Konfiguration (auf dem eigenen Rechner)

Host testvm
    HostName 192.168.40.48
    User richard
    IdentityFile ~/.ssh/testvm_<projekt>
    IdentitiesOnly yes
    ServerAliveInterval 30
    ServerAliveCountMax 4

⚠️ Kein ControlMaster/ControlPath eintragen, wenn der Client unter Windows läuft — Windows-OpenSSH unterstützt Verbindungs-Multiplexing nicht und scheitert mit „Failed to connect to new control master". Stattdessen mehrere Prüfschritte pro Aufruf bündeln.

Test: ssh testvm "hostname"


3. Was installiert ist

Werkzeug Version Anmerkung
.NET SDK 10.0.111 (Runtime 10.0.11) SDK, nicht nur Runtime — auf der VM kann gebaut werden
MariaDB 11.8.6 Dienst mariadb, lauscht auf localhost:3306
Git 2.53.0
Xvfb vorhanden Virtueller Framebuffer für GUI-Tests ohne Bildschirm
JetBrains Rider vorhanden
Docker nicht installiert
Node.js nicht installiert

Nicht vorhandene Werkzeuge dürfen installiert werden — aber bitte in der Belegungsliste (Abschnitt 6) vermerken, damit andere wissen, was sich geändert hat.


4. Konventionen für mehrere Projekte

Die Maschine wird von mehreren Projekten geteilt. Diese Regeln verhindern, dass sich Tests gegenseitig zerstören:

4.1 Datenbanken — je Projekt eine eigene

Niemals eine fremde Datenbank mitbenutzen und niemals eine Produktivdatenbank verbinden.

# Passwort erzeugen und ablegen (nur für den Besitzer lesbar)
PW=$(openssl rand -base64 18 | tr -d "/+=" | head -c 20)
echo "$PW" > ~/.<projekt>_test_dbpw && chmod 600 ~/.<projekt>_test_dbpw

sudo mariadb -e "CREATE DATABASE IF NOT EXISTS <projekt>_test CHARACTER SET utf8mb4 COLLATE utf8mb4_unicode_ci;
                 CREATE USER IF NOT EXISTS '<projekt>_test'@'localhost' IDENTIFIED BY '$PW';
                 GRANT ALL PRIVILEGES ON <projekt>_test.* TO '<projekt>_test'@'localhost';
                 FLUSH PRIVILEGES;"
Was Schema Beispiel
Datenbank <projekt>_test polytrader_test
Benutzer <projekt>_test@localhost polytrader_test
Passwortdatei ~/.<projekt>_test_dbpw (Rechte 600)

Die Rechte enden an der eigenen Datenbank — GRANT ALL ON <projekt>_test.*, nie global.

4.2 Verzeichnisse

Zweck Ort
Quellcode ~/RiderProjects/<projekt>
Publish/Testlauf im Benutzerkontext ~/<projekt>-test
Installation als Dienst /opt/<projekt>

4.3 systemd-Dienste

Unit-Name = Projektname: <projekt>.service. Eigenes Dienstkonto je Projekt:

sudo useradd --system --home-dir /opt/<projekt> --shell /usr/sbin/nologin <projekt>

Nach dem Test abschalten (Abschnitt 7) — sonst laufen irgendwann fünf Dienste, die niemand mehr zuordnen kann, und der nächste Test misst gegen fremde Last.

4.4 Ports

Vor dem Belegen prüfen: ss -tlnp. Belegte Ports stehen in Abschnitt 6. Wer einen Port dauerhaft belegt, trägt ihn dort ein.

4.5 Erhöhte Rechte

sudo verlangt normalerweise ein Passwort. Für Testläufe kann es befristet freigeschaltet werden (ein Mensch, einmalig):

echo "richard ALL=(ALL) NOPASSWD:ALL" | sudo tee /etc/sudoers.d/99-testing && sudo chmod 440 /etc/sudoers.d/99-testing

Nach Abschluss wieder entfernen:

sudo rm /etc/sudoers.d/99-testing

Das hebt den Schutz für das Konto vollständig auf — vertretbar auf einer Test-VM hinter VPN, aber nicht dauerhaft und niemals auf einer Produktivmaschine.

4.6 GUI-Anwendungen ohne Bildschirm testen

Braucht eine Anwendung X11, scheitert sie über SSH mit XOpenDisplay failed. Lösung:

xvfb-run -a ./MeineAnwendung --irgendein-schalter

Für einen Test mit sichtbarem Fenster muss jemand am Desktop der VM sitzen (oder RDP nutzen, Port 3389 ist offen) und Bildschirmfotos machen.


5. Was hier nicht passieren darf

  1. Keine Produktivdatenbank verbinden. Hintergrunddienste schreiben oft ungefragt — bei PolyTrader etwa synchronisiert der MarketSyncService selbständig Marktdaten.
  2. Keine echten Handels-/Zugangsdaten hinterlegen. Keine privaten Schlüssel, keine Live-API-Zugänge, keine Lizenzschlüssel für Produktivsysteme.
  3. Keine fremden Projektverzeichnisse oder Datenbanken anfassen.
  4. Nichts Dauerhaftes hinterlassen, was nicht in Abschnitt 6 steht.

6. Belegung (bei Änderungen fortschreiben)

Datenbanken

Datenbank Benutzer Projekt seit
polytrader_test polytrader_test@localhost PolyTrader 26.08.2026

Dienste

Unit Konto Verzeichnis Projekt seit
polytrader.service polytrader /opt/polytrader PolyTrader 26.08.2026

Ports (Stand 26.08.2026)

Port Belegt durch
22 SSH
3306 MariaDB (nur localhost)
3389 RDP
5000 vorhandener Dienst (nur IPv6-localhost)
631 CUPS

Nachträglich installiert: MariaDB 11.8.6, Xvfb (beide am 26.08.2026 für PolyTrader).


7. Aufräumen nach dem Test

# Dienst abschalten und entfernen
sudo systemctl disable --now <projekt>
sudo rm -f /etc/systemd/system/<projekt>.service /etc/logrotate.d/<projekt>
sudo systemctl daemon-reload

# Dateien
sudo rm -rf /opt/<projekt> ~/<projekt>-test
sudo userdel <projekt>

# Datenbank (nur wenn nicht mehr gebraucht)
sudo mariadb -e "DROP DATABASE <projekt>_test; DROP USER '<projekt>_test'@'localhost';"
rm -f ~/.<projekt>_test_dbpw

# sudo-Freigabe zurücknehmen
sudo rm -f /etc/sudoers.d/99-testing

Danach Abschnitt 6 nachziehen.


8. Bekannte Einschränkungen

  • Claude Code lässt sich auf dieser VM nicht betreiben. Es blockiert die Maschine bis zum Neustart; mehrere Reparaturversuche waren erfolglos, es wird auf ein Update gewartet. Agenten arbeiten deshalb über SSH von außen. (Speichermangel ist nicht die Ursache — die Maschine hat 31 GB, davon 25 GB frei.)
  • Verbindungs-Multiplexing funktioniert nicht mit Windows-OpenSSH (siehe 2.3).
  • Die Systemzeitzone ist Testgegenstand. Für realistische Servertests wird sie zeitweise auf UTC gestellt (sudo timedatectl set-timezone UTC). Wer sie ändert, stellt sie danach zurück — Standard hier ist Europe/Berlin.